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Pommerscher Evangelischer Kirchenkreis

Wir heißen Sie auf den Seiten des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) herzlich willkommen. Der „PEK“ ist einer von 13 Kirchenkreisen in der Nordkirche.
 
Der Pommersche Evangelische Kirchenkreis ist Nachfolger der Pommerschen Evangelischen Kirche und gliedert sich in die drei geistlichen Aufsichtsbezirke: Propstei Stralsund, Propstei Demmin und Propstei Pasewalk.
 
Der Kirchenkreis wird in gemeinsamer Verantwortung von der Kirchenkreissynode, dem Kirchenkreisrat und den Pröpstinnen und Pröpsten geleitet.
 
Die Verwaltung des Kirchenkreises und das Regionalzentrum Kirchlicher Dienste befinden sich in Greifswald.
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Nachrichten

Meinung

Pastor Matthias Jehsert: Meine liebe Kirche!

21.01.2018 ǀ Retzin.  Zu Jahresbeginn fragten wir Pastoren aus MV, was sie sich 2018 von ihrer Kirche erhoffen und was sie sich selbst für das Jahr wünschen. Heute: Matthias Jehsert, Pastor in Retzin in der Propstei Pasewalk.

Die Kirchenzeitung fragt: „Was wünschst du deiner Kirche zu Neujahr?“ Ich erschrecke. Darf ich so etwas wünschen? Setzen Pastoren nicht eher das um, was Andere sich wünschen? Gemeindeglieder, die Öffentlichkeit, der Zeitgeist, und nicht zuletzt die mysteriösen „Anderen“, für die wir Kirche machen wollen?

Man traut sich auch gar nicht. Dem Wünschenden klirren augenblicklich die Ketten des Erfolgsmanagements in den Ohren: vom Wunsch zur Idee, zum Ziel, zur Umsetzung, zur Kontrolle. Das utopische Wünschen ist längst eingehegt von den Planken der Machbarkeit. Wünsche ohne Projektskizze gelten als Vision, die man besser zum Arzt trägt.

Trotzdem ist es Sitte, sich und allen, die man trifft, etwas Gutes zu wünschen. Zeugt das doch von Bedacht. Gute Worte erfordern genau wie Geschenke, sich einzulassen auf die Situation des Bewünschten. Im Märchen hat das Wünschen wirksame Kräfte. Beten und Segnen prägen den christlichen Alltag.

Und es ist besser zu wünschen, als zu verwünschen. Hier ist also mein Sieben-Punkte-Neujahrs-Wunschprogramm: Mögen wir genährt sein mit der Lust zum Wort. Nichts gegen Heilsteine und Glaubensperlen, aber wenn Apostel und Propheten uns das Brot sinnstiftender Worte zumuten, können wir auf den Brei des Aberglaubens verzichten. Mögen wir geleitet sein durch Sensibilität. Predigen wir über das Glück obdachloser Menschen – und predigen wir den Satten in ihren goldenen Tempeln! Aber bitte nicht gleichzeitig und im Fernsehen. Auch der Klimaschutz kommt besser ohne Hochglanzbroschüren zurecht.

Mögen wir begabt sein mit Mut zur Theologie. Gesetze formulieren und auslegen ist ein nobles Tun, aber der Liebe Gottes nachspüren wirkt weitaus heilsamer. Mögen wir verlockt sein zu mehr Spaß am Leben. Das Reich Gottes mag „nicht Essen und Trinken“ sein, aber Hungern und Dürsten erst recht nicht.

Mögen wir beschenkt sein mit offenen Augen und Herzen. Ganze Welten existieren jenseits von Kirche und Katechismus. Entdecken wir, was Wahr, Gut und Schön jenseits unserer Mauern, gleich nebenan, bedeutet. Mögen wir gesegnet sein mit Gelassenheit. Menschliche Erfolgsrezepte taugen nicht, um die Gottesliebe zu messen. Die Quelle des Lebens ist dem Durstigen verheißen, der sie nötig hat – nicht dem, der sie verdient.

Und mögen wir erfüllt sein vom Staunen. Verschwenden wir unsere Aufmerksamkeit nicht nur auf Nützliches, sondern an so manchen Augenblick. Damit das Wunder des Lebens uns heilig bleibt.
Quelle: Mecklenburgische und Pommersche Kirchenzeitung Nr. 03/2018

Zeit für ein Dankgebet

Pommerscher Kirchenkreis teilt Freude über Fortsetzung der Schiffbautradition in Stralsund

19.01.2018 ǀ Stralsund.  Anfang der Woche hat in der Stralsunder Werft der Bau eines Kreuzfahrtschiffs begonnen. Nach Jahren der Ungewissheit wird damit eine 70-jährige Schiffbautradition fortgesetzt. Bei dem Bau des Schiffs handelt es sich um den ersten Auftrag für die Werft nach der Übernahme durch die Genting-Gruppe, von der die Werften in Wismar, Rostock und Stralsund als MV-Werften-Gruppe betrieben werden. Die Werft beschäftigt nun wieder rund 300 Beschäftigte, zahlreiche weitere werden gesucht. Als die Zukunft der Stralsunder Werft im Spätsommer 2012 ungewiss war und viele Schiffbauer entlassen wurden, luden die Kirchen der Stadt zu einem ersten großen ökumenischen Friedensgebet ein, dem in den folgenden Jahren bis 2017 rund 60 weitere folgten.
 
"Mutmaschine Kirche“ schweißt Menschen zusammen
 
Zu den Organisatoren der Friedensgebete zählt Thomas Nitz vom Nachbarschaftszentrum Grünhufe des Kreisdiakonischen Werks Stralsund. Die Friedensgebete und der ebenfalls von den Kirchen organisierte Marsch zur Werft sowie die Hoffnungslichter auf dem Marktplatz seien wichtige Zeichen gewesen, so Thomas Nitz. „Zeichen, die politisch Verantwortliche auf allen Ebenen in besonderer Weise forderten, ihnen aber auch den Rücken stärkten.“ Die ökumenischen Friedensgebete hätten einen besonderen Zusammenhalt bewirkt und die Menschen durch „die integrative Kraft der ‚Mutmaschine Kirche‘ zusammengeschweißt“, sagt Thomas Nitz. Mit dem Beginn der Arbeiten an dem Kreuzfahrtschiff sei nun die Zeit für ein Dankgebet gekommen.
 
Pröpstin Helga Ruch: Freude über Zukunftsperspektiven
 
„Der Pommersche Evangelische Kirchenkreis und die Kirchengemeinden der Hansestadt Stralsund haben den Weg der Werft und das Schicksal der Mitarbeitenden stets begleitet. Aus dieser langjährigen Verbundenheit heraus freut es mich sehr, dass nun wieder für viele Menschen Zukunftsperspektiven entstehen“, so die Stralsunder Pröpstin Helga Ruch. Sie sei glücklich, dass der Schiffbau wieder ein Teil Stralsunds ist und damit für die Menschen in der Stadt und der Region ein wichtiger Aspekt ihrer heimatlichen Identität erhalten bleibe sowie der Standort gestärkt werde.
Quelle: PEK (sk)

Bericht von der ersten Sitzung des Jahres 2018

Pommerscher Kirchenkreisrat: Begeisterung für geistliche Klänge

18.01.2018 ǀ Weitenhagen.  Der Pommersche Kirchenkreisrat hat auf seiner jüngsten Sitzung Zuwendungen für die „Bläsermusik im Kerzenschein“ und die Barther Kirchenbibliothek bewilligt. Zugleich beschloss das Gremium das „Haus der Stille“ in Trägerschaft des Kirchenkreises zu überführen.

Der Kirchenkreisrat (KKR) hat beschlossen, der Evangelischen Kirchengemeinde St. Marien Greifswald für die „Bläsermusik im Kerzenschein 2017“ eine Zuwendung in Höhe von 1.000 Euro aus der Haushaltsstelle für „Projekte und Initiativen“ zu bewilligen. Die Mariengemeinde hatte einen entsprechenden Antrag an den KKR gestellt. Die „Bläsermusik im Kerzenschein“ fand im vergangenen Jahr zum 42. Mal statt. Unter der Leitung von Landesposaunenwart Martin Huss ließen am 16. Dezember in drei aufeinanderfolgenden Konzerten mehr als 200 Bläser aus evangelischen Posaunenchören Advents- und Weihnachtslieder in der mit unzähligen Kerzen erleuchteten Greifswalder Marienkirche erklingen. Der Eintritt zur „Bläsermusik im Kerzenschein“ ist frei, es wird für die Eintrittskarten lediglich eine Schutzgebühr in Höhe von einem Euro erhoben.
 
Unverzichtbarer Bestandteil der Vorweihnachtszeit
 
Für zahlreiche Greifswalder und für viele Menschen der Region sei die jährliche „Bläsermusik im Kerzenschein“ mit ihren geistlichen Klängen fester und unverzichtbarer Bestandteil der Vorweihnachtszeit sowie eine untrennbar mit der Adventszeit in der Hansestadt verbundene Tradition, hieß es zu der Entscheidung aus dem KKR. Die „Bläsermusik im Kerzenschein“ erfreue sich enormer Beliebtheit. „Die Nachfrage ist ungebrochen und jedes Jahr sind die Eintrittskarten für die sicherlich größte Bläsermusik im Bereich der Nordkirche schneller vergriffen“, so der Kirchenkreisrat. Dabei seien sowohl Aufwand als auch das ehrenamtliche Engagement seitens der Kirchengemeinde und der Bläser rekordverdächtig. Der Kirchenkreisrat sprach allen Beteiligten seinen Dank aus und betonte, wie wichtig es sei, mit der beschlossenen Zuwendung das Wirken der Ehrenamtlichen zu unterstützen.
 
Barther Bibliothek: Kostbare Bücher werden restauriert
 
Aus dem Fonds des PEK für historische Bibliotheken gewährte der Kirchenkreisrat für die weitere Erschließung und den Erhalt der Kirchenbibliothek Barth 500 Euro. Die historisch bedeutende Kirchenbibliothek befindet sich bereits in sanierten und klimatisierten Räumlichkeiten, jedoch muss ein Drittel des Gesamtbestandes noch restauriert werden. Die Kirchengemeinde Barth wird bei der Pflege und Nutzung durch einen Förderverein unterstützt, der den Antrag auf Förderung an den KKR gestellt hatte. Der KKR äußerte sich beeindruckt vom bislang in der Barther Bibliothek Erreichten. Dies sei vor allem dem großen ehrenamtlichen Einsatz zu verdanken. „Wer sich vor Ort ansieht, was entstanden ist, kommt ins Staunen“, hieß es aus den Reihen des Kirchenkreisrats. Die Bibliothek werde rege genutzt. Für den Erhalt der kostbaren Bibliothek seien Kirchengemeinde und Förderverein aber auf finanzielle Hilfe angewiesen. Der KKR hatte im November 2016 die Einrichtung eines Fonds für historische Bibliotheken im Haushalt 2018 mit einem Umfang von 5.000 Euro beschlossen, wobei die maximale Antragshöhe 1000 Euro bei einem maximalen Förderanteil von 50 Prozent beträgt.
 
„Haus der Stille“: Überführung in Trägerschaft des Kirchenkreises
 
Das Seminarhaus „Haus der Stille“ in Weitenhagen „ist ein Angebot für Menschen, die Erneuerung und Vertiefung in ihrem Leben suchen – aus der Begegnung mit Gott“, wie es auf der Internetseite des Hauses heißt. Der Kirchenkreisrat bestätigte in seiner Sitzung einen bereits 2014 gefassten Beschluss sowie die Beschlüsse der Synode und der Kirchengemeinde Weitenhagen, in denen die Überführung des „Hauses der Stille“ in die Trägerschaft des Kirchenkreises entschieden worden war. Das Kuratorium des Hauses hatte Anfang der Woche ebenfalls diese Beschlüsse bestätigt. Das „Haus der Stille“ befand sich zwar von Beginn an in Trägerschaft der Pommerschen Kirche - den Beschluss zu seiner Errichtung fasste die damalige pommersche Landessynode im Jahr 1966 - während des Fusionsprozesses im Zuge der Gründung der Nordkirche war die Trägerschaft jedoch aus formalen Gründen auf die Landeskirche übergegangen.
 
Steigendes Interesse aus den Gemeinden
 
Es gebe eine zunehmende Resonanz bezüglich der Angebote des „Hauses der Stille“ innerhalb des Kirchenkreises und eine stetig steigende Nutzung durch pommersche Kirchengemeinden, so der Vorsitzende des Kirchenkreisrats, Propst Gerd Panknin, über die Wirkung der in jüngster Zeit erfolgten Weiterentwicklung des Konzeptes des Seminar- und Einkehrhauses. „Die Bedeutung des Hauses für den Kirchenkreis nimmt spürbar zu. Es besteht außerdem eine enge Vernetzung zwischen der Kirchengemeinde Weitenhagen und dem ‚Haus der Stille‘“, so der Propst. Derartige Einrichtungen würden zwar keinen Gewinn erwirtschaften und seien auf Zuschüsse angewiesen, jedoch würden immaterielle Werte geschaffen, die nicht zu beziffern seien, so der KKR-Vorsitzende.
 
Weitere Themen

Außerdem befasste sich der KKR während der Sitzung unter anderem mit der Neufassung der Verbandssatzung des Kirchengemeindeverbands Krien, mit kirchengemeindlichen Haushalten, mit Verpachtungsrichtlinien, mit Personalfragen, mit der Errichtung einer Photovoltaikanlage in einer Kirchengemeinde, mit der Umbenennung der „Pfarrstelle Groß Zicker“ in „Pfarrstelle Mönchgut“, mit der Terminplanung im Jahr 2018, mit dem Verfahren zur Einreichung von Amtshandlungsbelegen im Kirchenkreisamt sowie mit dem Entwurf für das neue Banner am Kirchenkreisamt in Greifswald. Die nächste Sitzung des Kirchenkreisrates findet am 20. Februar 2018 statt.
Quelle: PEK (sk)
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Aufarbeitung der Geschichte der Pommerschen Evangelischen Kirche 
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