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Sommercamp für Jugendliche an ehemaliger deutsch-deutscher Grenze

Jugendliche zum Regenbogenprojekt eingeladen

06.05.2011 | Greifswald (rn/mwn). Ein Regenbogen für die künftige Nordkirche ist das Thema eines zweiwöchigen Jugendworkcamps vom 1. bis 14. August an der früheren deutsch-deutschen Grenze in Herrnburg – hier sind noch Plätze frei.

Im August 2011 entsteht Neues an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Wo die Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg- Vorpommern aufeinandertreffen und die Landeskirchen Nordelbien, Mecklenburg und Pommern zusammenwachsen, findet ein zweiwöchiges internationales Jugendworkcamp statt. Bei der Begegnung soll neben neuen Einsichten und Freundschaften unter Gleichaltrigen aus Deutschland, Polen, Serbien und Südafrika ein großer hölzerner Regenbogen entstehen, als einladendes Spielgerät und symbolischer Brückenschlag. Die Verfassunggebende Synode der Nordkirche hat dieses Projekt mit einer Kollekte unterstützt.

Das diesjährige Regenbogenprojekt gehört zur „Dekade zur Überwindung von Gewalt 2001-2010“ – einer Initiative des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK). Die Dekade findet 2011 ihren Abschluss in einer großen Versammlung auf Jamaika. „Frei nach Nelson Mandelas Worten ‚We are a nation under the rainbow‘ sind wir Kirche unter dem Regenbogen. Wir freuen uns an bunter Vielfalt, wir nehmen das Verbindende wahr und setzen Zeichen für Hoffnung auf gerechten Frieden“, erläutert Pastor Rolf Martin vom Kirchenkreis Hamburg- Ost, Koordinator des Regenbogenprojekts.

Der Kirchenkreis Hamburg-Ost und die Arbeitsstelle „Gewalt überwinden“ der Nordelbischen Kirche sind die Veranstalter des Projektes. Koordinator Pastor Rolf Martin unterstreicht: „Der Regenbogen, ein Spielgerät aus Holz, soll daran erinnern, dass sich eine menschenverachtende Trennungslinie durch unser Land gezogen hat. Er soll daran erinnern, wie viel Unrecht auf dem Boden unseres Landes geschehen ist. Er soll Ausdruck der Hoffnung sein, dass man Gewalt und Unrecht überwinden kann – und seine jugendlichen Erbauer fordern durch ihr Engagement die Nordkirche auf, sich weiterhin für die Überwindung von Gewalt einzusetzen.“

Für den diesjährigen Workshop vom 1. bis 14. August sind noch Plätze frei. Sie werden bevorzugt an Teilnehmer aus der Mecklenburgischen und Pommerschen Kirche vergeben. Sie sollten zwischen 16 und 27 Jahren alt sein und Interesse haben, ein „historisches Zeichen“ zu setzen. Teilnehmerkosten: 200 Euro (Ermäßigung möglich).