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Pommerscher Evangelischer Kirchenkreis

Wir heißen Sie auf den Seiten des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) herzlich willkommen. Der „PEK“ ist einer von 13 Kirchenkreisen in der Nordkirche.
 
Der Pommersche Evangelische Kirchenkreis ist Nachfolger der Pommerschen Evangelischen Kirche und gliedert sich in die drei geistlichen Aufsichtsbezirke: Propstei Stralsund, Propstei Demmin und Propstei Pasewalk.
 
Der Kirchenkreis wird in gemeinsamer Verantwortung von der Kirchenkreissynode, dem Kirchenkreisrat und den Pröpstinnen und Pröpsten geleitet.
 
Die Verwaltung des Kirchenkreises und das Regionalzentrum Kirchlicher Dienste befinden sich in Greifswald.
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Nachrichten

Apfelscheune

50.000 Euro für "Mus-Hus" im Starkower Pfarrgarten

15.10.2018 ǀ Stralsund.  Für die Errichtung der Apfelscheune "Mus-Hus" im Pfarrgarten von Starkow bei Stralsund werden 50.000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds des Landes bereitgestellt. Einen entsprechenden Förderbescheid übergab der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern, Patrick Dahlemann (SPD), am Sonnabend auf dem Appeldag im Pfarrgarten an den Verein "Backstein - Geist und Garten", wie die Schweriner Staatskanzlei mitteilte. Im "Mus-Hus" werden verschiedene Säfte, Mus, Chutneys und Liköre nach alten Rezepten hergestellt.

"Die erzielten Erlöse werden für die Erhaltung und Weiterentwicklung der Apfelscheune eingesetzt", sagte Dahlemann. Darüber hinaus sollen in der Scheune viele kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Damit werde der Pfarrgarten in Starkow zum kulturellen Zentrum der Gemeinde Velgast mit Ausstrahlungskraft in die ganze vorpommersche Region.

Nach Angaben des Vereins "Backstein" ist der Grundstein für das "Mus-Hus" gelegt. Der Verein investiert in dieses Projekt 225.000 Euro. Nach Angaben der Schweriner Staatskanzlei wird der Bau der Apfelscheune aus dem Bundesprogramm Land(auf)Schwung mit 150.000 Euro unterstützt. Auch der Landkreis Vorpommern-Rügen fördert das Projekt.

Der 2002 gegründete Verein "Backstein - Geist und Garten" will in Starkow das historische Gartenensemble aus dem 18. bis 20. Jahrhundert wieder herrichten, die historischen Backsteingebäude im Ort pflegen und thematische Führungen anbieten. Zudem setzten sich die Vereinsmitglieder gemeinsam mit der Gemeinde Velgast und der evangelischen Kirchengemeinde dafür ein, in der Dorfkirche Sankt Jürgen ein touristisches Informationszentrum mit Aussichtsplattform und Ausstellung einzurichten.
Quelle: epd

Kirchensanierung

Zusage für Fördermittel aus Strategiefonds

03.10.2018 ǀ Ranzin/Züssow.  Der CDU-Fraktionsvorsitzende der Landtagsfraktion M-V Vincent Kokert besuchte gemeinsam mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor zwei Kirchen in der Kirchengemeinde Züssow-Zarnekow-Ranzin und sicherte der Gemeinde 250.000 Euro aus dem Kirchenbaufonds des Landes zu. Das Geld soll der Sanierung der Kirchen in Ranzin und Züssow zugutekommen.

Für große Freude sorgte gestern der CDU-Fraktionsvorsitzende der Landtagsfraktion M-V Vincent Kokert während eines Vor-Ort-Besuchs in der rund 20 Kilometer südöstlich von Greifswald gelegenen Kirchengemeinde Züssow-Zarnekow-Ranzin. Während eines ausführlichen Austauschs über aktuelle Sanierungsvorhaben sagte Vincent Kokert der Kirchengemeinde 250.000 Euro Fördermittel aus dem für Kirchen eingerichteten Fördertopf im Strategiefonds MV zu. Damit wird es möglich, dringend nötige Instandsetzungsmaßnahmen an den Kirchen in Ranzin und Züssow umzusetzen. Begleitet wurde Vincent Kokert vom CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor, vom CDU-Landtagsabgeordneten Egbert Liskow sowie vom stellvertretenden Landrat Jörg Hasselmann. Willkommen geheißen wurde die Delegation vom Vorsitzenden des Kirchengemeinderats, Bernd-Michael Kellerhoff, von Pastor Dr. Ulf Harder und Mitgliedern der Kirchengemeinde. Vor der Zusage hatten sich die Politiker in den beiden Kirchen ein umfassendes Bild von den anstehenden notwendigen Sanierungsarbeiten gemacht und sie sich von den beiden mit der Bauvorbereitung beauftragten Architekten, Dr. Anne Börrnert (Ranzin) und Klaus Berge (Züssow), im Detail erläutern lassen.

Investitionen sind Bekenntnis zur Zukunft

„Ich möchte etwas für die Dorfkirchen tun, sie sind ortsbestimmend“, kommentierte Vincent Kokert die Mittelzusage. Gleichzeitig sei ihm wichtig, dass das Geld aus dem Kirchenbaufonds dorthin fließe, wo es ein lebendiges Gemeindeleben gebe. Es gehe nicht darum, Denkmäler zu sanieren, sondern vor allem Gotteshäuser, in denen bei aller Multifunktionalität Gott die wichtigste Rolle spiele, so Vincent Kokert. Es nütze nichts, nach der Sanierung ein schönes Gebäude ohne Leben zu haben. Daher habe er sich vor Ort einen Eindruck nicht nur von den Sanierungsvorhaben, sondern auch vom Gemeindeleben verschaffen wollen. „Ich habe gesehen, wie notwendig die Sanierungen sind. Und es ist toll, was sie hier in ihrer Gemeinde alles machen“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende. „Die Investitionen hier sind ein Bekenntnis zur Zukunft.“

Rissiges Mauerwerk und feuchte Wände

Die Kirche in Ranzin ist durch starke Rissbildungen im Mauerwerk in ihrer Substanz bedroht. Zu den notwendigen Sanierungsmaßnahmen zählt die Einziehung von Zugankern. Einschließlich der Turmsanierung wird die Sanierung der Ranziner Kirche voraussichtlich 700.000 Euro kosten. Davon sind für die Instandsetzung des Kirchenschiffs im Rahmen eines ersten Bauabschnitts 244.000 Euro veranschlagt. In der Zwölfapostelkirche in Züssow stehen nach der fast abgeschlossenen Neudeckung unter anderem die grundlegende Entfeuchtung sowie die Erneuerung von Fußboden und Heizung auf dem Plan. Veranschlagt sind hier 140.000 Euro.

Mit den Menschen im Gespräch bleiben

Vincent Kokert nutzte seinen Besuch für einen Appell an beide großen christlichen Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern: Er wolle die Kirchen dazu ermutigen, sich stärker bei politischen Themen einzumischen. Das sei wichtig für die Gesellschaft. „Vor allem geht es darum, im Gespräch mit den Menschen zu bleiben.“ Vincent Kokert und Philipp Amthor bedauerten, dass ihnen im politischen Tagesgeschäft oft die Zeit für diese unmittelbaren Gespräche fehle. „Wir unterstützen sie dabei gern“, sagte Pastor Ulf Harder und bot den beiden Politikern an, mit Veranstaltungsformaten vor Ort die Plattform für diese Gesprächskultur zu schaffen. Vincent Kokert und Philipp Amthor sagten zu, künftige Einladungen gern anzunehmen.

Informationen zur Kirchengemeinde


Die Kirchengemeinde Züssow-Zarnekow-Ranzin im Landkreis Vorpommern-Greifswald besteht aus den früheren eigenständigen Kirchengemeinden Züssow, Zarnekow und Ranzin, die sich vor rund zehn Jahren zusammenschlossen. Zum Gemeindegebiet gehören zwei Pfarrämter, die viele Gemeindeaktivitäten gemeinsam und in enger Absprache organisieren. Zur Kirchengemeinde zählen die Orte Brüssow, Giesekenhagen, Jagdkrug, Karlsburg, Lühmannsdorf, Moeckow, Steinfurth, Wrangelsburg, Zarnekow, Glödenhof, Gribow, Kessin, Krebsow, Lüssow, Nepzin, Oldenburg, Radlow, Ranzin, Schmatzin, Thurow und Züssow.
Quelle: PEK (sk)

Bischöfe Abromeit und v. Maltzahn berichten der Landessynode

"Guter Gottesdienst lebt von der Beteiligung“

29.09.2018 ǀ Lübeck-Travemünde.  Was macht einen guten Gottesdienst aus und wie können Kirchenleitung und Gemeinden die Voraussetzungen dafür schaffen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Bischöfe Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald) und Andreas v. Maltzahn (Schwerin) in ihrem Bericht aus dem Sprengel Mecklenburg und Pommern vor der Landessynode der Nordkirche.

Ein statistischer Befund lautet: Die Zahl der Gottesdienste hat in den vergangenen Jahren zwar abgenommen, die Zahl der Besucher ist jedoch stabil geblieben. Demnach liegt der durchschnittliche Gottesdienstbesuch im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern derzeit bei 4,3 Prozent der Gemeindeglieder und ist damit deutlich höher als in Hamburg  mit 2,3 Prozent und Schleswig-Holstein mit zwei Prozent. Bischof v. Maltzahn resümierte: „Die Zahl der Kirchenmitglieder ist zwar in unserem Bundesland deutlich geringer, ihre Bindung an das Format ‚Gottesdienst‘ jedoch vergleichsweise hoch.“ Dabei erfreuten sich Gottesdienste zu bestimmten Anlässen oder für bestimmte Zielgruppen immer größerer Beliebtheit. Als Beispiele nannte der Schweriner Bischof Gottesdienste anlässlich von Jubiläen oder Dorffesten, Regional-Gottesdienste, Florians- oder Biker-Gottesdienste. Immer mehr Menschen besuchten Gottesdienste an besonderen Orten, etwa, wenn zu Seebrückengottesdiensten an der Küste oder Tauf-Festen in der Natur an einem Gewässer eingeladen wird. 

„Man kann die gottesdienstliche Hinwendung zu besonderen Anlässen, Orten, Liturgien oder auch an spezielle Zielgruppen wie Reiter und Liebhaber von Traktoren als ‚Einbruch des Zeitgeistes‘ geißeln“, meinte Andreas v. Maltzahn. „Vielleicht ist es jedoch etwas anderes – ein waches Wahrnehmen der Menschen in ihren Bedürfnissen und worauf sie ansprechbar sind, der Impuls, zu den Menschen hinzugehen und auch gottesdienstlich auf sie einzugehen.“ Damit solch eine vielseitige Gottesdienstlandschaft erblühen könne, brauche es eine „Kultur der Erlaubnis“, so der Bischof: „Wenn Kleinstgottesdienste bedrückend sind, sie nicht krampfhaft durchhalten zu müssen, auch bei Gottesdiensten Schwerpunkte setzen zu dürfen, eine kreative Atmosphäre zu fördern, in der die Suche nach neuen Gottesdienstformen unterstützt wird – all das ist Aufgabe von Leitung.“

Unerlässlich dafür seien die Ehrenamtlichen: „Sie auszubilden und zu begleiten, sie nicht als Lückenbüßer zu missbrauchen, sondern ihre Gottesdienste als kostbaren Dienst am Leib Christi zu achten – darauf kommt es an“, sagte v. Maltzahn vor den Landessynodalen und nannte Zahlen: In Mecklenburg sind derzeit 62 Prädikantinnen und Prädikanten aktiv, in Pommern sind es 24. Hinzu kommen 147 Lektorinnen und Lektoren, die ebenfalls selbstständig Gottesdienste leiten.

"Predigt ist Ausdruck und Markenzeichen unserer Kirche"

Der Greifswalder Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit fragte nach der Definition eines „guten Gottesdienstes“ in der Tradition von Martin Luther unter heutigen Bedingungen: „Guter Gottesdienst ist ein Dialog von Gott und Mensch. Guter Gottesdienst lässt sich also nur bedingt von Menschenhand machen, er geschieht vielmehr. Lässt sich überhaupt messen, ob ein Gottesdienst gut genannt werden kann?“ Er plädierte dafür, Statistiken zwar ernst zu nehmen, sie jedoch nicht unreflektiert zu verwenden: „Zahlen über Gottesdienstbesucherinnen und Gottesdienstbesucher sind dabei nur sehr eingeschränkt aussagekräftig.“

In der Bewertung eines Gottesdienstes käme der Predigt noch immer die größte Bedeutung zu: „Die Predigt ist Ausdruck und Markenzeichen unserer evangelischen Kirche schlechthin.“ Sie müsse einladend, aber nicht banal sein: „Weiß die Predigerin oder der Prediger über Allgemeinplätze hinaus nichts zu sagen, werden die Gottesdienstbesucher nicht wiederkommen. Was ich einfacher in der Zeitung oder im Netz lesen kann, muss ich sonntags nicht von der Kanzel hören. Die Gemeindeglieder wollen mit ihrer inneren Welt im Gottesdienst vorkommen. Entscheidend ist, dass der Hörer den Eindruck gewinnt: Die Predigerin ist im Gespräch mit mir.“

Als einen wichtigen Indikator für gute Gottesdienste nannte Bischof Abromeit den Umgang mit Familien: „Wenn Kindergottesdienste angeboten werden, zu denen die Kinder gerne gehen, haben alle drei Seiten etwas davon: Die Kinder erleben eine wertvolle Zeit, in der sie etwas von Gottes Wort erfahren. Eltern haben die Gelegenheit, aufzutanken und sich einmal nur auf ihre eigenen spirituellen Bedürfnisse zu konzentrieren. Die Gemeinde erlebt, dass Kinder da sind, und schon das hebt bei einigen die Laune.“  

Der Greifswalder Bischof fasste zusammen: „Guter Gottesdienst ist nicht das Werk einzelner Profis. Der Gottesdienst ist erfahrungsbezogen und lebt von Beteiligung. Er ist ein Ort persönlicher Begegnung ohne Vereinnahmung. Wenn er gelingt, ist er ein Geschenk der Gnade Gottes.“ Der klassische Gottesdienst am Sonntagvormittag in der Kirche reiche dazu heute im Blick auf die unterschiedlichen Erwartungen und Bedürfnisse nicht mehr aus. Viele Gemeinden hätten deswegen ein zweites Format etabliert, das zwar unterschiedlich in der Form, aber häufig in einer erstaunlichen Regelmäßigkeit stattfinde. Bischof Abromeit sagte: „Solche ‚anderen Gottesdienste‘ erreichen viele Menschen, die sonst nicht zu einem ‚normalen‘ Gottesdienst“ gehen, ja noch nicht einmal eine Kirche betreten würden.“
Quelle: Bischofskanzlei Greifswald (ak)
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