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Bischof Abromeit bei der Predigt. Fotos: Neumann
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Das wiedergewählte Präsidium der Landessynode
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Pommersche Landessynode hat begonnen
Synodalpräses Dr. Rainer Dally wiedergewählt
Greifswald (rn). Mit einem Gottesdienst ist am Freitagnachmittag (16. April) die neugewählte pommersche Landessynode zu ihrer ersten Tagung im Wichernhaus in Züssow zusammengekommen. Ein Schwerpunktthema für die 68 Synodalen ist eine Stellungnahme zur „Armut in der Gesellschaft“. Am Sonnabend wird Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit einen Bericht zur geplanten Nordkirche geben.
In seiner Eröffnungspredigt sagte Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit: "Ein neues Kapitel unserer Kirche sollen wir aufschlagen. Wir sind die XII. Pommersche Landessynode und nach menschlicher Erwartung und Berechnung wahrscheinlich die letzte. Im Jahre 2012 wird die Pommersche Evangelische Kirche ihre souveräne Existenz aufgeben, 478 Jahre nach ihrer Gründung im Jahre 1534 auf dem Landtag zu Treptow an der Rega." Und der Bischof beschrieb die Aufgabe seiner Kirche: "Heiße Religion lebt nicht nur unter den Massen. Sie kann sich auch der vielleicht zu groß gewordenen Strukturen einer Volkskirche im Übergang zu einer Gemeindekirche bedienen. Unser Bestreben als Synodale sollte nicht dahin gehen, möglichst viel Bedeutung für unsere Kirche zu erlangen, sondern lebendiges geistliches Leben in ihr zu ermöglichen."
Zu Beginn der Landessynode wurde der bisherige Präses Dr. Rainer Dally wiedergewählt. Seine Stellvertretung nehmen die bisherigen Vizepräsides Elke König (Greifswald) und Pfr. Tilman Reinecke (Poseritz/Rügen) wahr.
Die Sprecherin des Arbeitskreises Gleichstellung von Frauen und Männern in der Pommerschen Evangelischen Kirche, Dr. Ursula Hardmeier nahm in ihrem Grußwort zur Zusammensetzung der Landessynode Stellung. Statt den durch die Kirchenordnung geforderten 33% seien in dieser Landessynode nur 25% Frauen. Hardmeier sagte in ihrem Beitrag über „Geschlechtersensible Kommunikation. Eine Chance für die Synoden- und Gremienarbeit der Pommerschen Evangelischen Kirche“: „Frauen haben im Schnitt andere Prioritäten als Männer. Sie machen sich weniger aus Status und Geld und wollen Faktoren wie persönliche Zufriedenheit und Gesundheit nicht außer Acht lassen.“ Sie regte einen Reflexionstag zu diesem Themenbereich vor der nächsten Landessynode an.
Die mecklenburgische Synodalpräses Pastorin Dorothea Strube sagte im Hinblick auf die früheren Fusionsverhandlungen zwischen Mecklenburg und Pommern: "Ich persönlich habe den Eindruck, daß es uns - und damit meine ich die Frauen und Männer - durch die Entscheidung für einen gemeinsamen Weg mit Nordelbien in Richtung Nordkirche inzwischen leichter fällt, die schönen Seiten dieser Beziehung zu entdecken." Und sie blickte auf die Fusion voraus: "Die verfassungsmäßige Fusion unserer Kirchen ist, wenn sie denn gelingt, nur der erste Schritt beim Zusammenwachsen unserer sehr unterschiedlichen Kirchen. Das Eigentliche - sich begegnen, respektieren, voneinander lernen, gemeinsam neue Traditionen begründen, das geschieht nach Pfingsten 2012 und wird bestimmt sehr lange dauern. Aber das macht ja nichts - Hauptsache, wir gehen uns nicht aus dem Wege, weil es zu anstrengend ist."
Der Abend wird mit der Einbringung der Wahlvorschläge, vor allem für die neue Kirchenleitung, die EKD-Synode und den Bischofswahlausschuß, fortgesetzt.
Siehe auch: Synodenseite
(16.4.2010)

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