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Acht Vikare fangen in MV ihre praktische Ausbildung an

Pastoren-Nachwuchs am Start

Von Marion Wulf-Nixdorf

Die neuen Vikare im Sprengel Mecklenburg und Pommern, die am 2. Oktober in einem Gottesdienst im Ratzeburger Dom berufen wurden. In der Mitte Regionalleiterin Christiane Körner.
13.10.2019 ǀ Ratzeburg.  Rund 300 Vikare haben seit der Nordkirchengründung 2012 ihre praktische Ausbildung absolviert, fast alle sind nach erfolgreichem Zweiten Theologischen Examen in ein Pfarramt in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern oder Hamburg gegangen. Jetzt fangen acht neue Vikare in MV an.

Die Ratzeburger Domhalbinsel war am 2. Oktober in Sonnenlicht getaucht. Im Dom schnatterten Kinder um die Wette. Sie waren nicht allein gekommen, die neuen Vikare, die ihren Dienst in Mecklenburg und Vorpommern sowie in der Region um Lübeck beginnen. Einige von ihnen haben Kinder, die selbstverständlich dabei waren, aber auch ihre Partner, Eltern, sogar Großeltern waren mitgekommen zum Gottesdienst, in dem sie von Oberkirchenrat Matthias de Boor, Referent im Dezernat Dienst der Pastoren der Nordkirche, die Berufungsurkunde erhielten. Mit Handschlag und ihrer Unterschriftverpflichteten sie sich zu Dienstverschwiegenheit und zur Wahrung des Beichtgeheimnisses.

Eine Gastvikarin aus der württembergischen Landeskirche wird in Gristow im pommerschen Kirchenkreis ihr Vikariat absolvieren, sieben Vikare fangen im Kirchenkreis Mecklenburg an: in St. Johannis Rostock, Grevesmühlen, St. Nikolai Wismar, Wittenburg, Biestow, im Dom Güstrow und in Bad Doberan.

Die Vikare hatten Mitspracherecht bei der Suche nach ihrem Einsatzort, erzählt ihre Regionalmentorin Pastorin Christiane Körner. Sie lernten im Vorfeld alle zur Verfügung stehenden anleitenden Pastoren kennen, konnten in verschiedene Gemeinden fahren und sich umsehen. Dann mussten sie eine Liste mit fünf favorisierten Einsatzorten aufstellen. „Ich bin froh, dass wir die Stellen in Mecklenburg-Vorpommern besetzen konnten“, sagt Christiane Körner. „Viele Vikare sind aus familiären Gründen an die Lübecker Region gebunden.“ Oberkirchenrat de Boor fügt hinzu: „Uns liegt sehr an einer guten Zusammenarbeit in der Gemeinde. Deshalb wird niemand irgendwohin geschickt, wohin er nicht möchte.“

Vikare entlang der A20 im Einsatz

Nun beginnen die Vikare mit der Arbeit als Religionslehrer in Schulen, nach einem halben Jahr wechseln sie dann in die Kirchengemeinden. 25 Kurswochen finden im zweieinhalbjährigen Vikariat statt. In diesen Wochen treffen sie auch die zehn Vikare aus dem Nord-Ost-Kurs aus Schleswig-Holstein, mit denen sie am Mittwoch voriger Woche gemeinsam angefangen haben.

Außerhalb der Kurswochen treffen sie sich wöchentlich in Gruppen mit ihrer Regionalmentorin zum Austausch, zur Supervision. „Das ist auch der Grund, warum wir die Vikare entlang der A20 in Gemeinden untergebracht haben. Die Entfernungen müssen machbar sein“, erklärt Pastorin Körner. Die Kirchengemeinden dieses Kurses liegen zwischen Rostock und Travemünde. Die Ausbildungsgemeinden des nächsten Kurses werden in Vorpommern und Ostmecklenburg sein.

Während die neuen Vikare nach dem Gottesdienst mit Studienleiter Andreas v. Maltzahn eine Besichtigung durch das Predigerseminar Ratzeburg unternehmen, die Angehörigen von Rektor Kay-Ulrich-Bronk über das Gelände geführt werden, schreibt der Vorgängerkurs nebenan seine Abschlussarbeit. Die meisten Absolventen werden im Februar 2020 ins Pfarramt gehen.
Quelle: Mecklenburgische und Pommersche Kirchenzeitung Nr. 41/2019

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