Nach oben

„Reden über Frieden“ – Nordkirche lädt zu breiter Diskussion ein

Studientag zur Verantwortung der Religionen in Rostock

28.09.2020 ǀ Rostock.  "Reden über Frieden“ – unter diesem Leitsatz läuft derzeit ein nordkirchenweiter Diskurs. Ein Fachtag am 10. November in Rostock geht der Frage nach: „Frieden – Wie kommt man dahin? Religionen und Menschen in der Verantwortung. Dazu laden wir herzlich ein“, sagt Ricarda Wenzel, die den Prozess in Mecklenburg-Vorpommern mit vorbereitet. Interessenten werden gebeten, sich online bis zum 2. Oktober anzumelden. Dies erleichtere die Vorbereitung – gerade im Blick auf die coronabedingten Vorgaben.

„Der Friede ist bedroht, global wie auch in unserem Land. Unser Ziel ist ein breiter Diskurs dazu, gerade zwischen verschiedenen Generationen sowie Menschen unterschiedlicher Anschauungen“, sagt Pastor Kai Feller, stellvertretender Landessynodaler und Mitglied der Steuerungsgruppe „Reden über Frieden“. Deshalb seien Kirchenmitglieder, Gruppen und Initiativen in der gesamten Nordkirche dazu eingeladen, sich mit den Fragen von Gewalt, Krieg und Frieden auseinanderzusetzen. Dazu ergänzt der Schweriner Heiner Möhring vom Vorbereitungskreis: „Obwohl wir in Deutschland seit 75 Jahren im Frieden leben, sind die Probleme von Krieg und Gewalt im Zusammenleben der Menschen in unserem Land und weltweit immer drängender geworden und bedürfen dringend einer Lösung.“

Beschlossen hatte den Friedensprozess die Landessynode der Nordkirche auf Antrag des Ausschusses für „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“. „Insbesondere möchten wir unterschiedliche Gremien wie z.B. die Kirchengemeinderäte, die Regionalen Ökumenischen Arbeitsstellen, Pröpste-Konvente und Kirchenkreissynoden mit ihren Ausschüssen, eventuell auch regionale Friedens-AGs und genauso Menschen außerhalb unserer Kirche ansprechen, die sich für den Frieden einsetzen“, blickt Ricarda Wenzel voraus. Alle Interessierten seien am 10. November 2020 zum Fachtag „Frieden — wie kommt man dahin? Religionen und Menschen in der Verantwortung“ nach Rostock eingeladen. Mehr Informationen und ein Formular zur Online-Anmeldung finden sich unter: www.redenueberfrieden.de.

Bischof Jeremias und Religions-Professor Hock zu Gast

„Die Friedensverantwortung der Religionen wird auf dem Rostocker Studientag im Mittelpunkt stehen“, so Ricarda Wenzel. Von 10 bis 16 Uhr werden in der Nikolaikirche dazu Vorträge zu hören sein und in Workshops gibt es Gelegenheit, sich auszutauschen. Nach einem biblischen Impuls von MV-Bischof Tilman Jeremias (Greifswald) wird Professor Klaus Hock von der Theologischen Fakultät Rostock der Frage nachgehen, ob Weltanschauungen friedensgefährdend oder friedensstiftend sind.

Vertreterin des Auswärtigen Amtes hält Vortrag

Einblicke in einen neuen Arbeitsbereich der deutschen Außenpolitik wird Dr. Silke Lechner vom Auswärtigen Amt gewähren. Die Workshops sind zu Themen wie dem Antisemitismus, zum Umgang mit Gedenktafeln für Gefallene der beiden Weltkriege in unseren Kirchen oder zur Frage von Moschee-Bauten geplant. „Einige Workshops planen wir online, damit sich weitere Gäste an der Diskussion beteiligen können“, so Ricarda Wenzel. Höhepunkt des Rostocker Friedenstages wird ein Festmahl der Religionen sein.
Quelle: ELKM (cme)

Diese Website verwendet Cookies und die Webanalyse-Tools Matomo und Google Analytics. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden.Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es auf der Seite Datenschutz.