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Stralsunder Kirchengemeinden laden am morgigen Sonnabend, 11. Oktober, zum Friedensgebet ein

„Kein Extremismus in unserer Stadt!“

10.10.2014 | Stralsund (sk). Am morgigen Sonnabend, 11. Oktober, laden die Stralsunder Kirchengemeinden gemeinsam mit dem Stralsunder Oberbürgermeister Alexander Badrow zu einem ökumenischen Friedensgebet um 17.30 Uhr in die St. Marienkirche ein. Das Friedensgebet steht unter dem Thema „Kein Extremismus in unserer Stadt! Dafür Frieden und Versöhnung!“ Anlass für das Friedensgebet ist ein NPD-Fackelmarsch in Stralsund am morgigen Sonnabend.

Aktionsbündnis wurde gegründet

Als Reaktion auf den Aufmarsch der Rechtsextremisten hat sich der „Stralsunder Aktionskonsens für die Entfaltung demokratischer Kultur und gegen Rechtsextremismus“ gegründet. Das Aktionsbündnis wird von Einwohnerinnen und Einwohnern der Region, von Vertretern vieler demokratischer Parteien, Vertretern von Gewerkschaften und antirassistischen Organisationen, der Friedensbewegung, von Vertretern des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises sowie von Vereinen und Organisationen verschiedenster Art getragen.

Einsatz für Menschenwürde und Toleranz

Formiert hat sich das Bündnis am 2. Oktober. Während dieses Gründungstreffens wurde eine gemeinsame Erklärung formuliert, in der sich das Bündnis gegen menschenverachtende Ideologien und gegen Rechtsextremismus positioniert. Zudem hat sich das Bündnis den Einsatz für Menschenwürde und Menschenrechte, Respekt und Toleranz und ein friedliches Zusammenleben aller Menschen in unserer Region zum Ziel gesetzt. Zu den zahlreichen Unterzeichnern gehören unter anderem das Kreisdiakonische Werk Stralsund e.V., Michael Mahlburg, Pastor in Greifswald und Mitglied der Landessynode der Nordkirche, und Sibylle Scheler, Mitglied des Kirchenkreisrates und der Kirchenkreissynode des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises. Das Bündnis plant für den morgigen Sonnabend unterschiedliche Aktionen. Im Mittelpunkt steht ein Demokratiefest, das ab 17 Uhr vor der Jakobikirche stattfindet.