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Bericht aus der pommerschen Kirchenleitung

 

Greifswald (rn). Die Kirchenleitung der Pommerschen Evangelischen Kirche kam am Freitag, dem 5. März 2010 zu einer Sitzung im Friedrich-Wilhelm-Krummacher-Haus – Haus der Stille – in Weitenhagen zusammen.

 

Ein Schwerpunkt der Sitzung war die Vorbereitung der Frühjahrssynode der Pommerschen Evangelischen Kirche in Züssow vom 16. bis 18. April 2010.

 

Die Kirchenleitung beriet ein Gesetz zum Schutz des Seelsorgegeheimnisses, das sie der Landessynode zur Beratung und Beschlußfassung vorlegt. Im Bereich der Seelsorge überschneiden sich kirchliche sowie staatliche Zuständigkeiten und Interessen. Ziel des Gesetzentwurfes ist eine für die Gerichte klare Begriffsbestimmung vorzunehmen, damit das Seelsorgegeheimnis weiterhin geschützt bleibt. Ziel der Seelsorge ist es, aus dem christlichen Glauben heraus andere Menschen zu unterstützen, zu begleiten, ihnen Lösungswege in seelischen Krisen aufzuzeigen und ihnen Trost und Hoffnung zu vermitteln.

Dafür ist ein klarer Auftrag für die Ausübung von Seelsorge erforderlich sowie eine qualifizierte Ausbildung für Personen, die Seelsorge ausüben. Hierzu zählen die Ordinierten sowie Personen, die ehren- neben- oder hauptamtlich einen Seelsorgeauftrag erhalten haben.

Soweit Seelsorge mit technischen Kommunikationsmitteln ausgeübt wird, muß dafür Sorge getragen werden, daß die Vertraulichkeit in höchstmöglichem Maß gewahrt bleibt.

 

Die Kirchenleitung nahm Berufungen in die neuzubildende Synode vor:

Für den Bereich Kinder- und Jugendarbeit wurden Landesjugendpfarrer Manfred Grosser, Arne Kühn und Laura Schmid berufen. Für die Kirchenmusik LKMD Frank Dittmer und für den Bereich Küster Gerhard Swiontek (Ziethen). Für den Bereich Mitarbeitende Thomas Franke (Saal) und für den Bereich Sonderseelsorge Polizeipfarrer Andreas Schorlemmer. Für den Bereich Diakonie wurde der Vorsteher des Pommerschen Diakonievereins, Pfr. Michael Bartels und der Geschäftsführer des Kreisdiakonischen Werkes Stralsund, Frank Hunger berufen. Für den Bereich missionarischer Dienste erhielt der Studierendenpfarrer und Landespfarrer für Ökumene und Weltmission, Matthias Tuve, einen Platz in der Synode und für den Bereich Frauen und Männer Oberin Petra Zulauf (Schwesternschaft der Evangelischen Frauenhilfe Potsdam-Stralsund).

Außerdem konnte die Kirchenleitung weitere fünf Plätze besetzen. Hier wurde der bisherige Präses Dr. Rainer Dally und die bisherige Vizepräses der Landessynode, Elke König berufen. Weiterhin Prof. Dr. Steffen Fleßa (Universität Greifswald), Barbara Schlittenhardt (Landeskirchliche Gemeinschaft) und Beate von Randow (Kirchdorf). Ebenfalls nahm die Kirchenleitung die Nominierung von Prof. Dr. Christfried Böttrich durch die Theologische Fakultät der Ernst-Moritz-Arndt Universität zur Kenntnis.

 

Die Entwicklung zur Bildung einer gemeinsamen Kirche im Norden war ein weiterer Schwerpunkt, wozu RA Elke Stoepker von der Arbeitsstelle Nordkirche anwesend war. Unter anderem wurde die Aufnahme des Barmer Theologischen Bekenntnisses in die Verfassung beraten und wie die bisher bestehende Mitgliedschaft der Pommerschen Evangelischen Kirche in der Union Evangelischer Kirchen (UEK) in einer gemeinsamen Kirche weitergeführt werden kann.

 

Außerdem wurden weitere Personalentscheidungen wurden getroffen:

Sie berief OKR Dr. Christoph Ehricht als theologischen Stellvertreter für den Bischof in der Kirchenleitung als Nachfolger von Sup. Ulrich Tetzlaff.

 

In das Kuratorium der Evangelischen Schulstiftung in Mecklenburg-Vorpommern und Nordelbien wurde Konsistorialrat Matthias Bartels berufen.

 

In das Theologische Prüfungsamt der Landeskirche wurden Landespfarrer Matthias Tuve sowie die Superintendenten Johannes Staak und Rudolf Dibbern berufen.

 

Der Pasewalker Superintendent Andreas Haerter wurde der Landessynode als Nachfolger für Sup. Ulrich Tetzlaff für die EKD-Synode vorgeschlagen.

 

Im Anschluß an die Kirchenleitungssitzung fand ein Empfang anläßlich des 60. Geburtstages von OKR Dr. Christoph Ehricht statt. (8.3.2010)


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