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Insel Usedom unter Tatorten

Polizei stellt Diebesgut aus Kirchen sicher

25.07.2019 ǀ Erfurt/Insel Usedom.  Bei einer Hausdurchsuchung hat die Erfurter Kriminalpolizei umfangreiches Diebesgut aus Kirchen sichergestellt. Zufällig seien rund 40 gestohlene, sakrale Gegenstände in der Wohnung eines 56-jährigen Erfurters entdeckt worden, wie die Polizei am Donnerstag in Erfurt mitteilte. Dessen Wohnräume waren bereits im Mai von den Beamten wegen eines Ermittlungsverfahrens durchsucht worden.

Die Bilder und Statuen sind den Angaben zufolge teilweise mehrere hundert Jahre alt. Wie hoch der Gesamtschaden der Beute ist, lässt sich laut Polizei aktuell nicht beziffern. Momentan laufe die Zuordnung der Gegenstände. Die Kripo Erfurt steht mit Behörden anderer Bundesländer in Kontakt und versucht, die betroffenen Kirchengemeinden ausfindig zu machen. Bisher konnten Usedom, das Eichsfeld und Tirol als Tatorte ermittelt werden. Ob der Mann die Gegenstände ausschließlich für sich selbst sammelte oder das Diebesgut auch veräußert hat, ist bisher nicht bekannt.

Unter dem Diebesgut waren der Polizei zufolge neben Statuen und Bildern auch ein Messdienergewand. Der Mann sei bei seinen Diebestouren nicht zimperlich vorgegangen, teilte die Polizei mit. "Mit brachialer Gewalt wurden die Gegenstände aus Holz und Stein während der Öffnungszeiten der Gotteshäuser von den Kanzeln gebrochen." Manche der Statuen seien im Wohnhaus des 56-Jährigen "regelrecht ausgestellt" gewesen, andere habe er versteckt.
Quelle: epd

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