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Porträts von Flüchtlingen

Fotoausstellung „Generation 1+2 in Wolgast“

12.12.2014 ǀ Wolgast.  Am Dritten Advent (14. Dezember) wird um 15.30 Uhr in der Evangelischen Kirche St. Petri in Wolgast die Fotoausstellung „Generation 1+2 in Wolgast“ eröffnet. Für die Ausstellung baten der Förderverein für demokratische Medienkultur e.V. (FdMk e.V.) und der Fotograf Daniel Klaucke mehr als 20 Flüchtlinge in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Wolgast im zurückliegenden Oktober vor die Kamera. Entstanden sind dabei ausdrucksstarke Porträts, von denen eine Vielzahl ab Sonntag in der St. Petri Kirche zu sehen sind.

Traumatische Erinnerungen an Gewalt

„Die Flüchtlinge haben nur noch eine Heimat: ihre Familien. Zwei Generationen kämpfen um Würde, Anschluss an die Gesellschaft, Einbürgerung und vielfach gegen traumatische Erinnerungen an Gewalt und Verluste“, so Daniel Klaucke. „Naturgemäß tauchen die Kinder - anders als ihre Eltern - sehr schnell in die hiesige Kultur ein. In der Schule finden sie neben einer neuen Sprache und Schrift auch Kontakt zu Menschen mit anderen Vorlieben und Gebräuchen“, sagt der Fotograf. „Außergewöhnlich ist für sie der Erfolgsdruck. Denn die Eltern haben die gefährlichen Routen auch deshalb zurückgelegt, damit ihre Kinder ohne Krieg, Gewalt und Entwürdigung aufwachsen.”

Einladung zum Kennenlernen

Die Porträtausstellung „Generation 1+2 in Wolgast“ zeige die Gesichter derer, die jetzt voller Hoffnung auf ein friedliches Dasein in Deutschland leben, so die Ausstellungsankündigung des FdMk. „Sie stehen sinnbildlich für Verfolgung, Gewalt und Entwürdigung in anderen Teilen der Welt. Die Asylbewerber brauchen unseren Schutz und Möglichkeiten, hier zu arbeiten, sich zu bilden und sich zu integrieren. Wir laden dazu ein, die Wolgaster Flüchtlinge auf diesem Wege besser kennenzulernen.“ Die Ausstellung wurde durch finanzielle Mittel aus dem Europäischen Sozialfond und vom Kommunalen Präventionsrat der Stadt Wolgast unterstützt.
Quelle: PEK (sk)