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"Es geht ganz einfach um Anerkennung"

Schwesig: Ostdeutsche nicht überheblich behandeln

21.09.2017 ǀ Hamburg.  Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat mehr Anerkennung für Ostdeutsche verlangt. Von ihren Eltern wisse sie, dass Entwertungsgefühle nicht nur mit Geld zu tun hätten, sagte sie der "Zeit". "Es geht ganz einfach um Anerkennung." Es dürfe nie vergessen werden, welche Aufbauleistung die ältere Generation vollbracht habe. Ihr Vater sei nach 1990 arbeitslos geworden. Das sei ein tiefer Einschnitt für die Familie gewesen.

Mit Arroganz werde es auch keine sinnvolle Auseinandersetzung mit ostdeutschen Wutbürgern geben. "Manchmal kommen Westdeutsche und sagen: Die sollen sich mal nicht so haben. Die sollen mal dankbar sein." Aber mit dieser Einstellung komme sie an niemanden heran. Wenn eine Rentnerin ihr erkläre, die Flüchtlinge seien besser gestellt als sie selbst, dann helfe es nicht zu sagen, dass man so nicht argumentieren dürfe. "Man muss erst mal zuhören, sich für die Argumente öffnen, auch wenn man sie für falsch hält."
Quelle: epd