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Kurzportrait

Pommersche Evangelische Kirche

Greifswald (epd). Die Pommersche Evangelische Kirche ist die zahlenmäßig die kleinste der drei norddeutschen Landeskirchen, die Pfingsten 2012 zur Nordkirche fusionieren wollen. Ende 2010 gehörten zur pommerschen Kirche rund 94.000 Mitglieder. Das Territorium der Landeskirche erstreckt sich über rund 7.700 Quadratkilometer von der Insel Rügen im Norden bis nach Penkun im Süden sowie von Damgarten im Westen bis zur Insel Usedom im Osten.

Bischof ist seit September 2001 der 1954 geborene Hans-Jürgen Abromeit. Die pommersche Synode, das Kirchenparlament, hat 69 Mitglieder. Im Bereich der Landeskirche gibt es 448 evangelische Kirchengebäude.

Gegliedert ist die Landeskirche derzeit in vier Kirchenkreise, aus denen in der Nordkirche die drei Propsteien Stralsund, Demmin und Pasewalk werden sollen. Die gesamte Landeskirche wird in der Nordkirche zu einem von insgesamt 13 Kirchenkreisen umgewandelt. In Greifswald wird dann der Bischof des Nordkirchen-Sprengels Mecklenburg-Vorpommern seinen Amtssitz haben.

Die Christianisierung Pommerns begann im Jahr 1124, als Bischof Otto von Bamberg seine erste Missionsreise dorthin unternahm. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts erstreckte sich das katholische pommersche Bistum über 500 Kilometer. Nach der Reformation und der Veröffentlichung einer neuen Kirchenordnung im 16. Jahrhundert entstand eine evangelische Landeskirche.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, als der weitaus größte Teil ihres Gebietes an Polen ging, war die pommersche Kirche noch eine der größten deutschen Landeskirchen. Seit 1947 ist Greifswald Bischofssitz der pommerschen Kirche.


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