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Pastorin mit Heimatgefühl

Ellen Nemitz beginnt ihren Dienst in den Kirchengemeinden Rambin und Altefähr

Pastorin Ellen Nemitz
20.01.2015 ǀ Stralsund.  Am 1. Februar beginnt Pastorin Ellen Nemitz ihren Dienst in den Kirchengemeinden Rambin und Altefähr. Vorgestellt hat sie sich am vergangenen Sonntag (18. Januar) der Gemeinde in Rambin, in Altefähr war sie eine Woche zuvor im Gottesdienst. „Ich bin sehr dankbar für die warmherzige Aufnahme“, freut sie sich über das positive Echo aus den Gemeinden. Geboren wurde Ellen Nemitz im thüringischen Meiningen. Doch bereits als Kind kam sie nach Pommern. „Mein Vater ging als Pastor vor 30 Jahren nach Stralsund. Und wenn mich heute jemand nach meiner Herkunft fragt, sage ich: ich bin Pommer“, so die 43-Jährige.

Handfeste Beschäftigung mit der Schöpfung

Ihr Vikariat absolvierte Ellen Nemitz in St. Marien in Stralsund. Dass sie einmal Pastorin werden würde, war lange nicht klar. Gelernt hatte sie zunächst Gartenbau und war so auf ganz handfeste Art bereits mit der Schöpfung beschäftigt. Auch war sie einige Zeit in der Zahnarztpraxis ihres Mannes angestellt. Pastorin stand zunächst nicht in ihren Zukunftsplänen. „Mein Vater hat nie Druck ausgeübt, damit ich in seine Fußstapfen trete. Er hat mir die freie Wahl gelassen, was ich beruflich machen wollte“, sagt die verheiratete Mutter von vier Kindern. „Ich habe ehrenamtlich in Gemeinden gearbeitet, war unter anderem für einige Zeit in der Jugendarbeit tätig, und bekam dabei mehr und mehr das Gefühl, dass ich für diese Tätigkeit einfach mehr theologischen Hintergrund brauche.“

„Ich bleibe in Pommern“

Um sich entsprechend weiterzubilden, besuchte Ellen Nemitz daher Seminare in Greifswald. Nach dem Besuch eines dieser Seminare sei ihr ganz plötzlich klar geworden, dass sie Pastorin werden wollte, erinnert sie sich. „Als ich Pröpstin Helga Ruch damals von meinem Entschluss erzählte, sagte sie mir, dass sie das gehofft und dafür gebetet habe“, erzählt die Pastorin. Nach dem Studium die Heimat zu verlassen, kam für Ellen Nemitz nicht infrage. „Dass ich hier in Pommern bleiben will, war mir schon immer klar. Ich habe hier reingeheiratet und ein echtes Heimatgefühl entwickelt.“ Entsprechend groß ist ihre Freude darüber, dass sie nun ihren Dienst unmittelbar vor den Toren Stralsunds antreten kann. Die Schwierigkeiten des ländlichen Raums, wie demografischer Wandel oder die Abwanderung vieler junger Menschen, schreckt sie nicht. „Das ist für mich eher eine Bestärkung und ein Grund mehr, hier zu bleiben“, sagt die Pastorin.
Quelle: PEK (sk)