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Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Mecklenburg

Stiftung Kirchliches Bauen in Mecklenburg

Die Stiftung „Kirchliches Bauen in Mecklenburg“ ist 2012 gegründet worden und dient vor allem dem Erhalt der 664 mecklenburgischen Dorf- und Stadtkirchen. Die Stiftung möchte laut Satzung vor allem Kirchengemeinden dabei helfen, ihren notwendigen Eigenanteil für vorgesehene Bauprojekte aufzubringen.


Aktuelle Förderprojekte

2016 wurde die Bekrönung der Kirche in Müsselmow mit 3.500 € unterstützt.

Die Restaurierungsarbeiten der vasa sacra (2 Kelche mit Patenen und Oblatendosen) der Kirchengemeinde Proseken-Hohenkirchen wurden 2015 mit 3.000 € bei einer Gesamtsumme von 11.300 € unterstützt.

2014 wurde die Fertigstellung der Winterkirche in Neuenkirchen bei Neubrandenburg mit 52.800 € bei einer Gesamtsumme von 65.000 € unterstützt.



Förderung

Unterstützt werden Kirchengemeinden bei der Aufbringung der Eigenmittel für Sicherungsmaßnahmen, Sanierungen und Restaurierungen an historischen  Kirchen. Ebenso können Arbeiten an Pfarrhäusern und Gebäuden, in denen Gemeindearbeit stattfindet gefördert werden, wenn sie Eigentum der Kirchengemeinde sind oder die örtliche Kirche von der Kirchengemeinde verwaltet wird und dafür, in der Regel, keine Patronatsmittel zur Verfügung stehen. Diese Baumaßnahmen müssen Bestandteil der Bauobjektliste des Kirchenkreises Mecklenburg sein.

Zusätzlich können Gelder mit der Zielstellung bereitgestellt werden, die Nutzung der Räume für Gottesdienst und Gemeindearbeit zu verbessern und eine erweiterte Nutzung der Kirchen zu ermöglichen.

Angedacht ist darüber hinaus die Unterstützung von Planungswettbewerben, von Neubauten, der Einbau von Gemeinderäumen in Kirchen, Restaurierungen und Neuanschaffungen von Ausstattungsstücken und Kunstwerken. Wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet des Sakralbaues oder der Sakralkunst beabsichtigt die Stiftung ebenfalls zu unterstützen.

Verteilung

Zur Verteilung kommen jährlich die Kapitalerträgnisse aus dem 5 Millionen Euro betragenden unangreifbaren Stiftungsvermögen. Dazu kommen die solidarischen Zuwendungen aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Jährlich stehen so insgesamt mehrere Hunderttausend Euro für Stiftungszwecke zur Verfügung.
 

Stimmen zur Stiftung

Holger John
Mitarbeiter im Baubereich der Propstei Neustrelitz Leiter der Außenstelle des Kirchenkreises Mecklenburg in Neubrandenburg
 
„Unsere Region, die Propstei Neustrelitz, wird durch eine hohe Dichte an kirchlichen Gebäuden geprägt. Mit der Stiftung kirchliches Bauen steht den Kirchengemeinden ein wichtiger Partner bei der Erhaltung insbesondere unserer einmaligen Dorfkirchen zur Seite.“
 

Dipl.-Bauing. Burkhard Erdmann
Mitglied im Vorstand der „Stiftung Kirchliches Bauen in Mecklenburg“
Baubeauftragter Propstei Neustrelitz


„Unser Land und ganz besonders der Osten Mecklenburgs ist reich an Kirchen, aber ganz besonders an vielen Dorfkirchen. Diese Dorfkirchen in den unterschiedlichsten Bauformen, zeugen von der Geschichte und der langen christlichen Tradition. Generationen von Menschen haben sich um den Erhalt dieser Gotteshäuser bemüht. In der jetzigen Zeit fällt es den Kirchengemeinden immer schwerer dieser Aufgabe nach zu kommen und gleichzeitig besteht der Wunsch nach neuen guten Räumen für Gottesdienst und Gemeindearbeit. Die Stiftung möchte hier den Gemeinden helfen und darum arbeite ich bei der Stiftung mit.“

Evelore Harloff
Mitglied im Vorstand der „Stiftung Kirchliches Bauen in Mecklenburg“
Synodale und Mitglied des Finanzausschusses der Synode des Kirchenkreises Mecklenburg

„In der Stiftung kirchliches Bauen in Mecklenburg engagiere ich mich, weil mir die Erhaltung der Kirchen, die unsere Vorfahren vor Jahrhunderten erbauten, als gechichtliche Bauwerke für das Gedächtnis der Menschen sowie die kunst- und wertvollen Innenausstattungen wichtig sind.  Dies zu schützen und zu bewahren für die nächsten Generationen sehe ich als Aufgabe und Notwendigkeit für Alle um sich unserer Herkunft erinnern zu können.“

Dirk Sauermann
Mitglied im Vorstand der „Stiftung Kirchliches Bauen in Mecklenburg“
Propst in der Propstei Parchim

„Viel Arbeit und Mühe in unserem Kirchenkreis dreht sich um die Kirchengebäude, ihren Erhalt, ihre Pflege,  zum Teil ihren Wiederaufbau oder sogar Neubau wie bspw. in Zweedorf.
Manche sagen, all das steht in keinem Verhältnis zum Nutzen der Kirchen durch die Gemeinden, die zahlenmäßig kleiner werden und darum auch überfordert sind mit den großen Bauaufgaben. Die Frage, warum wir das tun und welchen Sinn das haben kann, stellt sich immer wieder, auch mir.
Kirchen sind Gebäude, die nicht als Profanbauten, sondern als sakrale Bauten gewissermaßen über die Zeiten stehen und erhalten wurden, Bauten, die Zeiten und Epochen überdauern und verbinden. Denn etwas an den Kirchen bindet uns Menschen, hat Bindungskraft, was offenbar zu unterschiedlichen Zeiten so anziehend wirkt, dass Menschen eben so viel geben, um diese Gebäude zu erhalten.
Kirchen sind  ästhetische Symbole der Kritik an der Macht des Todes, einfach nur weil sie dastehen, da sind. Sie sind Hoffnungszeichen und Hoffnungsorte, ein realer Hinweis darauf, dass diese Welt eben nicht die allein seligmachende  Welt  ist.
Ich möchte mit dafür Sorge tragen, dass auch nachfolgende Generationen, diese Hoffnungszeichen und Hoffnungsorte für sich entdecken können und damit für ihr Leben eine andere Perspektive einnehmen können.“

Frank Claus
Landschaftsarchitekt, Laage Mitglied im Vorstand der „Stiftung Kirchliches Bauen in Mecklenburg“, Vorsitzender des Kirchenkreis-Bauausschusses und Mitglied im Kirchenkreisrat

„Es ist für mich beeindruckend, wie und mit welchen Mitteln frühere Generationen diese herrlich anzusehenden Kirchen in Stadt und Land geschaffen haben. Mindestens ebenso viel Bewunderung verlangt es mir ab, wie es gelungen ist, diese Bauwerke durch das Auf und Ab der Geschichte hinüber zu retten.
Ich sehe es als unsere Pflicht an, diese baulichen Zeitzeugen für die Nachwelt zu erhalten.
Meinen Teil dazu möchte ich durch mein Engagement in der Stiftung für Kirchliches Bauen beitragen und ich bin mir sicher, dass die Kirchtürme noch lange Zeit unser Landschaftsbild und unsere Stadtsilhouetten prägen.“

Oberkirchenrat Dr. Hans-Peter Hübner
Mitglied im Vorstand der Stiftung „Kirchliches Bauen in Mecklenburg“, Mitglied des Landeskirchenrates der Evang.-Luth. Kirche in Bayern – Abteilungsleiter für Rechts-, Finanz- und Bauangelegenheiten der Kirchengemeinden und Dekanatsbezirke

„In Mecklenburg prägen Kirchen das Ortsbild und die Landschaft ganz besonders eindrücklich. Kirchen sind weithin sichtbare Adressen der Verkündigung des Evangeliums und geben Zeugnis vom Glauben der Menschen früher und heute. Dass  in Mecklenburg trotz struktureller und demographischer Veränderungen bisher alle 664 evangelischen Stadt- und Dorfkirchen erhalten werden konnten, ist Ausdruck ihrer weit über die Kerngemeinde hinausgehenden Bindekraft und Ausstrahlungswirkung. Konkret ermöglicht wurde dies durch das enorme Engagement der örtlichen Kirchengemeinden und Fördervereine, das kreative Augenmaß der Baufachleute,  Denkmalschutzmittel der öffentlichen Hand, nachhaltige landeskirchliche Unterstützung und nicht zuletzt durch die seit mehr als sechs Jahrzehnten bestehende Kirchenpartnerschaft der Evang.-Luth. Landeskirche/des Kirchenkreises Mecklenburg mit der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. Jährlich stellt diese der „Stiftung Kirchliches Bauen in Mecklenburg“ zusätzliche Baumittel zur Verfügung. Als Vertreter der bayerischen Landeskirche im Stiftungsvorstand  möchte ich mit dafür sorgen, dass die Mecklenburger Kirchengemeinden auch weiterhin ihren Eigenanteil für notwendige Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen schultern können.“