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Bericht von der vierten Sitzung des Jahres

Pommerscher Kirchenkreisrat: Singender Luther fährt nach Rumänien

14.04.2016 ǀ Weitenhagen.  Die Kirchengemeinde Groß Bisdorf bekommt finanzielle Unterstützung: Der pommersche Kirchenkreisrat (KKR) hat auf seiner jüngsten Sitzung am Dienstag (12. April) einen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro aus dem Etat „Initiativen und Gemeindeprojekte“ für das Projekt „Reformationsmusical-Tournee in Siebenbürgen“ bewilligt.

Seit dem vergangenen Jahr gibt es in der Kirchengemeinde Groß Bisdorf eine Musicalgruppe, an der sich auch Musikbegeisterte aus umliegenden Gemeinden beteiligen. Mit zwei Reformationsmusicals, den Stücken „Martin Luther“ und „Katharina Lutherin“, begeisterten die Laiendarsteller bei bislang zehn Aufführungen, unter anderem beim Landeserntedankfest in Semlow und während eines Radio-Gottesdienstes. Im Oktober wird es eine Tournee nach Rumänien mit sechs Aufführungen der beiden Musicals geben.

Ausstrahlung ins europäische Ausland

Nicole Chibici-Revneanu ist die Komponistin, Initiatorin und Leiterin der Musicalgruppe. Sie sei selbst vom Erfolg der Musicals und deren Ausstrahlung bis ins Ausland überrascht gewesen, so die Pastorin. „Das Luthermusical wird gerade ins Polnische übersetzt, in Österreich soll es ebenfalls einstudiert und aufgeführt werden. In Rumänien ist Pfarrer Peter Klein auf die Musicals aufmerksam geworden und hat uns zu einer Tournee nach Siebenbürgen eingeladen. Dieser Einladung wollen wir in den Herbstferien folgen“, so Nicole Chibici-Revneanu. Die Musicalgruppe setzt sich aus 30 Personen verschiedenster Altersgruppen und Berufe zusammen. Beteiligt sind auch Familien mit Kindern und Enkelkindern. „Die finanziellen Möglichkeiten der Teilnehmenden sind sehr unterschiedlich. Wir möchten nicht, dass die Geringverdienenden und die Arbeitsuchenden aus unserer Gruppe sowie die Familien, die mit mehreren Kindern im Musical mitspielen, aus finanziellen Gründen nicht an der Gastspielreise teilnehmen können“, begründete Pastorin Nicole Chibici-Revneanu in ihrem Antrag die Bitte um Unterstützung, die der KKR einstimmig gewährte.

Kirchenkreisrat stärkt Kirchengemeinde Grimmen den Rücken

Einen Zuschuss in Höhe von 1.000 Euro bewilligte der KKR der Kirchengemeinde Grimmen. Nach einer Einbruchserie im vergangenen Jahr hatte der Kirchengemeinderat Grimmen beim Pommerschen Kirchenkreis aus dem Fonds „besondere Notfälle in Kirchengemeinden“ einen Zuschuss in genannter Höhe für einen Teil des vom kirchlichen Versicherungsdienst Ecclesia berechneten Eigenanteils beantragt, den die Gemeinde für den Einbruchsschaden vom 23. Dezember 2015 übernehmen musste. „Die Kirchengemeinde Grimmen erlitt im vergangenen Jahr eine Reihe von Einbrüchen, daher geht es bei diesem Zuschuss um mehr als Geld. Auch die Seele der Gemeinde wurde durch diese Ereignisse beschädigt“, hieß es seitens des KKR. Der Zuschuss sei darum auch ein Beitrag, um diese Wunden zu heilen und ein Signal des Kirchenkreises, dass die Kirchengemeinde nicht allein steht.

Weitere Themen

Außerdem befasste sich der KKR während der Sitzung unter anderem mit der Finanzsituation einzelner Kirchengemeinden, mit der Anpassung von Friedhofszweckverbandssatzungen einzelner Kirchengemeinden an Bestimmungen der Verfassung der Nordkirche, mit Personalfragen, mit dem Bericht aus der Sitzung des Finanzausschusses, mit Sanierungs- und Bauvorhaben, mit der Finanzsituation des Kirchenkreises sowie mit den Aufgaben des Kirchenkreises gemäß des Klimaschutzgesetzes der Nordkirche. Die nächste Sitzung des Kirchenkreisrates findet am 10. Mai 2016 statt.
Quelle: PEK (sk)
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