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Ev. Kirchengemeinden Sassnitz und Sagard

Pfarramt Sassnitz

Kirche in Sagard
Zum Pfarramt Sassnitz gehören die ev. Kirchengemeinden Sassnitz und Sagard (Landkreis Vorpommern-Rügen). Sie umfassen die Ortsteile Sassnitz (Kirche St. Johannis), Buddenhagen, Dargast, Drosevitz, Dubnitz, Mukran, Neu Mukran, Staphel, Stubbenkammer, Werder, Wostevitz sowie Sagard (Kirche St. Michaelis), Blieschow, Borchtitz, Groß Volksitz, Gummanz, Hoch Seelow, Klementelvitz, Lietzow, Marlow, Neddesitz, Neuhof, Polkvitz, Promoisel, Quatzendorf, Quoltitz, Rusewase, Semper, Vorwerk.

Sassnitz
Sassnitz erhielt seine Kirche in der Zeit der Entwicklung des Ortes zum bedeutendsten Seebad Rügens in der 2. Hälfte des 19.Jahrhunderts.
 
1867
wurde der erste Gottestdienst für 300-350 Gäste in der sog. "Waldkirche" abgehalten. Am Fusse des Fahrenberges in der Stubnitz wurde ein geeigneter Platz gefunden. Ein Altar aus Erde wurde errichtet und mit Rosen bedeckt, sowie Rasenbänke im Halbkreis hintereinander um den Altar herum angeordnet. So sass die Ferien-Gemeinde während des Sommers inmitten der Natur unter dem Blätterdach der Buchen und lauschte der Predigt. Witterungsbedingt mussten die Gottestdienste öfters unterbrochen werden. Schon bald wurde der Bau einer Kirche im bescheidenen Rahmen erwogen.
 
1883
Fertigstellung des neugotischen einschiffigen Backsteinbaus und Einweihung der evangelichen Kirche durch das "Comite der Stiftung für den Kirchbau zu Sassnitz" am 24. Juli. Der achteckige Kirchturm ist 33 m hoch. Das Altarfenster stiftete Kaiserin Auguste-Viktoria, das Kruzifix Prinz Friedrich Carl von Preussen, die dem Hildesheimer Missale nachgestaltete Prachtbibel das Kronprinzenpaar. "Der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig" (2. Kor. 3, 6), zitierte der Kronprinz in seiner Widmung, "Verstehest du auch, was du liesest?( Apg. 8, 30), die Prinzessin. Einzug hielt auch ein Taufengel, der später zerstört wurde.
 
1899
Anschaffung der Orgel von der Firma "Gebrueder Dinse" aus Berlin,
 
1903
Anlage eines eigenen Friedhofs und Bau der Auferstehungskapelle
 
1917
wurde die Kirche Eigentum der Kirchengemeinde Sassnitz
 
1933
feierte die Kirche ihr fünfzigjähriges Bestehen; 1983 den hundertsten Geburtstag. Inzwischen war sie
Lazarett gewesen, hatte Krieg-und Friedensgebete hören lassen - und den Wandel der Zeit erlebt -
 
1962
am 9.Juli konnte sie nach einer dreijährigen Sanierungsphase feierlich wiedereingeweiht werden.
Engel und Leuchter, Bilder und Wandschmuck waren moderner Nüchtemheit gewichen.
 
1991
nach der Wende wurde die Kirche noch einmal vom Dach bis zum Boden saniert. Freiwillig leisteten
Handwerker der Stadt und ABM-Kräfte ihre Beiträge dazu-. die alten Leuchter wurden nachgebaut, die Bilder restauriert, die Uhr und der Glockenmotor repariert, die Orgel durch die Firma Wolter instand gesetzt, eine sensible Kirchenheizung eingebaut .... Es fehlte nur noch der Engel, fanden die alten Leute, die sich noch gut an ihn erinnern konnten - und begannen zu sparen. Die Thorvaldsenwerkstatt in Kopenhagen wurde mit einer Nachbildung des Originals aus der dortigen Domkirche beauftragt.
 
2002
zum Johannisfest war es dann soweit : Der Engel kam auf dem Jugenkutter "Sophie Scholl" übers Meer und hat Platz genommen auf dem hellen Fleck vor dem Altarraum, der durch all die Jahre an seinen verschollenen Vorgänger erinnert hat. Der Engel macht die Kirche leichter und heller - und die Besucher auch. "MENSCH. LERNE TANZEN, SONST WISSEN DIE ENGEL IM HIMMEL NICHTS MIT DIR ANZUFANGEN' an diese Aufforderung des Hl. Augustinus will er sie erinnern.
 
VERANSTALTUNGEN IN DER JOHANNISKIRCHE

Sonntags evangelischer Gottesdienst (10:30 Uhr)
In den Wintermonaten werden die Gottesdienste im Söderblomhaus neben der Kirche gefeiert.
 
Mittwochs Sommerkonzerte (20 Uhr - in den Monaten Juli und August)
 
Die Kirche ist im Sommer täglich von 9 - 17 Uhr geöffnet - solange, wie im Söderblomhaus Kindergartenbetrieb ist.
 
DAS GRUNDTVIGHAUS

Das Grundtvighaus ist ein Ort, wo man sich treffen kann
um sich zu unterhalten oder zu informieren
um sich oder andere zu bilden
um die Aussicht übers Meer zu geniessen,um Ferien zu machen oder Vorträge zu halten
um ins Kino zu gehen oder Bücher zu lesen, um Bilder anzusehen oder ein Konzert zu erleben
um Leute zu treffen und Feste zu feiern
 
Das Grundtvighaus war früher ein renomiertes Hotel. "Effi Briest" und Johannes Brahms haben es gekannt. Die drei Schwestern Eigentümerinnen vererbten es im Alter an die Kirche. Ein "Danaergeschenk" sagten die einen und wiesen auf den Verfall, eine "Gottesgabe", sagten die andren und schufen das Grundtvighaus.
Nach der Wende haben viele arbeitslos gewordene Sassnitzer hier zunächst einen Ort der Beschäftigung gehabt, in dem sie über Jahre mitgebaut haben am heutigen Ort der Begegnung.
Den Namen Grundtvig erhielt das Haus nach dem dänischen Pädagogen und Theologen des 19.Jahrhunderts, dem Vater der Volkshochschulen und des Demokratischen Aufbruchs in Dänemark, den man auch den Bischof der Armen genannt hat.
 
Heute ist das Grundtvighaus das Gemeindehaus der St. Johanniskirchengemeinde und zugleich ein kommunaler Bürgertreff, ein Haus des Gastes und Sitz des Vereins "Grundtvighaus e.V.".
Die geräumige Bibliothek mit den Beständen der Sassnitzer Betriebsbibliotheken aus der DDR-Zeit ist zugleich der Ort für Seminare und "Runde Tische". Eine Küche bekocht den Kindergarten der Gemeinde und ältere oder kochunlustige Leute. Im Speisesaal feiern Familien Geburtstage, treffen sich Selbsthilfegruppen, Vertreter aus Politik und Gesellschaft.

Im Hofhaus hat eine Töpferin ihre Werkstatt aufgemacht, die nicht nur ihre Produkte anbietet, sondern auch in Kursen ihr Können vermittelt.
Unterm Dach sind die Gästezimmer mit dem Blick übers Meer ( dafür ohne Fernseher) -am besten geeignet für grosse Familien oder Gruppen. Es gibt 14 Betten in 6 Doppelzimmern und einer Ferienwohnung.
Zwei "Praktikantenzimmer" stehen zur Verfügung für Leute, die in der Gemeinde, im Kindergarten oder in anderen Projekten auch anderer Vereine oder Einrichtungen ein Praktikum, Zivildienst oder Ähnliches absolvieren.
Wer einfach so kommt, zum Kino oder zum Kuchenessen, ist auch willkommen!
 
Regelmässige Veranstaltungen:

Dienstag: Chorsingen im Kinosaal (19:30 Uhr)
Donnerstag: Bibellesen für Jedermann (14.30-16.30) ; Konfirmandenunterricht (17-19 Uhr) im Söderblomhaus.
Freitag: Kinotag
 
Sagard, Kirche St. Michael

Die Sagarder Kirche gehört zu den vier ältesten Kirchen Rügens. Um 1210 entstand eine einschiffige, turmlose Hallenkriche. Etwa um 1400 wurde der Chorraum zu seiner jetzigen Größe umgebaut. Zugleich wurde eine Sakristei angefügt, das Nordschiff gebaut und die Südkapelle errichtet. Um 1500 wurde der Glockenturm angebaut und das Hauptschiff mit dem gotischen Gewölbe versehen. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Südkapelle zum jetzigen Südschiff erweitert.
 
Innenraum
Das ältesten Stück ist ein dreiteiliger Wandschrank aus der Zeit um 1450. Ursprünglich mit gotischer Malerei versehen, wurde er um1800 braun gestrichen und mit Blumenwerk versehen. Der Altaraufsatz wurde in den Jahren 1726/27 von Elias Keßler, Stralsund, geschaffen.
Die Beichtstühle (links und rechts im Chorraum) wurden z.Zt. der schwedischen Besatzung (1648-1850) aufgestellt.
Die Orgel, 1795 durch Christian Kindten fertiggestellt, ist eine der bedeutendsten Spätbarockorgeln Norddeutschlands (2 Manuale u. Pedal, 23 Register). Sie wird z.Zt. in großem Umfang restauriert.
Kanzel, Taufständer und Gestühl mußten 1830 erneuert werden, da die Inneneinrichtung der Kirche in der Zeit der französischen Besetzung zerstört wurde.
 
Gottesdienste finden hier von Pfingsten bis Erntedanktag an jedem 1. und 3. Sonntag im Monat um 9.00 Uhr statt.
 
Im Juli und August lädt die Kirchengemeinde freitags um 20.00 Uhr zum Orgelkonzert ein.

Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Sassnitz
Pastor Peter Nieber
Walterstraße 2
18546 Sassnitz
Tel.: 038392 23892
Fax: 038392 63248
E-Mail: sassnitz1pek.de 

Gemeindebüro und Friedhofsverwaltung
Christine Kramer
Walterstraße 218546 Sassnitz
Tel.: 038392 22509
Fax: 038392 66887
E-Mail: sassnitz-bueropek.de

Die Kirchengemeinde ist Trägerin der ev. Kindertagesstätte  8. März mit zur Zeit 128 Plätzen von der Kinderkrippe bis zum Hort. Die Leiterin ist Angela Wachsbaum. Der Kindergarten ist zu erreichen unter Tel.: 038392 22234.  Anschrift: Kita 8. März, Seestraße 8, 18546 Sassnitz