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Bronzeglocken aus Dahmen und Hohenbrünzow

Sachsens Polizei findet vermisste Glocken aus MV

Die gestohlenen Bronzeglocken aus Dahmen und Hohenbrünzow wurden in Sachsen sichergestellt
20.07.2016 ǀ Markneukirchen.  In Markneukirchen (Vogtland) hat die Polizei bei einer Durchsuchung zufällig zwei gestohlene Bronzeglocken aus Mecklenburg-Vorpommern gefunden. Sie waren Ende des vergangenen Jahres von zwei Friedhöfen entwendet worden, teilte die Polizei am Mittwoch in Zwickau mit. Der Wert der aus dem Jahr 1614 und 1861 stammenden Glocken wird jeweils auf mehrere Tausend Euro geschätzt.

Ein 57-jähriger Mann aus Markneukirchen steht nun im dringenden Verdacht, die beiden jeweils über 100 Kilogramm schweren Glocken gestohlen und ins Vogtland gebracht zu haben. Er zeigt sich geständig. Die beiden Glocken wurden bei der Plauener Polizei sichergestellt und am heutigen Mittwoch an zwei Berechtigte der beiden betroffenen Kirchengemeinden übergeben, welche die wertvolle Fracht zurück nach Mecklenburg-Vorpommern bringen.

Die 60 Zentimeter hohe Friedhofsglocke von Hohenbrünzow (Kreis Mecklenburgische Seenplatte, Pfarramt Hohenmocker bei Demmin) war in den letzten Wochen des Jahres 2015 aus ihrem offenen Glockenstuhl verschwunden. Auch in Dahmen (Landkreis Rostock, Kirchengemeinde Bülow) war das mehr als 100 Kilogramm schwere Geläut aus einem frei zugänglichen Glockenstuhl auf dem Friedhof gestohlen worden.

Die Durchsuchungen bei dem 57 Jahre alten Tatverdächtigen im sächsischen Vogtland waren eigentlich im Zuge eines anderen Ermittlungsverfahrens erfolgt. Worum es sich dabei handelte, wollte die Polizei nicht sagen. Auch zu dem Motiv des Beschuldigen wurden noch keine Angaben gemacht.
Quelle: epd/Polizei Sachsen