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Kirchenparlament am Ende nicht mehr beschlussfähig

Pommersche Kirchenkreissynode endet ohne Beschlüsse

Kirchenkreissynode endet ohne Beschlüsse - Blick in den Tagungssaal in Greifswald
23.03.2014 ǀ Greifswald.  Die Synode des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises ist am Sonnabendabend in Greifswald ohne Beschlüsse zu Ende gegangen. Seit Freitag hatten sich die Kirchenparlamentarier vor allem mit den Themen Extremismus und Fremdenfeindlichkeit beschäftigt. Es sollte kritisch geklärt werden, wo der Kirchenkreis in dieser Frage augenblicklich stehe, sagte die Vizepräses der Synode, die Anklamer Pastorin Petra Huse, abschließend.

Eine offizielle Stellungnahme zum Thema konnte allerdings nicht wie geplant verabschiedet werden, da die Synode am Ende der Tagung nicht mehr beschlussfähig war. Ebenfalls nicht entschieden wurde deshalb auch über die Zukunft des in Trägerschaft des Kirchenkreises befindlichen Rüstzeitenheims "Haus Kranich" in Zinnowitz auf Usedom. Das aus DDR-Zeiten stammende Haus ist stark renovierungsbedürftig. Der Demminer Propst Gerd Panknin bezifferte das Investitionsvolumen auf rund 800.000 Euro.

Damit sei das Haus ein "betriebswirtschaftliches Risiko", sagte Panknin und empfahl der Synode einen Trägerwechsel. Dem widersprach der Vorsitzende des Kuratoriums von "Haus Kranich", Peter von Loeper. Nach Berechnungen des Kuratoriums sei das Heim "kein Zusatzgeschäft" und könne "durchaus rentabel arbeiten". Er schlug der Synode vor, alle Optionen noch einmal prüfen zu lassen und bis zum Frühjahr 2015 einen Entscheidungsvorschlag zu erarbeiten. Wann ein Entschluss zur Zukunft von "Haus Kranich" fällt, ist derzeit offen.
Quelle: epd