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Delegationen aus Bayern und Mecklenburg treffen sich in Regensburg

Partnerkirchen befassen sich mit Kirche und Hochschule

16.01.2019 ǀ Schwerin/Regensburg.  „Kirche und Hochschule“ ist eines der Gesprächsthemen bei der Begegnung von Vertretern der Nordkirche und ihres Kirchenkreises Mecklenburg mit der bayerischen Kirchenleitung vom 18. bis 20. Januar in Regensburg.

Am Sonnabend sprechen die Kirchenvertreter mit Prof. Udo Hebel, dem Präsidenten der Universität Regensburg, über das Thema „Wieviel Religion verträgt die säkularisierte Universität?“ Auf dem Programm am Nachmittag steht ein Austausch über studentisches ehrenamtliches Engagement mit Vertretern von CampusAsyl e.V. Ein Gottesdienst am Sonntag in der Regensburger St. Matthäuskirche bildet den Schlusspunkt der Begegnung. Dort predigt der Schweriner Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn. Dazu wird herzlich eingeladen.

Die jährlichen Begegnungen sind Teil der über 70jährigen Kirchenpartnerschaft zwischen der bayerischen Landeskirche und dem Kirchenkreis Mecklenburg innerhalb der Nordkirche. Die Delegation des Kirchenkreises Mecklenburg wird geleitet durch den Landesbischof der Nordkirche, Gerhard Ulrich, den Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern, Andreas v. Maltzahn und Stefanie Wolf, der Präses der Kirchenkreissynode. Aus Bayern kommen Mitglieder des Landeskirchenrats und des Landessynodalausschusses unter Leitung von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel nach Regensburg.

Partnerschaft seit 1948

Seit 1948 besteht die Partnerschaft zwischen Bayern und Mecklenburg, erste Anfänge reichen bis in die 1930er-Jahre zurück. Die Partnerschaft wurde auch fortgesetzt, als im Jahr 2012 die Mecklenburgische Kirche Teil der Nordkirche wurde. Die Tradition hat die Zeit der zwei deutschen Staaten überdauert und den Weg für die Wende im Jahr 1989 bereitet. Sie hat Freundschaften zwischen Kirchengemeinden und Familien entstehen lassen, die bis heute lebendig sind.

Derzeit halten mehr als 40 Kirchengemeinden in Bayern und Mecklenburg Kontakt und gestalten Partnerschaften. Die Zahl lag vor dem Mauerfall deutlich höher. Nach 1961 hatte fast jede mecklenburgische Kirchengemeinde eine Partnergemeinde im Freistaat Bayern. Es gab sogar damals verbotene Drittlandbegegnungen. So trafen sich junge Christen aus Bayern und Mecklenburg beispielsweise in der damaligen Tschechoslowakei zu gemeinsamen Rüstzeiten. Bis heute gibt es zwischen Gemeinden vielfältige Besuche, Kanzeltausch-Aktionen, gemeinsame Jugend-Freizeiten, Familien und Gemeindeglieder besuchen sich wechselseitig.

Die wechselseitigen Besuche der Kirchenleitungen in den vergangen Jahren haben die Beziehungen vertieft. Der Austausch und die Besuche vor Ort machen deutlich, was sich von der Situation her gleicht und wo es Unterschiede in der kirchlichen Arbeit zwischen Bayern und Mecklenburg gibt, wo man voneinander lernen oder auch helfen kann.
Quelle: ELKM (cme)


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