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Kirchenkreissynode soll über Nachbesserungen abstimmen

Studie: Pommersches Kirchenkreisamt überlastet

13.03.2015 ǀ Greifswald/Züssow.  Im Herbst 2013 hatten die pommerschen Synodalen gefordert: Die Verwaltung im Kirchenkreis muss evaluiert werden. Die Ergebnisse sind jetzt Thema auf der Kreissynode in Züssow.

Die Mitarbeiter in der Bau- und der Finanzabteilung des Pommerschen Kirchenkreisamtes sind überlastet. Das zeigt eine Evaluation, die eine unabhängige Beraterfirma im vergangenen Jahr erstellt hat. „Die Ergebnisse sind für uns eine Bestätigung“, sagt Amtsleiter Hartmut Dobbe. Auf seinen Hilfeschrei hin hatten die Synodalen schon im Herbst 2013 erste zusätzliche Verwaltungsstellen beschlossen. Gleichzeitig forderten sie, dass eine unabhängige Stelle kläre: Wie gut läuft die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und dem Amt seit der Nordkirchenfusion, wie könnte es effizienter gehen? „Natürlich auch, damit nicht noch mehr Verwaltungsstellen bezahlt werden müssen“, sagt Hartmut Dobbe.

Der Evaluation zufolge sind die Gemeinden mit dem Kirchenkreisamt insgesamt zufrieden. Vergleichsweise negativ bewerten sie die Arbeit der Bau- und der Finanzabteilung – also jener Abteilungen, mit denen sie etwa bei der Sanierung von Kirchen und der Haushaltsführung zusammen arbeiten. „Das passt zu dem Ergebnis, dass die Mitarbeiter dort überlastet sind“, sagt Dobbe. Tatsächlich hinkten sie der Arbeit hinterher, seien etwa die Haushaltsabschlüsse der Gemeinden im vergangenen Jahr um Monate zu spät fertig geworden. „Wir arbeiten daran, dass das besser wird.“

„Wir erstellen jetzt Checklisten“

Zweites Ergebnis: Die Zusammenarbeit zwischen Amt und Gemeinden liefe besser, wenn alle Pastoren wüssten, bei welchen Verwaltungsangelegenheiten sie das Amt einbeziehen und in welcher Form sie Daten zuarbeiten müssten. „Wir erstellen jetzt Checklisten, damit die Gemeinden das nachlesen können“, erklärt Dobbe. So gebündelt sei das neu.

Für die Evaluation hatte die Kölner Firma BSL Managementberatung das Kirchenkreisamt besucht und zudem Fragebögen an die Mitarbeiter und alle 129 Pastoren verschickt. 34 Verwaltungsmitarbeiter (70 Prozent der Befragten) und 58 Pastoren (44 Prozent) machten mit. Aus den Ergebnissen erarbeitete eine Begleitgruppe unter Propst Gerd Panknin eine Empfehlung. Stimmen die Synodalen ihr zu, hat die Finanzabteilung ab 2016 eineinhalb Stellen mehr, die Bauabteilung 0,8. In der Personal- und anderen Abteilungen fielen dagegen Teilstellen weg. Ein Plus von 1,52 Stellen wäre das unterm Strich. Wo die Mittel dafür herkommen sollen, wird laut Dobbe und Panknin erst auf der Herbstsynode geklärt.
Quelle: Mecklenburgische und Pommersche Kirchenzeitung Nr. 11/2015