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Ehrenamtliches Engagement

Siemerling-Sozialpreis an Ursula Hase verliehen

08.03.2019 ǀ Neubrandenburg/Hagenow.  Für ihren langjährigen Einsatz für Menschen mit Behinderung hat Ursula Hase (75) aus Hagenow am Donnerstag in Neubrandenburg den mit 10.000 Euro dotierten Siemerling-Sozialpreis 2019 verliehen bekommen. Ursula Hase engagiere sich seit Jahren ehrenamtlich für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben, hieß es zur Begründung. Sie habe die Gründung der Lebenshilfe Hagenow im Jahr 1990 maßgeblich befördert und deren Arbeit über die Jahre mit hohem Einsatz unterstützt.

Bewundernswert sei Hases Einsatz "für das Füreinander in unserer Gesellschaft", sagte der Schweriner Bischof Andreas von Maltzahn in seiner Laudatio. "Und das nicht nur mit Herzenswärme und quirliger Lebensenergie, sondern auch mit verbriefter Kompetenz." Hase sei nicht nur Krankenschwester und staatlich anerkannte Erzieherin. Sie habe auch unter den neuen politischen Verhältnissen nach der Friedlichen Revolution noch mit 50 Jahren das Studium der Sozialpädagogik "unter erheblichem Aufwand berufsbegleitend bewältigt".

Für das Lebenshilfewerk Hagenow hat Ursula Hase 1993 die Pflege- und Fördereinrichtung für 40 Menschen mit schwerstmehrfachen Behinderungen aufgebaut, mitgestaltet und bis zum Eintritt ins Rentenalter geleitet. Noch heute ist sie Vereinsvorsitzende der Lebenshilfe Hagenow und setzt sich für Menschen mit Handicap ein. Zudem arbeitet Ursula Hase ehrenamtlich als Stadtvertreterin in Hagenow sowie seit 2008 als Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Lebenshilfewerk für Menschen mit Behinderung.

"Frau Hase hat sich den Siemerling-Preis aufgrund ihres langjährigen, unermüdlichen Engagements für Menschen mit Handicap wirklich verdient", sagte Rainer Prachtl, Vorsitzender des Kuratoriums der Dreikönigsstiftung. Mit dem Preis werde auch ihr soziales Lebenswerk geehrt.

1994 wurde der Siemerling-Sozialpreis erstmals ausgeschrieben. Mit ihm werden Menschen geehrt, die sich in besonderem Maße um christlich-humanistische, kulturelle oder soziale Werte verdient gemacht haben. Der Preis erinnert an die Neubrandenburger Familie Siemerling, die seit dem 18. Jahrhundert über mehrere Generationen als Ärzte, Apotheker, Kaufleute und Bankiers wirkte. Die Familienmitglieder förderten das städtische Gemeinwesen, den wirtschaftlichen Aufstieg und das geistige Leben. Zuletzt war 2018 der Franziskanermönch Gabriel Zörnig geehrt worden, der sich seit Jahren in der Seelsorge für Gefangene engagiert.
Quelle: epd

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