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Begegnungsgruppe gibt Halt und Perspektive

Pommerscher Kirchenkreisrat traf sich zur vierten Sitzung des Jahres in Greifswald

17.04.2015 ǀ Greifswald.  Der Kirchenkreisrat (KKR) des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) hat beschlossen, die Begegnungsgruppe Greifswald des Blaues Kreuz in Deutschland e. V. finanziell zu unterstützen. In der vierten Sitzung des KKR in diesem Jahr, die am Dienstag, 14. April, im Regionalzentrum für kirchliche Dienste in Greifswald stattfand, waren sich die Mitglieder des Gremiums einig, dem Verein 4.000 Euro aus dem Fonds „Initiativen und Projekte“ zur Verfügung zu stellen. Damit ist es der Begegnungsgruppe auch im Jahr 2015 möglich, die Suchtkrankenhilfe im geplanten Umfang fortzusetzen. Der KKR lobte die seit Jahrzehnten kontinuierliche Arbeit des Vereins. „Die Arbeit der Blaues Kreuz–Suchtkrankenhilfe hat in Pommern eine lange Tradition und hat bis heute vielen Menschen neuen Halt und Lebensperspektive geschenkt“, hieß es dazu in der entsprechenden Beschlussvorlage.

Besetzung der Pfarrstelle Gemeindeberatung und Gemeindebegleitung


Außerdem beschloss der KKR in seiner Sitzung, die Pfarrstelle Gemeindeberatung und Gemeindebegleitung mit Pastor Martin Wiesenberg zu besetzen. Martin Wiesenberg war in den zurückliegenden sechs Jahren für das Projekt „JAhr zur Taufe“ verantwortlich, dessen Abschluss am Sonntag, 12. April, in Verchen gefeiert wurde. Pastor Martin Wiesenberg ist zertifizierter Gemeindeberater. In Zeiten verschiedenster Strukturveränderungen, des zunehmenden Wandels von Berufs- und damit auch Kirchenbildern, sei es wichtig, Gemeinden zu beraten, wenn es notwendig erscheine und gewünscht werde, hieß es zu der Stellenbesetzung seitens des Kirchenkreisrates. Diese Beratung erfordere manchmal einen längeren und sorgfältigen Prozess. Diesen behutsam, respektvoll und kompetent zu begleiten, soll eine der Hauptaufgaben der neuen Pfarrstelle sein. Damit diese Aufgabe auch in „geerdeter“ Weise, im ständigen Kontakt mit dem Gemeindeleben wahrgenommen wird, hat der KKR diese Stelle bewusst mit einer Vertretungspfarrstelle verknüpft.

Strukturhilfe für diakonische Dienste

Ein weiteres Thema war die Vergabe von Zuschüssen des Kirchenkreises und der Nordkirche für das Jahr 2015 an die diakonischen Dienste im PEK. Der Aufsichtsrat des Diakonischen Werks hatte einen Vorschlag für die Mittelvergabe beschlossen, dem der KKR zustimmte. Demnach wird Strukturhilfe an das Kreisdiakonische Werk Greifswald, an das Kreisdiakonische Werk Stralsund, an die Evangelischen Beratungsdienste NordOst, an das Blaue Kreuz Eggesin und an den Verein Brückenbauer Pasewalk vergeben. Laut der Beschlussvorlage sollen die Strukturmittel helfen, nicht auskömmlich finanzierte Angebote, zum Beispiel Jugendhilfeprojekte oder aufsuchende Beratungsarbeit im Bereich Sucht- und Behindertenhilfe, zu erhalten sowie Finanzierungslücken infolge weggebrochener Drittmittelgeber aufzufangen.

Wahl des Kuratoriums des Regionalzentrums

Der Satzung des Regionalzentrums kirchlicher Dienste in Greifswald entsprechend, wählte der KKR ein aus sieben Personen bestehendes Kuratorium. Das Gremium wählte Helga Ruch (zuständige Pröpstin), Beate von Randow (ehrenamtliches Mitglied der Kirchenkreissynode), Matthias Gienke (Pastor), Vera Bäßmann (Gemeindepädagogin) sowie die Ehrenamtlichen Margit Gutowski, Susanne Schmidt und Dorothea ter Veen in das Kuratorium des Regionalzentrums.

Weitere Themen und nächster Sitzungstermin

Des Weiteren befasste sich der KKR während der Sitzung unter anderem mit Bau- und Sanierungsvorhaben, mit der Bestellung von Beauftragten zur Wahrnehmung von Kirchengemeinderats-Aufgaben, mit der Kita-Verwaltung sowie mit Personalfragen. Ein weiterer Beschluss des KKR bezog sich auf die Zustimmung zu dem vom Regionalzentrum und einer Arbeitsgruppe vorgelegten „Orientierungsrahmen für Gemeindepädagogen“, der künftig als Grundlage für die Anpassung der Arbeitsbeschreibungen dienen soll. Die nächste Sitzung des Kirchenkreisrates findet am 12. Mai statt.

Stichwort Kirchenkreisrat

Der Kirchenkreisrat vertritt den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis in allen Angelegenheiten. Er führt die Aufsicht über die 170 Kirchengemeinden und ihre Verbände sowie über die Dienste und Werke und erteilt die erforderlichen Genehmigungen. Das Gremium besteht aus 13 Mitgliedern. Ihm gehören die Pröpstin und Pröpste der drei Propsteien des Kirchenkreises, Pröpstin Helga Ruch (Stralsund), Propst Gerd Panknin (Demmin) und Propst Andreas Haerter (Pasewalk), als geborene Mitglieder an. Die übrigen zehn Mitglieder wurden von der Synode des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises gewählt. Vorsitzender des Kirchenkreisrates ist Propst Gerd Panknin. Der Kirchenkreisrat bereitet die Entscheidungen der Kirchenkreissynode vor, bringt Vorlagen ein und führt die Beschlüsse aus. Er bringt den Haushalt ein und ist für die Durchführung verantwortlich. Er berät Pröpstin und Pröpste, beruft die Pastorinnen und Pastoren in die Pfarrstellen des Kirchenkreises und führt die Aufsicht über die Kirchenkreisverwaltung.
Quelle: pek/sk