Nach oben

Mecklenburgischer Kirchenkreisrat besetzt Pfarrstelle

Neuer Pastor für Flüchtlingsarbeit in MV

22.12.2014 ǀ Schwerin/Greifswald.  Für drei Jahre hatte die mecklenburgische Kirchenkreissynode Mitte November eine Projektpfarrstelle für die Flüchtlingsarbeit im Sprengel Mecklenburg und Pommern eingerichtet. Jetzt besetzte der Kirchenkreisrat diese personell: Pastor Walter Bartels wird seine Arbeit zum 1. Februar 2015 aufnehmen.

Ein Schwerpunkt soll in den Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Nostorf-Horst und künftig ebenso in Schwerin liegen, denn hier plant das Land eine zusätzliche Einrichtung. „Angesichts zunehmender Flüchtlingszahlen ist der Bedarf an kirchlicher Arbeit auf diesem Gebiet rasant gestiegen. Und wir sehen diese als sehr wichtig an“, so Propst Wulf Schünemann. Doch die Gemeindeseelsorger wie auch die betroffenen Kirchengemeinden seien auf diese neuen Anforderungen nicht genügend vorbereitet und es fehle vor Ort schlicht an freien Kapazitäten. Zugleich wachse landesweit der Bedarf der Kirchengemeinden, in Fragen der Begleitung von Flüchtlingen und des verantwortlichen Umgangs mit Kirchenasylen beraten zu werden.

Pastor Bartels bringt internationale Erfahrungen mit: „Erst kürzlich beendete der 62-Jährige einen vierjährigen Aufenthalt in Tansania. In dem afrikanischen Land war er als Seelsorger an einem Krankenhaus in Moshi tätig“, so Propst Schünemann. Zugleich freue sich Pastor Bartels auf die in mehrfacher Hinsicht wichtige Aufbauarbeit, die in der Projektpfarrstelle Flüchtlingsarbeit zu leisten sei. Dazu gehörten beispielsweise der Kontakt zum Aufnahmelager in Horst und mit den Menschen, die in ihm untergebracht sind und die dort arbeiten, die Seelsorge und eine möglichst direkte Kommunikation mit den Flüchtlingen. und eine Vernetzung der Arbeit vor Ort mit den (Kirchen-)Gemeinden. Daneben ist auch die Zusammenarbeit mit weiteren in der Flüchtlingsarbeit Engagierten z.B. beim Diakonischen Werk und anderen gesellschaftlichen Gruppen zu organisieren.
Quelle: ELKM (cme)