Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis MecklenburgKollekten

Auf dieser Seite werden die aus den verschiedenen Quellen stammenden offiziellen Abkündigungstexte für die Gottesdienste im Kirchenkreis Mecklenburg als Service der Internetredaktion zusammengefasst und für den jeweils aktuellen Monat bereitgestellt.

 

Das Kollektensystem für die Nordkirche basiert auf der geteilten Verantwortung. So können und sollen alle Ebenen der Kirche für die Kollektenvergabe Verantwortung tragen. Gemeinden, Kirchenkreise und Sprengel können in ihrer Region auch gemeinsam und gezielt Schwerpunkte setzen.


Zusammensetzung
 

Am ersten Sonntag im Monat gibt es eine Pflichtkollekte der Landeskirche oder der EKD/VELKD/UEK, am zweiten Sonntag eine Kollekte des Sprengels und des Kirchenkreises im Wechsel, am dritten und vierten Sonntag eine Kollekte, die durch die Kirchengemeinden festgelegt werden kann, wovon eine Kollekte aus einem Kollektenkatalog mit vielen Vorschlägen, genommen werden sollte. Die Kollekten am Erntedankfest, am 1. Advent und am Heiligabend sind für „Brot für die Welt“ bestimmt.

02. August (9. Sonntag nach Trinitatis) Landeskirchenweite Kollekte

Kollekte der Kammer für Dienste und Werke - Projekte öffentliche Verantwortung 

 

1.) Projekt Frauen stärken Frauen – Projekt Zeyna für Klient*innen der Beratungsstellen

 

Stellen Sie sich vor, Sie leben in einem neuen Land. Sie sehen, wo Menschen sich treffen, suchen Gemeinschaft und trauen sich nicht, teilzunehmen. Vor allem für Frauen, die die Beratungsstelle ´Myria´ kontaktieren und durch Familiennachzug nach Deutschland gekommen sind, bleibt der Alltag oft isoliert. Das Projekt will dazu beitragen, dass diese Frauen Gemeinschaft erfahren und einen Ort haben, der als Erfahrungsraum für Begegnung, Kraftschöpfung, Freude, Solidarität und Schutz erlebt wird. In einem zweijährigen Projekt (Zeyna) möchte es auf dem Gebiet der Nordkirche - mit Fokus auf Kiel und Schleswig-Holstein - Möglichkeiten bieten, sich zu vernetzen und zu stärken: in kleinen Gruppen können sich Frauen austauschen, voneinander lernen, sich gegenseitig Halt geben und neue Perspektiven entwickeln. Neben Gesprächen geht es um Orientierung im Alltag, Informationsvermittlung, Biografiearbeit, Bewegung, um Empowerment, Begegnung mit anderen kirchlichen Gruppen und Stärkung der eigenen Handlungsmöglichkeiten. Es geht um das, was Frauen stark macht. Dabei zeigt sich, dass Kirche mehr ist als ein Gebäude – sie steht für Werte: Gemeinschaft, Mitmenschlichkeit, Gerechtigkeit und Schutz für Verletzliche. Sie ist ein Ort auch für Menschen, die Ausgrenzung, Unsicherheit oder Gewalt erfahren haben. Das Projekt will besonders Frauen in den Blick nehmen, die bisher oft übersehen wurden: somalische Frauen, Frauen aus Afghanistan oder dem Iran, junge Mütter ohne eigenes soziales Netz, Frauen mit unsicherem Aufenthaltsstatus. Zusätzlich zu den Treffen erhalten die Frauen Informationen für Aktivitäten in ihrer Umgebung durch einen mehrsprachigen Informationskanal nur für Frauen. Die Frauen sollen damit auch Möglichkeiten kennenlernen, mit anderen Menschen in Verbindung zu treten, gemeinsame Aktivitäten zu gestalten. Für den Aufbau dieser Frauengruppen braucht diese Arbeit Ihre Unterstützung: für Gruppenleiterinnen, Materialien, Dolmetschen, Kinderbetreuung. Eine öffentliche Förderung gibt es dafür nicht. Daher bitten wir um Ihre Kollekte und Unterstützung.

 

2.) ProjektKrisen-Telefon für geflüchtete Menschen in Schleswig-Holstein

 

Aufgrund ihrer traumatischen Erlebnisse geraten geflüchtete Menschen immer wieder in eine psychosoziale Krise. Mit diesem Vorhaben soll eine zentrale Rufbereitschaft in den besonders sensiblen Zeiten am Wochenende gewährleistet werden. Neben der Erreichbarkeit ist die Sicherstellung einer zeitnahen Erstberatung von hoher Bedeutung für Menschen in unmittelbarer Not. Sofern weitergehender Hilfebedarf besteht, soll eine entsprechende Weiterleitung bzw. Verbindung zu spezialisierten Angeboten verbindlich vermittelt werden. Das Projekt kooperiert mit zwei erfahrenen diakonischen Trägern, die über das notwendige psychosoziale Setting und hinreichende Erfahrung in der sozialen Arbeit mit geflüchteten Menschen verfügen.

 

In unruhigen Zeiten bitten wir um Ihre Unterstützung für dieses solidarische Vorhaben aus der Arbeit mit Geflüchteten.

09. August (10. Sonntag nach Trinitatis) Landeskirchenweite Kollekte

Wahlprojekt der Kirchenleitung

 

Projekt 1: Christlich-Jüdischer Dialog in der Nordkirche

 

Die Kollekte am heutigen Israelsonntag ist zu einer Hälfte für den Christlich-Jüdischen Dialog in der Nordkirche bestimmt.

 

Der Israelsonntag erinnert uns daran, dass Christentum und Judentum eng miteinander verbunden sind. Er lädt dazu ein, das Judentum besser kennenzulernen, Beziehungen zu jüdischen Menschen zu stärken und Verantwortung gegen Antisemitismus zu übernehmen.

 

Mit Ihrer Spende fördern wir Bildungsangebote zum Judentum, Begegnungen zwischen Christen und Juden sowie Projekte für lebendiges jüdisches Leben in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern und gegen Antisemitismus. Unterstützt werden unter anderem das Lehrhaus Hamburg, die Sozialarbeit jüdischer Gemeinden und die psychosoziale Hilfe für Holocaust-Überlebende.

 

Darüber hinaus werden Initiativen der Verständigung und Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern gefördert, etwa das Parents Circle – Families Forum, in dem Familien, die Angehörige im Konflikt verloren haben, gemeinsam für Frieden und Gewaltüberwindung eintreten.

 

Mit Ihrer Kollekte unterstützen Sie Begegnung, Lernen und Versöhnung – bei uns und im Nahen Osten.

 

Projekt 2: Givat Haviva – Bildung und Dialog für eine gemeinsame Gesellschaft in Israel

 

Die Kollekte ist zur zweiten Hälfte für die Bildungs- und Dialogarbeit von Givat Haviva in Israel bestimmt.

 

Givat Haviva ist eines der wichtigsten jüdisch-arabischen Bildungs- und Begegnungszentren Israels. Seit vielen Jahren bringt die Einrichtung jüdische und arabische Bürgerinnen und Bürger zusammen und setzt sich für eine Gesellschaft ein, die von Gleichberechtigung, Respekt und demokratischem Miteinander geprägt ist.

 

In Bildungsprojekten, Jugendbegegnungen, Sprachprogrammen und kommunalen Partnerschaften lernen Menschen einander kennen, bauen Vorurteile ab und stärken das friedliche Zusammenleben.

 

Gerade in Zeiten von Krieg, Angst und wachsender Polarisierung ist diese Arbeit besonders wichtig. Givat Haviva hält daran fest, dass Verständigung und persönliche Begegnung die Grundlage für eine gemeinsame Zukunft bilden.

 

Mit Ihrer Kollekte unterstützen Sie Brücken zwischen jüdischen und arabischen Menschen in Israel und setzen ein Zeichen gegen Hass, Ausgrenzung und Gewalt.

16. August (11. Sonntag nach Trinitatis) Sprengelkollekte

Telefonseelsorge Mecklenburg-Vorpommern

 

Menschen, die sich etwas von der Seele reden möchten, rufen kostenfrei, anonym und „24/7“ bei der TelefonSeelsorge® an oder melden sich Online im Chat. Derzeit arbeiten hier 38 qualifiziert ausgebildete Ehrenamtliche, die sich Zeit nehmen, die zuhören, sich einlassen, gemeinsam nach neuen Wegen suchen und emotionalen Halt geben bei den Themen: Einsamkeit und den damit verbundenen psychischen/ physischen Auswirkungen, Streit in der Familie, Existenzangst, Arbeitslosigkeit, psychische Erkrankungen, Suizidalität und Sinnfragen zum Leben. In einer ca. 130 Stunden umfassenden Ausbildung werden die Telefonseelsorger*innen für den späteren Dienst am Telefon und per Chat an mehreren Wochenenden und thematischen Abenden vorbereitet. Dabei geht es um Gesprächsführung, Selbsterfahrungsprozesse und Themen wie Einsamkeit, Sucht, Partnerschaft, psychische Erkrankungen, Umgang mit Trauer und Suizidalität. Für die qualifizierte Ausbildung neuer Telefonseelsorger*innen, die Begleitung und die ständige Weiterbildung der Telefonseelsorger*innen der TelefonSeelsorge® Mecklenburg-Vorpommern bitten wir Sie in diesen herausfordernden Zeiten um Ihre Kollekte. Wir danken Ihnen recht herzlich.

06. September (14. Sonntag nach Trinitatis) Landeskirchenweite Kollekte

Fonds für Gerechtigkeit und Versöhnung der VELKD und Projekt der UEK

 

1.) Projekt der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD)

 

zugunsten des Fonds für Gerechtigkeit und Versöhnung der Lutherischen Gemeinschaft im Südlichen Afrika (LUCSA)

 

Heute erbitten wir Ihre Kollekte zugunsten der Bildungs- und Versöhnungsarbeit im südlichen Afrika. Die 1991 gegründete Lutherische Gemeinschaft im südlichen Afrika (LUCSA) setzt sich seit Jahrzehnten dafür ein, die Nachwirkungen der Apartheid in der Gesellschaft zu überwinden. Noch immer lebt ein großer Teil der schwarzen Bevölkerung dort in Armut, oft ohne Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung. Besonders betroffen sind dabei Frauen und Kinder, die dadurch leichter Opfer von Ausbeutung und Gewalt werden. Südafrika hat die höchste HIV-Rate weltweit. Schwangerschaften bei Minderjährigen und eine hohe Jugendarbeitslosigkeit stellen große Herausforderungen dar. Die Lutherische Gemeinschaft, bestehend aus 15 Kirchen in 10 Ländern, bietet gezielte Projekte an, um dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen. Sie vermittelt gesundheitliche Aufklärung und Bildung, fördert Frauen und Jugendliche und engagiert sich mit sozialdiakonischen Maßnahmen. Ziel ist es, die Menschen in die Lage zu versetzen, den eigenen Lebensunterhalt zu sichern und gleichzeitig die ökonomischen Ungleichheiten im südlichen Afrika anzugehen. Als im Glauben gegründete Organisation steht sie dabei für die Gleichberechtigung der Geschlechter, für eine gerechte Ressourcenverteilung und für die Chancengleichheit aller ein. Ihre Projekte werden aus dem Fonds für Gerechtigkeit und Versöhnung finanziert, für den wir heute sammeln. Vielen Dank.

 

2.)“Stiftung KiBa“ der Union Evangelischer Kirchen (UEK) für die Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland - Erhaltung gefährdeter Kirchen in Stadt und Land

 

Wir erbitten heute Ihre Kollekte für die Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler.

 

„In Deutschland gibt es mehr als 20.000 evangelische Kirchen. Doch viele der unter Denkmalschutz stehenden Kirchen sind in keinem guten Zustand. Verschiedenste Bauschäden bedrohen unsere schönen und historisch wertvollen Kirchengebäude im Lande. Manche Kirche droht gar zu verfallen - und damit für den Gottesdienst und die Gesellschaft unwiederbringlich verloren gehen. Die Instandsetzungskosten übersteigen die Möglichkeiten der einzelnen Kirchengemeinde bei weitem. Deshalb unterstützt die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) die Gemeinden. Dafür benötigt sie Spenden und Kollekten – also auch Ihre Hilfe - und bittet Sie sehr herzlich um Ihre Gabe. Die Arbeit der Stiftung KiBa bewahrt ein Stück äußere und innere Heimat - kirchliche Heimat.“ Kollekten und Spenden kommen ohne jeglichen Abzug dem Erhalt der Kirchen zugute.

13. September (15. Sonntag nach Trinitatis) Kirchenkreiskollekte

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Weitere Informationen zum Thema "Kollekten in der Nordkirche" gibt es auch unter: www.kollekten.de