[img] Schwerin: Ahlbeck von See aus gesehen. Foto: Waschkau [img]
[img]
Start [img] Aktuell [img] Mecklenburg [img] Pommern [img] Beide Kirchen [img] Glauben [img] Marktplatz [img] Seelsorge [img] Jugend [img]
[img]
[img]
[img]
Seite drucken Seite als eMail senden
[img]
[img]
[img]

[img]
[img] Info&Service
[img] Adressen
[img] English Pages
[img] Impressum
[img] Nachrichten
[img] Neu in kirche-mv
[img] Rundbrief
[img] Übersicht










[img]
[img]
[img] [img]
[img]


Christoph Meissner

Startsignal - auf Antenne MV

 

Irrgarten

 

„Mein Leben ist ein einziger Irrgarten!“ - das hat mir vor kurzem eine ältere Hörerin gestanden und erzählte: „Als Kind mussten wir von Danzig nach Bayern flüchten, dann sollte ich nach Sachsen, da kam die Mauer. Zu DDR-Zeiten zog ich nach Wismar und nach der Wende verschlug es mich dann ins Ruhrgebiet. Jetzt bin ich wieder hier im schönen Mecklenburg-Vorpommern... aber angekommen bin ich irgendwie noch nicht!“

 

Mein Leben ist ein einziger Irrgarten! – wer hatte nicht schon ab und an mal dieses Gefühl? Wie schnell kann man sich im Leben verlaufen, den falschen Weg einschlagen oder in Sackgassen stecken bleiben...also ich kenn das auch. Das ist das Labyrinth des Lebens.

 

Aber haben Sie schon mal bemerkt, dass es zwei verschiedene Sorten Labyrinthe gibt?

1. Der Irrgarten mit Wegen, die sich verzweigen und von denen alle bis auf einen nicht zum Ziel führen. Die enden in Sackgassen oder kehren als Schleifen in sich zurück. Ein Verirren ist möglich. Die Mais-Labyrinthe bei uns im Land sind meist solche Exemplare.

 

Und 2. Die Labyrinthe mit in sich verschlungenem oder gefaltetem Weg, der sich aber nicht verzweigt, sondern eindeutig zu einem Ziel führt - meist in der Mitte . In einem solchen Labyrinth ist es nicht möglich, sich zu verirren. Bewegt man sich ununterbrochen voran, erreicht man mit Sicherheit das Ziel. Dieser Typ Labyrinth unterscheidet sich auch im übertragenen, symbolischen oder spirituellen Sinn vom Irrgarten.

 

Und genau solch ein Labyrinth mit Ziel soll auf dem Gelände des Pilger-Klosters Tempzin entstehen. Die Projekt-Idee stammt von Ute Diepen-brock. Sie ist Theologin, Kirchenpädagogin und Künstlerin in einem. Und sie wird die Aktion auch ehrenamtlich begleiten. Während des „Kloster- & Pilgerfestes“ an Pfingstmontag ist es schon mal provisorisch ausgelegt.

 

„Wenn genug Helfer zusammenkommen“ sagt die Künstlerin, „wird es im Laufe des Jahres ein begehbares Labyrinth geben.“

Danach soll es allen Interessierten öffentlich zur Verfügung stehen, um eigene Labyrinth-Erfahrungen zu machen.

 

Vielleicht spüren Sie dann: „Mein Leben ist zwar ein einziges Labyrinth ...aber kein Irrgarten!“

 

 

Christoph Meissner

 

 


Zurück


[img]