 |
 |


Hans-Ulrich Keßler stellt das Programm vor
|
 |


Jennifer Mae Graf berichtet aus Heringsdorf
|
 |


Dr. Eberhard Buck bei der Einführung
|
 |


Landesjugendpfarrer Martin Wiesenberg
|
 |


Detlef Bothe von der Greifswalder Fischerschule informiert
|
 |


Katechet Cord Bollenbach und Schulleiter Frank Fandrich aus Loitz berichten
|
Kirche und Schule – Vom Haus des Lernens zum Haus des Lebens
Greifswald (ran). Die kirchlich-schulische Zusammenarbeit war das Thema eines Studientages am Mittwoch im Greifswalder BerufsBildungsWerk. Am Beispiel der Kirchenführerausbildung am Gymnasium Heringsdorf zeigte Vikarin Jennifer Mae Graf, wie Jugendliche der 10. Klasse im Rahmen des Projektunterrichtes Begeisterung für die Sprache des Kirchengebäudes finden konnten. Immerhin haben sie am Ende des Kurses ihre Klasse über eine Stunde das Heringsdorfer Kirchengebäude erleben lassen – und im Sommer wollen sie auch eine erste Führung für Touristen wagen.
Dies war ein Praxisbeispiel für die kirchlich-schulische Zusammenarbeit, die Dr. Eberhard Buck vom TEO-Projekt (Tage ethischer Orientierung) in drei Punkten skizzierte: Die Schule ist bereit und auch gesetzlich für die Zusammenarbeit mit der Kirche verpflichtet. Sodann gibt es positive Rückmeldungen von Seiten der Schulen: “Mit Euch kann man etwas machen,” zititerte Buck einen Lehrer. Und als dritte Ebene betonte er das Handeln. Das aber gehe nur, wenn man Beziehungen aufbaue und die Bedürfnisse der Jugendlichen kenne. Er teilte auch mit, daß im Rahmen des TEO-Projektes inzwischen mit 150 Schulen verläßliche Beziehungen bestünden. Insgesamt gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 672 Schulen mit 151.000 Schülerinnen und Schülern.
Und Handlungsfelder für die Kooperation gibt es sehr viele, etwa in den Ganztagsschulen, beim TEO-Prijekt, bei der Kirchenpädagogik, der Projektarbeit, dem Diakonischen Lernen oder bei der Demokratiepädagogik, bei der “noch viel auf uns zukommen wird,” so Buck.
Kirchenrat Hans-Ulrich Keßler stellte die neu erschienene Orientierungshilfe vor, worin er feststellt, daß “ungefähr vier Mal mehr Kinder und Jugendliche den evangelischen Religionsunterricht besuchen als wir Kirchenmitglieder unter 18 Jahren haben.” Die Arbeitshilfe ist im Download (820 KB) zu erhalten. Neben der Beschreibung des Kooperationsfeldes sind rechtliche Grundlagen und Beispieltexte enthalten.
In einem “Lernkarussell”, wo an sieben Tischen verschiedene Beispiele von Kooperation erläutert wurden, konnte man sich in je zehn Minuten Informationen holen. So berichtete der Loitzer Schulleiter Frank Fandrich und der Loitzer Katechet Cord Bollenbach über die Kooperation in der Pfadfinderarbeit als erlebnispädagogisches Angebot. “An den Regionalen Schulen sind viele, die mit den Händen etwas machen wollen,” so Bollenbach und er fuhr fort: “Da macht mancher Förderschüler den anderen etwas vor.”
Der Jarmener Pfarrer Dietmar Mahnke berichtete beim Lernkarussell über die Projekttage “Es ist ein Kreuz mit den Kreuzen – Tod und Endlichkeit” mit 10. Klassen in Jarmen. Zwei Durchgänge seien schon gewesen und im September werde es eine weitere, nun dreitägige Veranstaltung, in den Räumen der Kirchengemeinde geben.
Kirchenrat Hans-Ulrich Keßler wies auf die vielfältigen Möglichkeiten von Kirche an der Schule hin und sagte, “die Schule entwickelt sich immer mehr vom Haus des Lernens zum Haus des Lebens” und dazu könne die Kirche für die Jugendlichen ihren spezifischen Beitrag einbringen.
Weitere Informationen: Kirche und Schule
(24.5.2007)

|