Nach oben

"Ehrenamt mal andersherum“

Stralsunder Initiative für Deutschen Nachbarschaftspreis 2020 nominiert

04.09.2020 ǀ Stralsund.  Die nebenan.de Stiftung hat die gemeinsame Initiative „Ehrenamt mal andersherum“ des Kreisdiakonischen Werks Stralsund e.V. (KDW) und der Stralsunder Luther-Auferstehungsgemeinde für den Deutschen Nachbarschaftspreis nominiert. Insgesamt waren mehr als 900 Bewerbungen eingegangen, von denen 107 Projekte nominiert wurden, teilte die Stiftung mit. Der Deutsche Nachbarschaftspreis wird seit 2017 jährlich verliehen. Mit dem Preis werden Initiativen ausgezeichnet, die sich für ein gutes nachbarschaftliches Miteinander engagieren. Der Preis ist mit insgesamt rund 58.000 Euro dotiert.
 
Preisverleihung findet online statt
 
Die Landesjurys wählen aus den Nominierten für jedes Bundesland den Landessieger, der am 22. September bekannt gegeben wird. Aus den 16 Landessiegern kürt die Bundesjury anschließend drei Bundessieger. Gleichzeitig mit der Bekanntgabe der Landessieger startet die Abstimmung zum Publikumspreis „Coronahilfe“. Für diesen Sonderpreis wurde die Stralsunder Initiative „Ehrenamt mal andersherum“ ebenfalls nominiert. Die Auszeichnung findet am 10. November im Rahmen einer Online-Preisverleihung statt.
 
Hilfe in Zeiten der Pandemie
 
Entstanden ist die Initiative „Ehrenamt mal andersherum“ im diakonischen Nachbarschaftszentrum (NBZ) Auferstehungskirche im Stralsunder Stadtteil Grünhufe. Bereits kurz nach dem Ausbruch der Pandemie gründeten hier Einwanderinnen und Einwanderer ein ehrenamtliches Netzwerk, das in Corona-Zeiten Hilfsprojekte organisiert und umsetzt. Mittlerweile beteiligen sich rund 80 Menschen, von denen die meisten aus Syrien stammen, unter einem Ehrenamtsvertrag stehend an der Initiative.
 
Handschlag in die Zukunft
 
„Hier hat die Corona-Welle Schätze freigespült“, sagt Hausleiter Thomas Nitz über die Initiative. „Egal, was in diesem Rahmen entstehen mag, das Wichtigste ist schon passiert, nämlich ein Handschlag in die Zeit danach. Die Symbolkraft dieser Geste ist Grundstein für ein neues Miteinander.“ Das Nachbarschaftszentrum in der Auferstehungskirche in Stralsund-Grünhufe besteht seit 2008. Zuvor befand sich in den Räumlichkeiten die Jugendkirche. Als integrativer Treffpunkt und Anlaufstation für Einheimische und Zugewanderte hat sich das NBZ unter der Leitung des KDW als unverzichtbarer Teil des Stadtviertels etabliert und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet.
Quelle: PEK (sk)

Diese Website verwendet Cookies und die Webanalyse-Tools Matomo und Google Analytics. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden.Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es auf der Seite Datenschutz.