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Einweihung am Samstag

Pfarrscheune Sülstorf wird Gedenkort

14.03.2018 ǀ Schwerin.  Die Pfarrscheune in Sülstorf (bei Schwerin) ist saniert und als Begegnungsstätte und Gedenkort ausgebaut worden. Eingeweiht wird der Bau am Sonnabend (17. März, 11 Uhr) mit der Präsentation zweier Ausstellungen. Angesprochen werden sollen neben Einheimischen auch Touristen, Pilger und Radwanderer, teilte die Gemeinde am Dienstag mit

Die Scheune dokumentiert mit der Ausstellung "Der Ehrenfriedhof Sülstorf" die Hintergründe des Räumungstransportes aus dem KZ Helmstedt-Beendorf nach Wöbbelin und Hamburg im April 1945. In der zweiten Ausstellung "Die Kirchengemeinde Sülstorf im Wandel der Zeit" wird an die 800-jährige Geschichte des vom Johanniterorden gegründeten Dorfes erinnert.

Am Bahnhof Sülstorf stand vom 13. bis zum 15. April 1945 ein Zug mit 3.000 weiblichen und 1.350 männlichen KZ-Häftlingen aus dem KZ Beendorf, einem Außenlager des Hamburger KZ Neuengamme. Die Männer kamen am 15. April in das KZ-Außenlager Wöbbelin, die Frauen wurden mit dem Zug nach Hamburg deportiert. Rund 300 Häftlinge kamen in Sülstorf aufgrund von Mangelernährung und Misshandlungen ums Leben.

Das Scheunenprojekt wurde gemeinsam von der evangelischen Kirchengemeinde Pampow-Sülstorf und dem Verein Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis Ludwigslust-Parchim umgesetzt und aus Mitteln der EU, der Kirche und privaten Spenden finanziert.
Quelle: epd

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