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Festgottesdienst mit Landesbischof Ulrich

Rügen feiert 850 Jahre Christentum

02.07.2018 ǀ Rügen.  Die Ostseeinsel Rügen hat am Sonntag (01. Juli) 850 Jahre Christentum gefeiert. Der ökumenische Festgottesdienst mit Nordkirchen-Landesbischof Gerhard Ulrich fand am Hochuferweg zum Kap Arkona statt. Die Bedeutung der Kirche zeige sich nicht an Zahlen und medialer Aufmerksamkeit, sagte Ulrich. Entscheidend sei, dass Menschen den Mund auftun für die Schwachen, Fremden mit Respekt begegnen und die Würde jedes Menschen unangetastet lassen.

Im 12. Jahrhundert kämpften der dänische König Waldemar I. und sein Verbündeter, Sachsenkönig Heinrich dem Löwe, gegen heidnische Seeräuber, um die Insel Rügen zu christianisieren und zu befrieden. 1168 zerstörten die Dänen den Tempel am Kap Arkona, und Ranenfürst Jaromar I. wurde Vasall des dänischen Königs. In der Folge wurden Klöster wie Bergen und Hilda (Eldena) gegründet. Gefördert wurden Bildung, Bibliotheken, systematischer Ackerbau und die Kirchenmusik.

Das Jubiläum sei aber auch ein Anlass zur Nachdenklichkeit, sagte der Landesbischof. Nur noch eine Minderheit der Rüganer gehöre dem Christentum an. Die Kirche erlebe einen Bedeutungsverlust. "Wir werden weniger." Dennoch sähe Rügen heute anders aus, ohne das Engagement der Christen.

Weltweit würden sich die Menschen derzeit nach Orientierung und einfachen Antworten sehnen, sagte Ulrich. Daher sei es auch eine Aufgabe der Kirche, "Anwältin der Realität" zu sein. Die Kirche könne vermitteln, dass es auf die komplexen Fragen des Lebens eben keine einfachen Antworten gibt.
Quelle: epd

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