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Dithmarscher Ex-Propst wird Inselpastor auf Usedom

Pastor Henning Kiene in Pfarramt Ahlbeck-Zirchow eingeführt

Pastor Henning Kiene (links) während der Einführung in der Ahlbecker Kirche durch Propst Andreas Haerter (2.v.r.), begleitet von Pastorin Annegret Möller-Titel und Thies Gundlach, Vizepräsident des Kirchenamts der EKD.
04.03.2019 ǀ Usedom.  Während eines Gottesdienstes in der Ahlbecker Kirche auf der Insel Usedom wurde am Sonntagnachmittag (3. März) Pastor Henning Kiene von Propst Andreas Haerter in das Pfarramt Ahlbeck-Zirchow eingeführt.

In seiner Ansprache zur Einführung drückte der Propst seine Freude darüber aus, dass die Besetzung der Pfarrstelle sehr schnell gelungen sei. Die Vakanz sei nur kurz gewesen, so dass es nun einen beinahe nahtlosen Übergang gebe, so der Propst. Eine gemeinsame Wegstrecke liege nun vor den Kirchengemeinden Ahlbeck und Zirchow und ihrem neuen Pastor. „Mögen es segensreiche Jahre sein“, sagte Andreas Haerter. Die Einführung in das Pfarramt sei eine öffentliche Angelegenheit, bei der die Gemeinde die Berufung in das Amt bestätigt. „Pastoren brauchen die Gewissheit, von Gott gerufen zu sein. Gott vertraut Dir, Henning Kiene, dieses Amt an. Mögest Du trösten, ermutigen, begleiten und die Verbindung von Einheimischen und Gästen stärken. Du wirst die Frohe Botschaft weitertragen!“
 
Liebe zur Gemeinde zog auf die Insel

Henning Kiene (Foto: Annemarie Kiene)
Henning Kiene blickt bereits auf fast 30 Jahre als Pastor zurück. Er wurde im Ruhrgebiet geboren und wuchs in Hamburg auf. Er war Inselpastor auf Amrum, Propst im Kirchenkreis Dithmarschen und journalistisch in Hamburg tätig. Zuletzt arbeitete der verheiratete Vater von drei Kindern im Kirchenamt Hannover und beschäftigte sich dort vor allem mit dem Reformationsjubiläum. Doch die Liebe zur Gemeinde habe ihn niemals losgelassen, so Henning Kiene. Diese Liebe sei ausschlaggebend gewesen, sich für die Pfarrstelle zu bewerben. „Ich möchte hier die ganze Spannbreite des Pastorenseins ausloten“, so Henning Kiene über seine Motivation, auf die Insel Usedom zu kommen. Die Ausschreibung fiel ihm nicht zuletzt deshalb ins Auge, weil sie mit A wie Ahlbeck bis Z wie Zirchow genau diese Spannbreite ganz augenfällig versinnbildlichte. „Im Pfarramt kommen die Geschichten in den Blick, in denen sich Gott und die Welt verbinden.“ In der Gemeinde werde spürbar, wie das Wort Gottes die Menschen in Bewegung setzt. Mit 59 Jahren sei er darum bereit, noch einmal neu zu beginnen.
 
Offene Ohren und offene Türen als Zusage
 
Eine besondere Freude sei für ihn bei diesem Neubeginn das Amtszimmer, verriet der Pastor. Mit dem kleinen Turm sei das Ahlbecker Amtszimmer einzigartig. Gern tausche er es gegen sein Büro in Hannover ein. „Für mich ist das Amtszimmer ein protestantischer Urort, an dem sich Gedanken finden, Konzepte entstehen und geschrieben wird.“ Und das Amtszimmer sei ein Ort für Gespräche und Begegnungen. Henning Kiene sagte der Gemeinde offene Ohren und offene Türen zu. Er wolle erkunden, woran die Herzen der Menschen hängen und auch auf diejenigen zugehen, die der Religion fern stehen. „Die Kirche ist Dienstleister an der Gesellschaft in Sachen Wort Gottes“, ist Henning Kiene überzeugt. Er wolle an seiner neuen Wirkungsstätte hinhören, verstehen, begreifen und darauf lauschen, was gut sei für Einheimische und Gäste. Henning Kiene nahm nach seiner Einführung zahlreiche Willkommensgrüße entgegen. Die Kirchengemeinderäte überbrachten Präsente und sprachen herzliche Grußworte ebenso wie der Regionalkonvent, vertreten durch den Gemeindepädagogen Cord Bollenbach, und Bürgermeister Lars Petersen.

Quelle: PEK (sk)

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