Nach oben

Hilfsaktion

Pommersche Kirche hilft Hungernden in Ostafrika

03.08.2011 | Greifswald (hd/rn). Die Pommersche Evangelische Kirche unterstützt mit zwei Aktionen die internationalen Hilfsmaßnahmen anläßlich der Hungerkatastrophe in Ostafrika.

Als Sofortmaßnahme wurden 5.000 € aus dem landeskirchlichen Haushalt bereitgestellt. Des Weiteren wird am kommenden Sonntag in allen Gottesdiensten der 202 Kirchengemeinden der Landeskirche für die Ostafrikahilfe eine Sammlung veranstaltet. Die Mittel sollen über den Lutherischen Weltbund (LWB) unmittelbar den Betroffenen zugute kommen.

Etwa acht Millionen Menschen sind in Somalia, Dschibuti, Äthiopien, Kenia und den angrenzenden Ländern von akutem Mangel an Nahrung und Wasser betroffen. Aus dem vom Bürgerkrieg geschüttelten Somalia fliehen besonders viele Menschen über die Grenze zu Kenia nach Dadaab, einem vom LWB im Auftrag des UN-Flüchtlingswerks (UNHCR) geleiteten Lager. Für 90.000 Menschen war das Flüchtlingslager in den Neunzigern geplant. Mittlerweile hat sich die Zahl vervierfacht: Laut dem UNHCR leben derzeit rund 360.000 Menschen in den drei Teillagern. Sie bilden damit das größte Flüchtlingscamp der Welt. So suchen derzeit allein aus Somalia täglich ca. 1.300 Menschen in Dadaab Zuflucht, die oft tagelang unterwegs sind. „Alle Ankömmlinge sind hungrig und dehydriert, über ein Viertel von ihnen ist krankhaft unterernährt, viele haben kaum Kleidung und sind barfuß“, beschreibt Lennart Hernander vom LWB die Lage vor Ort.

Neben der Sammlung am kommenden Sonntag werden auch Einzelspenden erbeten: Pommersche Ev. Kirche, Konto-Nr. 230 010 946, BLZ 150 505 00 (Sparkasse Vorpommern), Stichwort: Ostafrika