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Rostocker Glockenprojekt wird im Oberkirchenrat präsentiert

Ausstellung gewährt Einblick in das Werk von Bildhauer Wolfgang Friedrich

08.03.2012 | Schwerin (cme). Eine Ausstellung zu einem besonderen Glockenprojekt des Rostocker Bildhauers Wolfgang Friedrich wird vom 13. März bis zum 28. Juni 2012 in der Münzstraße 8 - 10 in Schwerin gezeigt. Die Fotografien, Entwürfe und Bronzegüsse der Figuren im Foyer der Bauabteilung der mecklenburgischen Landeskirche dokumentieren die Glockenzier-Gestaltung der neuen Bet- und der Sakramentsglocke der St. Marien Kirche in der Hansestadt. Eröffnet wird die Exposition am Montag, 12 März 2012, um 15 Uhr von Kirchenbaurat Karl-Heinz Schwarz und Bildhauer Wolfgang Friedrich. Für die musikalische Umrahmung der Vernissage sorgen die Musiker von „6 to 88“. Gäste sind herzlich willkommen. Für interessierte liegen die Dokumentation und zwei Kataloge zum Glockenprojekt vor.

Hintergrund: Die vier mittelalterlichen Läute-Glocken von St. Marien sollten wieder aktiviert werden. Doch dazu war deren teils umfangreiche Restaurierung erforderlich. So mussten beispielsweise Risse geschweißt, Kronen neu gegossen und ebenso der Glockenstuhl mit Hölzern aus dem 15. bis 18. Jahrhundert restauriert werden. Neu gegossen wurde im Januar 2011 die Betglocke in der Karlsruher Gießerei Bachert, deren Glockenzier von Wolfgang Friedrich stamm. Gemeinsam mit den vier inzwischen restaurierten Glocken hievten Bauleute die neue Glocke im vergangenen Frühjahr in die Glockenstube von St. Marien.

Um die reparierten Glocken zu schonen, beschloss der Förderverein St. Marien, eine zusätzliche sechste Glocke anzuschaffen. Auch diese Glockenzier gestaltete der Bildhauer Wolfgang Friedrich. Der Guss der „Sakramentsglocke“ erfolgte im Oktober 2011. Die Glockenzier trägt als Bibelwort „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken“ - ein Vers aus dem Matthäus-Evangelium. Möglich wurde der Guss, weil bei der Sammlung des Fördervereins für die Betglocke mehr Geld zusammengekommen war. Erstmalig zu Weihnachten 2011 war das nunmehr sechsstimmige Geläut von St. Marien zu hören.