Pommersche Synode beschloß Aussetzung von Pfarrstellenbesetzungen
Züssow (ran). Die Landessynode der Pommerschen Evangelischen Kirche hat eine Aussetzung aller Pfarrstellenbesetzungen in den Gemeinden bis zur Erarbeitung des Pfarrstellenplans im Herbst 2005 beschlossen. Hintergrund ist der Rückgang der Bevölkerung und die sinkenden Einnahmen. Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit: Die pfarramtliche Versorgung ist mit 105 Pfarrstellen auch auf dem Lande gewährleistet. Und wer einen evangelischen Gottesdienst besuchen will, kann das auch in erreichbarer Nähe tun.“ Deutlich war in der Aussprache, daß es eine Notmaßnahme ist, die die Synode beschlossen hat.
Damit sollen 1000 Gemeindeglieder im Durchschnitt auf eine Pfarrstelle kommen. Dies sei auch im Zusammenhang der anderen Landeskirchen in Deutschland zu sehen, so Bischof Abromeit, wo Westfalen 2500 Gemeindeglieder für jede Gemeindepfarrstelle habe und Pommern etwa 760 Gemeindeglieder.
Die 69 Synodalen berieten auch über einen Entwurf zu Änderung des Pfarrstellenbesetzungsgesetzes, wonach das Konsistorium nach Rücksprache mit der Gemeinde bis 2011 alle Gemeindepfarrstellen besetzen kann. Dieser Gesetzentwurf wurde mit großer Mehrheit bis zum Herbst 2005 zurückgestellt bis die Pfarrstellenplanung abgeschlossen ist.
Oberkonsistorialrat Hans-Martin Moderow betonte, daß dies „Teil eines Maßnahmebündels“ sein soll, um einerseits die Pfarrstellenreduzierung umzusetzen und andererseits dem Nachwuchs Chancen auf eine Pfarrstelle in der Landeskirche zu geben. (25.4.2005)

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