Evangelische Schule Spornitz
Evangelische Schule Spornitz "Johannes Gillhoff" Sekundarstufe I
ev-schule-spornitz.de
1. Allgemeine Grundsätze
Evangelische Schulen wirken neben den öffentlichen Schulen bei der Erfüllung der allgemeinen öffentlichen Bildungsaufgaben sowie Bildungszielen eigenverantwortlich mit. Sie ergänzen, bereichern und beleben das Schulwesen und spiegeln den nach der Auslegung des Bundesverfassungsgerichts von 1987 im Grundgesetz gewollten „schulischen Pluralismus“ der Bundesrepublik wider.
Eine zentrale Aufgabe für die Evangelische Schule Spornitz ist daher die Erarbeitung eines individuellen Profils, selbstverständlich unter Berücksichtigung der vorgegebenen staatlichen Richtlinien, wie z.B. Lehrpläne und Schulabschlussprüfungen.
So sollen die Kinder und Jugendlichen zu einer Lebensgestaltung in christlicher Verantwortung geführt werden und jene Qualifikationen vermittelt bekommen, die für den beruflichen Werdegang in unserer sich stark verändernden Gesellschaft notwendig sind.
Die Evangelische Schule Spornitz leistet mit der Entwicklung und Verwirklichung eines besonderen Bildungskonzeptes einen Beitrag zur weiteren Schulentwicklung im allgemein bildenden Bereich.
Begründung:
Die Lebens- und Erfahrungswelt der Kinder hat sich in den letzten Jahren rasch verändert. Die Einschränkung von Primärerfahrungen , der Wandel der familiären Rahmenbedingungen, wie z.B. Arbeitslosigkeit oder hoher Zeitaufwand im Berufsleben der Eltern und der wachsende Anteil von Kindern mit psychischen Problemen in einer auf Leistung hin orientierten Gesellschaft mögen als Beispiel für die vielen Veränderungen stehen, denen die Heranwachsenden heute ausgesetzt sind.
Die Evangelische Schule Spornitz ist eine Schule, die das Kind in seiner Ganzheit und Einmaligkeit annimmt, seinen Forscherdrang und Wissensdurst und seine natürliche Neugierde aufgreift, fördert und gestaltet.
Durch Anerkennung und Herausbildung der in jedem Kind und Jugendlichen schlummernden individuellen Kreativität soll Selbstvertrauen aufgebaut und gefestigt, und durch das Miteinander in der Schule sollen soziale Kompetenz und Rücksichtnahme gefördert werden.
Diese Schule ist eine Schule für alle Kinder.
Die pädagogische Konzeption der Evangelischen Schule Spornitz zielt darauf ab, niemanden wegen seiner individuellen Befindlichkeiten auszugrenzen, sondern auf das jeweilige Kind abgestimmt Hilfe, Förderung und Forderung zu geben.
2. Pädagogisch – organisatorische Grundsätze
Die Evangelische Schule Spornitz versteht sich als Schule, in der Kinder unterschiedlicher Begabungen und Fähigkeiten gemeinsam lernen. Dabei wird angestrebt, dass alle Schüler entsprechend ihren individuellen Voraussetzungen ein optimales Leistungsniveau erreichen. Dies setzt hohes Engagement, Flexibilität und Einfühlungsvermögen des pädagogischen Personals voraus. Schwächen und Stärken jedes Einzelnen müssen erkannt werden, um zielgerecht darauf einzuwirken.
Die Schule stellt sich die Aufgabe, das humanistisch – christliche Menschenbild in seiner Vielfältigkeit und Komplexität zu vermitteln. Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule beinhaltet die Entwicklung von Selbstbewusstsein, Teamgeist, Fairness, Toleranz, Zivilcourage, Kreativität, ökologischem Bewusstsein sowie Friedfertigkeit.
Unterricht und Schulleben werden reformpädagogisch orientiert gestaltet.
Die reformpädagogischen Unterrichtsprinzipien sollen an der Evangelischen Schule Spornitz eine umfassende individuelle Förderung der Ganzheit der Schülerpersönlichkeit er-möglichen, denn jedes Kind ist einzigartig, es hat seinen eigenen Wert und seine eigene Würde. Beides ist unersetzbar. Unabhängig von Rasse, Nationalität, Geschlecht, sozialer Herkunft und Religion soll jedes Kind seine eigene Identität entwickeln können.
Die Verhaltens- und Leistungsfeststellung eines Kindes findet möglichst immer auf Grund des eigenen Entwicklungsverlaufes des Kindes statt, d.h. dass die Kinder nicht miteinander, sondern immer mit ihrem eigenen Entwicklungsstand verglichen werden. Jedes Kind soll nach seinem besten Können Leistungen erbringen auf vielen Gebieten.
In Besprechungen mit den Kindern über ihr Verhalten und ihre Leistungen in Gesprächen mit den Eltern und den schriftlichen Beurteilungen wird diesem Prinzip entsprochen.
Die Lehrer erkennen mit Beginn ihrer Lehrertätigkeit die vorliegende Konzeption an, sie verpflichten sich zur bedarfsgerechten Fort- und Weiterbildung und nehmen aktiv an der Ausgestaltung teil.
3. Leben und Lernen in christlicher Gemeinschaft
Die Schulgemeinschaft ist geprägt durch ein Miteinander von Schülern, Eltern und Lehrern.
Auf der Grundlage einer christlichen Lebensauffassung übernehmen, soweit möglich, alle Mitglieder dieser Gemeinschaft Verantwortung für schulische Prozesse und Veranstaltungen. Auf diese Weise gestalten alle Beteiligten die Schule aktiv mit und erfüllen sie mit Leben.
In diesem Sinn sehen wir uns der evangelischen Tradition und dem christlichen Menschenbild verpflichtet, d.h. Wertschätzung jedes Einzelnen. Diese Tradition soll den gesamten Schulalltag in Lern-, Fest- und Lebensgestaltung mit prägen und dadurch der heranwachsenden Generation verstehbar gemacht und nahe gebracht werden. Darum ist evangelischer Religionsunterricht integrativer Bestandteil des Schulalltags im Sinne von ethischer und christlicher Wertevermittlung, die zur Offenheit gegenüber Andersdenkenden führt.
Ebenso sollen die Schüler zur Offenheit für andere Kulturen und Religionen geführt werden. Dabei ist evangelischer Religionsunterricht nicht nur als losgelöstes Unterrichtsfach anzusehen, sondern im Sinne des ganzheitlichen Lernens soll die Schule zu sozialem Miteinander, Engagement für Schwache und damit zum Verstehen christlicher Werte, Toleranz und feinfühligem Umgang miteinander befähigen.
Für die Entfaltung und das Heranführen an christliche Traditionen und Werte nutzt die Schule dabei auch als Lebensraum die Zusammenarbeit mit den evangelischen Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen der Region. Der Religionsunterricht und die Schule sind dabei offen auch für Kinder, die nicht religiös geprägt sind, und wirkt in ihrem Arbeitsstil grundsätzlich nicht vereinnahmend oder ausgrenzend.
4. Lernformen
Die Basis für die schulische Arbeit bilden verschiedene reformpädagogische Konzepte (P. Petersen, M. Montessori, Waldorf-Pädagogik, C. Freinet):
1. Stammgruppen und Jahrgangsklassen
2. Abweichung vom 45-Minuten-Takt
3. Wochenplanarbeit und gebundener Unterricht
4. Pensenbücher und Zensuren
5. Schule als Lebensstätte
Zu 1.: Stammgruppen und Jahrgangsklassen
Eine Jahrgangsklasse ist zusammengesetzt aus Schülern einer Klassenstufe, sie lernen gemeinsam während des gebundenen Unterrichts.
In einer Stammgruppe werden zwei bzw. drei Jahrgänge zusammengefasst, d.h. der fünfte und sechste Jahrgang und der siebente, achte und neunte Jahrgang bilden jeweils eine Stammgruppe. Der zehnte Jahrgang soll eine eigene Stammgruppe umfassen, um eine ganz individuelle und gezielte Prüfungsvorbereitung zu gewährleisten. Durch die Jahrgangsmischung entsteht auch ein „natürliches“ Lernumfeld. Nirgendwo – außer in der Schule – werden Menschen in altershomogene Gruppen separiert. In der Firma, in der Familie, im Verein, überall wird die Möglichkeit geboten, dass die Älteren von der Spontaneität der Jüngeren profitieren und den Jüngeren das Wissen und die Erfahrung der Älteren zu Gute kommt. Ein weiterer Vorteil ist es, dass Schüler, die das Lernziel ihres Jahrgangs nicht erreichen konnten, in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können.
Zu 2.: Abweichung vom 45-Minuten-Takt
Nicht jeder Unterrichtsstoff lässt sich zwangsläufig in einen 45-Minuten-Takt pressen oder auf 45 Minuten ausdehnen. Darum wird in der Regel in Blöcken von 80 Minuten unterrichtet. Das bedeutet auch die Ermöglichung der Projektarbeit – das Am-Thema-Bleiben.
Zu 3.: Wochenplanarbeit und gebundener Unterricht
Neben dem Fachunterricht nimmt die Wochenplanung eine zentrale Stellung ein. Hier wird Raum gegeben für forschendes und entdeckendes Lernen, das durch die selbstständige Aneignung von Erkenntnissen zum Aufbau eigener Sinn- und Erkenntnisstrukturen und schließlich zum eigenständigen Handeln führt.
Freies Arbeiten gelingt jedoch nur, wenn Eigenschaften wie Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer und Leistungsbereitschaft vorhanden sind bzw. entwickelt werden. Zu den Regeln der Freiarbeit gehört u.a., kein Kind bei seiner Arbeit zu stören sowie benutzte Materialien leise zu holen bzw. wieder an den Platz zurückzubringen.
Die Schüler erhalten zu Beginn der Woche einen Aufgabenplan, der sowohl Pflichtaufgaben als auch Alternativ- und Zusatzaufgaben enthält. Im Laufe der Woche wird dieser von den Schülern in freier Zeiteinteilung und Reihenfolge bearbeitet. Damit lernen die Kinder und Jugendlichen Eigenverantwortung zu übernehmen und erhalten innerhalb der Wochenplanarbeit eine maximale Förderung aufgrund von individuellen und differenzierten Lernangeboten. Dabei sollen sie zunehmend befähigt werden, sich auch neuen Lernstoff selbstständig zu erarbeiten.
Während der Freiarbeit bestehen die Hauptaufgaben der Pädagogen im genauen Beobachten, Anregen und Helfen, getreu dem Leitsatz Maria Montessoris, „Hilf mir, es selbst zu tun“.
Parallel dazu gibt es natürlich Instruktionsphasen bei Neueinführungen, die im Klassenverband und über den traditionellen Frontalunterricht realisiert werden.
Zu 4.: Pensenbücher und Zensuren
Um eine bessere Differenzierung und Durchlässigkeit der Beurteilung des Leistungsstandes zu erreichen, sollen Pensenbücher die grundlegende Form der Bewertung und Beurteilung darstellen. Darüberhinaus erfolgen verbale Kurzberichte zum Leistungsstand und zur allgemeinen Entwicklung in 6-wöchigen Abständen. Daneben muss es jederzeit möglich sein, ein Notenzeugnis zu erstellen. Dies wird notwendig bei Umzug, Schulwechsel, Bewerbung usw.. Ab Klasse 9 streben wir neben dem Pensenbuch generell ein Notenzeugnis an. Beides wird halbjährlich und in einem persönlichen Gespräch Schülern und Eltern übergeben.
Zu 5.: Schule als Lebensstätte
Alle am Schulleben Beteiligten gestalten die Klassen- und Fachräume, ebenso den Schulhof. Als Lebensort bietet die Evangelische Schule Spornitz eine optimale Grundlage (s. Teil II). Darüberhinaus ist der Tagesablauf kindgerecht rhythmisiert (s. Stundenplan im Anhang). Ebenso werden folgende wichtige Aspekte einer integrativen Ganztagsschule berücksichtigt:
Tätigkeit und Ruhe,
Freizeit und gebundene Arbeitszeit,
Angebote und Verbindlichkeiten,
Alleinsein und Gemeinsamkeit,
Morgenkreise,
Versammlungen,
Aufführungen,
Ausstellungen,
Feste und andere Aktivitäten.
5. Integration
Jedes Kind ist einmalig und in seiner Eigenart zu respektieren, unabhängig von seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten und gesellschaftlichen Wertvorstellungen.
Die Akzeptanz der Verschiedenheit und Einzigartigkeit der Kinder und Jugendlichen sowie die Tatsache, dass die Menschen nur im Miteinander die eigene Identität herausbilden können, setzt uns das Ziel, die Begegnung der Verschiedenen zu ermöglichen und zu fördern. Behinderte und nicht behinderte sowie ausländische Kinder und Jugendliche gemeinsam lernen zu lassen, ermöglicht vielfältige Kontakte, die letztlich dazu beitragen, dass individuelle Leistungen und Leistungsmaßstäbe akzeptiert werden und der Wettbewerb in den Hintergrund rückt. Die Schüler lernen, ihre eigenen Stärken und Schwächen und die der Mitschüler einzuschätzen und anzuerkennen.
Grundlegend dafür ist, dass im Unterricht eine konsequente Differenzierung des Lernangebotes unter Wahrung des Prinzips des gemeinsamen Lernens am gleichen Gegenstand umgesetzt wird. Eine wichtige Rolle spielt hierbei der Einsatz des Tages- bzw. Wochen-planes. Die Ziele und Inhalte können so entsprechend dem individuellen Förderbedarf der Kinder und Jugendlichen angepasst werden.
6. Schulorganisatorische Rahmenbedingungen
6.1.Grundsätze für das Genehmigungsverfahren
Die Evangelische Schule Spornitz übernimmt die Bildungs- und Erziehungsziele der Regelschulen im Lande Mecklenburg-Vorpommern in ihren wesentlichen Bestandteilen. Sie geht damit von der Gleichwertigkeit ihrer Ausbildungsziele und Lehrgegenstände mit denen der staatlichen Schulen aus.
Der Unterricht erfolgt auf der Grundlage der jeweils gültigen Stundentafel für die staatlichen Regelschulen in Mecklenburg-Vorpommern. Davon abweichende Regelungen werden dem Kultusministerium zur Genehmigung vorgelegt.
Der Träger verpflichtet sich, bei der Aufnahme der Schüler, beim Schulwechsel sowie bei der Durchführung von Prüfungen die für staatliche Schulen entsprechend geltenden Regeln zu beachten.
Es unterrichten Lehrkräfte, die die gleichen Abschlüsse haben wie die Lehrerinnen und Lehrer an vergleichbaren staatlichen Schulen. Darüber hinaus müssen die Lehrkräfte bereit sein, an Fortbildungsveranstaltungen zum Bereich der Reformpädagogik regelmäßig teilzunehmen.
6.2. Schulorganisation
Um das Lernen im Tages- und Wochenrhythmus mit Freiräumen für die individuellen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen, wird die Schule als Ganztagsschule organisiert.
Durch die ganztägige Betreuung soll die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler zusätzlich gefördert werden, soziale Fähigkeiten, sinnvolle Freizeitgestaltung und die Beziehung zwischen Schülern der verschiedensten sozialen Gruppen sollen verstärkt werden. Die fest im Stundenplan verankerten Arbeitsstunden sollen die notwendige eigene Arbeit der Schüler ritualisieren und zu einer Selbstverständlichkeit werden lassen. Dies erweist sich als notwendig, da die Akzeptanz von Hausaufgaben kaum noch gegeben ist.
Für den Aufbau einer Ganztagsschule sehen wir folgende Gründe:
Kinder und Jugendliche, deren Lebens- und Erfahrungsräume durch den Verlust an Spiel- und Treffpunkten und die Ausdünnung sozialer Kontakte im Wohnumfeld eingeengt sind, brauchen Angebote, die stabile Gruppenbeziehungen und sinnvolle Tätigkeiten ermöglichen.
Kinder und Jugendliche, deren Mütter und/oder Väter berufstätig sind, brauchen die zeitlich verlässliche pädagogische Zuwendung; sie müssen Ansprechpartner haben, wissen, wohin sie hingehören, angenommen sein.
Kinder und Jugendliche, die unsere Wirklichkeit aus zweiter Hand, durch Fernsehen und Videos erfahren, brauchen nicht nur Hilfen bei der Deutung von Informationen und Bildern, sie brauchen vor allem Anregungen zur Selbsterfahrung und zur Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Wirklichkeit.
Kinder und Jugendliche, die in der Gefahr stehen, als Ausländer- oder Aussiedlerkinder ausgegrenzt zu werden, brauchen eine zusätzliche Chance der Integration.
Dabei wird eine Zusammenarbeit zwischen allen ortsansässigen Freizeiteinrichtungen (Jugendclub, Sportverein, Feuerwehr sowie der Kirche) angestrebt.
Die Evangelische Schule Spornitz
Die Evangelische Schule Spornitz ist eine integrative Schule der Sekundarstufe I. Der Einzugsbereich umfasst zunächst die Gemeinde Spornitz und die umliegenden Orte; da es sich aber um eine Ersatzschule handelt, können auch Kinder aufgenommen werden, die weiter entfernt wohnen.
Das Schulgebäude befindet sich mitten im Dorf Spornitz neben der Kirche. Die Schule verfügt über angemessene Außenanlagen. Das sind ein begrünter Pausenhof, ein Innenbiotop, Sporthalle und Sportplatz. Die Bushaltestelle befindet sich direkt vor dem Schulgebäude.
Große helle Unterrichtsräume, breite Flure und eine gute technische Ausstattung ermöglichen vielfältige Aktivitäten.
Der Schulbetrieb:
Rhythmisierung des Ganztages
-offener Beginn
-Blockunterricht (80 Minuten)
-angemessene Pausenverteilung
-offene Angebote in der Mittagspause
-Mittagessen
-Feste Arbeitsstunden nach der 6. Stunde
Förder- und Forderunterricht in Deutsch für alle Klassen, in Ma/NaWi für die 5. Klasse
Die Unterrichtsorganisation
Vorbemerkung: Der Unterricht erfolgt grundsätzlich nach den gültigen RRL für das Land M-V; ebenso werden die Stundentafeln für die einzelnen Jahrgangsstufen eingehalten. Bei organisatorischem oder pädagogischem Bedarf werden einzelne Fächer in der Epoche unterrichtet.
Integrierte Fächer
Um die erwünschte fächerübergreifende projektorientierte Arbeit zu realisieren, erfolgt der Unterricht in den Lernbereichen Naturwissenschaften und Gesellschaftslehre auf integrative Weise.
Der Lernbereich Naturwissenschaften umfasst die Fächer Biologie, Chemie und Physik und wird nach der Konzeption der Projektgruppe PING (Schleswig-Holstein) unterrichtet.
Der Lernbereich Gesellschaftslehre umfasst die Fächer Geschichte, Geografie, Sozialkunde. Sie werden in der Epoche oder integriert unterrichtet. Die Schule erstellt die RRL und die Stoffverteilungspläne.
Der Wahlpflichtunterricht
Der WP-Unterricht wird jahrgangs- und bildungsgangübergreifend erteilt. Ihm kommt eine besondere pädagogische Bedeutung zu.
-Für die Klassen 5 und 6 werden die Themen „Haustiere“ und „Kochen und Backen“ angeboten. Ein Wechsel ist zum Halbjahr möglich.
-Für die Klassen 7/8 und 9 werden die Themen „Hauswirtschaft“ (2 WSTD), „Berufsorientierung“ (2 WSTD). Kunst- und Textilgestaltung“ (2 WSTD), „Theater“ (2 WSTD) und „Französisch“ (4 WSTD) angeboten. Diejenigen SchülerInnen, die nicht Französisch belegen, wählen also 2 Kurse aus. Ein Wechsel ist zum neuen Schuljahr möglich.
Jahrgangs- und bildungsübergreifender Unterricht in anderen Fächern:
-Kunst (Kl. 5/6) -Englisch (Kl. 7/8)
-Sport (Kl. 5/6) (mit Fachleistungsdifferenzierung
-AWT/Inf. (Kl. 5/6) -Mathematik (Kl. 7/8)
(mit Fachleistungsdifferenzierung)
-NaWi (Kl. 7/8)
-Sport (Kl. 7/8)
-AWT/Inf. (Kl 7/8)
-Förder- und Forderunterricht Deutsch für alle SchülerInnen
Schön- und richtig schreiben, B. Laut und leise lesen, C. Freies Schreiben)
-Gemeinsame Arbeitsstunden
Aktivierung der Elternarbeit
-Elternverein
-Förderverein
-Mithilfe bei Schulveranstaltungen
-Mithilfe im Projektunterricht
Eigenverantwortung der SchülerInnen
-Betreuung der Schülerbibliothek
-Spielausleihe
-Versorgung der Haustiere, der Zimmerpflanzen, der Aquarien und des Innenbiotops
-Reinigung des Arbeitsplatzes (auch Umkleideraum in der Sporthalle) und des Klassenraums
-„Sandwich-Man“ im Wechsel als Bekanntgeber des Unterrichtsbeginns und der Mittagessenszeit
-Milchverkauf
Gestaltung der Klassenräume (dem Entwicklungsstand der Schüler angepasst):
-Klasse 5 Farbgebung gelb
-Klasse 6 Farbgebung hellorange
-Klasse 7 Farbgebung blau
-Klasse 8 Farbgebung blaugrün
-Klasse 9/10 Farbgebung grün
Die Differenzierung
In den einzelnen Fächern/Gruppen wird der Unterricht binnendifferenziert gestaltet.
Die äußere Fachleistungsdifferenzierung erfolgt ab Klasse 7 in den Fächern Englisch und Mathematik, ab Klasse 9 auch in Deutsch. Leistungsschwächere Schüler bilden den Grundkurs, leistungsstärkere Schüler den Erweiterungskurs. Das jeweilige Lehrerteam und die Eltern beraten und entscheiden gemeinsam über die Kurswahl.
Die Leistungsbewertung
Die Leistungsbewertung erfolgt verbal – ohne Ziffernzensuren – bis zum Ende der Klasse 8. Die LehrerInnen fertigen schriftliche Kurseinschätzungen über den Leistungs- und Entwicklungsstand der SchülerInnen an (s.o.).
Ab Klasse 9 werden alle Schülerleistungen durch Ziffernzensuren und verbale Einschätzungen bewertet (Pensenbücher).
Die SchülerInnen steigen ohne Versetzung in die nächsthöhere Klassenstufe auf (bis zur 9. Klasse). Eine freiwillige Wiederholung ist im Einvernehmen mit den Eltern möglich.
Abschlüsse
Es werden folgende Abschlüsse vergeben:
Der Abschluss „Berufsreife“;
der Abschluss „Mittlere Reife“;
der Abschluss „Mittlere Reife + Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe“
Alle Schüler machen eine Prüfung, um in die Klasse 10 versetzt zu werden. Damit haben sie automatisch den Abschluss „Berufsreife“ erlangt.
Über die Teilnahme an der Prüfung zur Erlangung der Mittleren Reife entscheidet die Klassenkonferenz unter Zugrundelegung der Bestimmungen für die Regionale Schule.
Evangelische Schule Spornitz
Friedensstraße 43, 19372 Spornitz
Tel.: 038726/20738
Fax: 038726/22370
Gegründet: Schuljahr 2002/2003
Bezeichnung: Schule der Sekundarstufe I, Klassen 5 – 10
Schulleiterin: Seit 1.8.2003 Hannelore Wawerka-Driesch

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