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Pommerscher Evangelischer Kirchenkreis

Synode beschließt Haushalt für 2015 - Trägerwechsel für Haus Kranich in Aussicht

Die Kirchenkreissynode hat am Samstag auf ihrer Herbsttagung den Haushalt für das Jahr 2015 beschlossen
18.10.2014 ǀ Züssow.  Die Pommersche Kirchenkreissynode hat auf Ihrer Herbsttagung den Haushalt für das kommende Jahr 2015 in Höhe von rund 15 Millionen Euro einstimmig beschlossen. Für das „Haus Kranich“ wurde ein diakonischer Träger gefunden, der bereit ist, die Arbeit des Hauses fortzusetzen.

Zu Beginn der Tagung erinnerte Präses Elke König an die Verantwortung der Synodalen und sprach die zu erwartenden Herausforderungen der Zukunft an. Angesichts großer Themen wie globalisierter Politik, Klimawandel und Flüchtlingsbewegungen sei auch der Pommersche Evangelische Kirchenkreis gefordert und müsse einen Beitrag leisten, sagte Elke König.

Gute Nachrichten für „Haus Kranich“

Zu einer positiven Überraschung kam es während der Aussprache zu den Aussichten für das „Haus Kranich“. Das Rüstzeitheim in Zinnowitz befindet sich in der Trägerschaft des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises. Über die Zukunft des Hauses wird seit geraumer Zeit im Kirchenkreis diskutiert. „Vor wenigen Tagen hat sich dank der Vermittlung durch Propst Andreas Haerter ein diakonischer Träger gefunden, der bereit ist, die Arbeit des Hauses fortzusetzen und das Grundstück in Erbpacht zu übernehmen“, informierte Propst Gerd Panknin. Es handelt sich bei dem Träger um die „Geistliche Stiftung ‚St. Georg‘ und ‚St. Spiritus‘ zu Pasewalk“.

„Das ist eine überaus gute Nachricht, denn die Bemühungen des Kirchenkreises zielten immer vornehmlich auf die Fortführung des Hauses“, so Gerd Panknin. „Das ist es, was wir immer wollten. Wir sehen die Chance, dass wir alle Gewinner sind und wir eine so wichtige Einrichtung - zwar in anderer Trägerschaft aber als solche weiter bestehend - im Kirchenkreis erhalten.“

Neuer Träger übernimmt voraussichtlich im Januar 2015

Demgemäß wurde ein neuer Beschlussvorschlag eingebracht. Ursprünglich sollten die Synodalen über die Vergabe des Grundstücks an einen diakonischen Träger und den damit verbundenen Rückbau des Hauses sowie die Aufhebung des „Hauses Kranichs“ abstimmen. Der neue Beschlussvorschlag sah stattdessen aufgrund der aktuellen Entwicklungen eine Fortführung und Übernahme durch einen diakonischen Träger vor sowie die dafür notwendige Verhandlung.

„Grundlage der Verhandlung sind die unentgeltliche Übernahme der Einrichtung mit Gebäude sowie Aktiva und Passiva als Rüstzeitenheim in eine gGmbH“, heißt es unter anderem in dem Beschlussvorschlag. Wenn die Verhandlungen plangemäß laufen, wird das Haus zum 1. Januar 2015 an den neuen Träger übergeben, wobei es sich dann um einen Trägerwechsel innerhalb der Kirche handelt. Aufgrund der laufenden Verhandlungen mit der Stiftung wurde die Entscheidung zum „Haus Kranich“ auf die Januarsynode vertagt. Bei nur einer Enthaltung wurde der Beschlussvorschlag durch die Synodalen angenommen. „Alle, die nun im Haus Kranich buchen, leisten einen Beitrag für das Haus und setzen ein Zeichen für den Wunsch nach dessen Erhaltung“, betonte Gerd Panknin.

Vertrag zum „Haus der Stille“

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Abstimmung über ein Vertragswerk zum „Friedrich-Wilhelm-Krummacher-Haus, Haus der Stille im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis“ in Weitenhagen. „Mit großem Engagement wird im ‚Haus der Stille‘ dem Leitbild Leben eingehaucht“, sagte Dorothea ter Veen, Synodale und Mitglied des Kirchenkreisrates. Dafür sei ein gutes Miteinander der beiden Beteiligten, der Kirchengemeinde Weitenhagen als Eigentümer und des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises als Träger, unabdingbar. Als Grundlage dafür wurde ein Vertragswerk vorgestellt, über das die Synodalen abstimmten.

Geregelt werden in dem Vertrag unter anderem Nutzungsrechte, Personalfragen und Finanzen. „Der Vertrag entstand in einem sehr guten und konstruktiven Miteinander“, so Drothea ter Veen. Das werde auch in der Vertrags-Präambel deutlich, in der das „Haus der Stille“ als Haus der Seelsorge und Einkehr bezeichnet wird. Bei drei Enthaltungen stimmten die Synodalen dem Beschlussvorschlag zu.

Haushalt und Pfarrstellen 2015

Auf der Tagesordnung der Synode standen darüber hinaus unter anderem die Jahresrechnung 2012 und der Haushalt 2015. Mit sechs Gegenstimmen und 13 Enthaltungen erteilte die Synode dem Kirchenkreisrat sowie dem Kirchenkreisamt die Entlastung für die Jahresrechnung für den Zeitraum vom 1. 6. bis 31. 12. 2012.

Außerdem stimmten die 52 anwesenden Synodalen bei einer Enthaltung für die Erweiterung des Pfarrstellenplans um drei Vertretungspfarrstellen und um drei Pfarrstellenanteile zur Sicherung bestehender Gemeindepfarrstellen. Für die Errichtung einer Pfarrstelle für Gemeindeberatung und Gemeindebegleitung ab dem 1. Mai 2015 stimmte die Synode bei vier Enthaltungen. Der Haushalt für das Jahr 2015 in Höhe von rund 15 Millionen Euro wurde einstimmig beschlossen. Die Tagung der Kirchenkreissynode wird im kommenden Jahr am 24. Januar im BIO Tagungshotel Wichernhaus in Züssow fortgesetzt.
Quelle: kirche-mv.de (sk/dav)