Mecklenburgische Synode votiert für Bildung eines Regionalzentrums
Plau am See (rn). Am Freitagabend beschloß die mecklenburgische Landessynode die Bildung eines Regionalzentrums für Dienste und Werke im künftigen Kirchenkreis Mecklenburg. Mit sieben Gegenstimmen und zwei Enthaltungen votierten die Synodalen für die Einrichtung eines Zentrums.
OKR Dr. Jürgen Danielowski teilte mit, daß gegenüber dem bisherigen Bestand der übergemeindlichen Einrichtungen nach der Fusion nur die Hälfte in Verantwortung des Kirchenkreises Mecklenburg bleiben werde. Der andere Teil gehe in den Bereich der künftigen Nordkirche ein. „Die kleinen Einrichtungen könnten dabei unsichtbar werden. Daher halte ich es für ein Gebot der Vernunft, daß die kleinen Dienste sich miteinander verbinden. Damit machen wir die Dienste zukunftsfähig und für die Regionen besser erkennbar und zu einem starken Gegenüber für die Gesamtkirche,“ sagte der Oberkirchenrat. Allerdings mache ein Regionalzentrum nur Sinn, wenn auch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einbezogen werde. „Sonst: lassen wir es.“ sagte er.
Die Synodalen müßten eine kirchenpolitische Entscheidung treffen und drei Aspekte seien hierfür wichtig. Zuerst der Blick auf den Ort, denn ein Regionalzentrum sei sowohl am Standort Güstrow als auch in Rostock machbar. Sodann seien die vorgesehenen Gebäude von Bedeutung. Und dann sei die Entwicklung in Nordelbien zu berücksichtigen, wo in allen Kirchenkreisen Regionalzentren für die übergemeindliche Arbeit gebildet würden.
Die Synode erörterte in einem ersten Schritt, ob es überhaupt ein Regionalzentrum geben solle. Die Rödliner Pastorin Pirina Kittel meinte, daß die Unterlagen es ihr nicht plausibler machten, für Bildung eines Regionalzentrums zu votieren: „Wir ziehen dann Einrichtungen aus der Fläche ab,“ und schlug vor, so wie das Amt für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Kooperationen mit anderen Einrichtungen zu suchen.
Dagegen argumentierte der Leiter des Amtes für Gemeindedienst, Christian Höser (Güstrow) für einen solchen Schritt, denn um strategisch arbeiten zu können, brauche es die nahe Gemeinschaft der Dienste. Ein zweimaliges Treffen der Dienste und Werke im Jahr sei nicht zuwenig für die gemeinsame Arbeit.
Am Ende der Debatte ermutigte Landesbischof Dr. Andreas von Maltzahn die Synodalen, die Entscheidung nicht zu verschieben, denn ein Zentrum sei „eine sinnvolle Entscheidung, auch wenn es nicht zu einer Nordkirche kommen würde, denn es dient der sinnvollen Bündelung der Kräfte. Das strategische Arbeiten brauchen wir stärker als bisher und das ist ein echtes inhaltliches Argument.“
Über die Namensgebung eines Regionalzentrums und den Standort wird die Synode am Sonnabend beraten und beschließen. (19.3.2010)

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