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Pommerscher Bischof weiter gegen Segnung Gleichgeschlechtlicher

 

Greifswald (epd). Der Bischof der pommerschen Kirche, Hans-Jürgen Abromeit, lehnt eine Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften weiterhin ab. Angesichts der biblisch-theologischen Hintergründe entspreche dies "nicht dem Leitbild der christlichen Kirche", sagte der Theologe am Sonntag in Greifswald dem epd. Seiner Ansicht nach stelle diese Auffassung jedoch keinen Stolperstein auf dem Weg zu einer Nordkirche dar.

 

So gebe es auch in Nordelbien keine gesetzlichen Festlegungen, sondern lediglich eine Handreichung zu diesem Thema. Demnach sei dort die Segnung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft möglich, wenn dies Konsens zwischen Propst, handelndem Geistlichen und Kirchengemeinde vor Ort ist. "Ein Kirchenkreis kann sich also durchaus entscheiden, keine Segnungen vorzunehmen. Niemand wird gezwungen, etwas zu tun, was er vor seinem Gewissen nicht verantworten kann", so Abromeit.

 

Was die Ordination homosexueller Pfarrerinnen und Pfarrer anginge, so sei in Pommern "wie auch sonst in den lutherischen Kirchen" vorgesehen, dass der Bischof im Rahmen einer Einzelfallregelung entscheiden kann. "Wenn ich zugrunde lege, dass ich in den vergangenen acht Jahren überhaupt nur ein konkretes Gespräch dazu geführt habe, muss ich feststellen, dass es sich bei diesen Fragen um ein Detailproblem handelt", so der pommersche Bischof. Er halte es daher "für unangemessen, zu prinzipiellen Regelungen kommen zu wollen".

 

Der nordelbische Bischof Gerhard Ulrich hatte erst kürzlich vor der Synode seiner Landeskirche betont, dass es in der Frage der Segnung homosexueller Partnerschaften "ein fusionsbedingtes Zurück hinter die in unserer Kirche erreichte Beschlusslage und Praxis mit mir nicht geben wird". Pommern, Nordelbien und Mecklenburg wollen zu Pfingsten 2012 eine gemeinsame Landeskirche bilden. Darin käme Pommern der Status eines Kirchenkreises zu. (8.3.2010)

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