Pommersche Synode berät über angestrebte Fusion mit Mecklenburg
Greifswald (epd). Notwendige Einsparungen durch Stellenabbau und eine mögliche Fusion mit der mecklenburgischen Kirche stehen im Mittelpunkt von Beratungen, zu denen die Synode der Pommerschen Evangelischen Kirche vom 13. bis 15. Juni in Züssow zusammenkommen will. Grundlage der Beratungen sei ein im März veröffentlichtes Gutachten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) über erforderliche Kostenreduzierungen in Leitung und Verwaltung, sagte der Sprecher der Landeskirche, Torsten Amling, am Mittwoch dem epd in der Hansestadt.
Das Gutachten komme zu dem Schluss, dass die kirchliche Arbeit in Vorpommern nur durch eine starke Reduzierung der Verwaltungsaufgaben auf Dauer gesichert werden könne. Dies sei nach Ansicht der Kirchenleitung am besten durch die Bildung einer gemeinsamen evangelischen Kirche in Mecklenburg-Vorpommern erreichbar. Durch die sinkenden Einnahmen der Landeskirche müsse das Kirchenparlament aber auch über kurzfristige Einsparungen bei der landeskirchlichen Verwaltung entscheiden.
Ein weiteres Thema der Tagung sei die Beteiligung der Landeskirche an dem geplanten "Institut für Evangelisation und missionarischen Gemeindeaufbau" an der Theologischen Fakultät in Greifswald. Außerdem wolle sich die Synode über die Situation des in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Diakonievereins Johann Hinrich Wichern und die geplante Fusion der diakonischen Werke von Mecklenburg und Vorpommern informieren lassen.
Die Pommersche Evangelische Kirche zählt mit etwa 114.000 Mitgliedern zu den kleinsten Landeskirchen in Deutschland. Vor allem durch die Abwanderung gerade jüngerer Menschen und die geringe Zahl von Taufen verliert sie seit 1996 im Jahr etwa 1,9 Prozent ihrer Mitglieder. Durch hohe Arbeitslosigkeit und niedrige Einkommen in Vorpommern zahlen nach Angaben des Konsistoriums nur 25 Prozent der Kirchenmitglieder Kirchensteuern. (4.6.2003)
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