[img] Rostock. Foto: Matthias Knüppel [img]
[img]
Start [img] Aktuell [img] Mecklenburg [img] Pommern [img] Beide Kirchen [img] Glauben [img] Marktplatz [img] Seelsorge [img] Jugend [img]
[img]
[img]
[img]
Seite drucken Seite als eMail senden
[img]
[img]
[img] Bischof
[img] Landeskirche
[img]
[img] Adressen
[img] Amtsblatt
[img] Bildergalerien
[img] Bugenhagenjahr 2008
[img] Bugenhagen-Stiftung
[img] Diakonie
[img] Einrichtungen
[img] Familiengeschichte
[img] Fördervereine
[img] Geschichte
[img] Gesetze/Ordnungen
[img] Sonstige Ordnungen
[img] Gemeinden im Netz
[img] Handbuch Kirchenälteste
[img] JAhr zur Taufe
[img] Kirchenkreise
[img] Kirchenkreis Pommern
[img] Kirchenkreissynode
[img] Kirchenleitung
[img] Kollekten
[img] Leitbildprozess
[img] 166 Offene Kirchen
[img] Oek. Kirchentag 2011
[img] Personalmeldungen
[img] Pressemeldungen
[img] Statistik
[img] Schule und Kirche
[img] Synode
[img] [img]16-18.03.2012
[img] [img]11.-13.11.2011
[img] Tagung & Freizeit
[img] Termine 2012
[img] Texte/Dokumente
[img] Wiedereintritt
[img]

[img]
[img] Info&Service
[img] Adressen
[img] English Pages
[img] Impressum
[img] Nachrichten
[img] Neu in kirche-mv
[img] RSS Feed
[img] Übersicht










[img]
[img]
[img] [img]
[img]

Verhandlungen Pommern - Mecklenburg: Eine Frage des Horizontes

 

Greifswald (ran). Vermutlich ist es eine Frage des Horizontes, wie man die Verhandlungen der Pommerschen und der Mecklenburgischen Kirche über eine - tja, was sage ich nun: Fusion? Föderation? gemeinsame Kirchengestalt? einschätzt. Wenn es der Horizont der einzelnen Gemeinde ist, so werde sich auch bei einem Zusammengehen nicht viel verändern, so Bischof Dr. Abromeit auf der Synode. Ist es der Horizont des größer werdenden Europa mit der Metropole Stettin, so der Synodale Dr. Peters, dann sieht die Lage schon wieder sehr offen aus. Oder ist es die Recknitz, die auf der Synode als „ethnische Grenze“ beschrieben wurde – so wurde es dem Synodalen Dally gesagt, dann bleibt kein Spielraum in den gemeinsamen Gesprächen.

Es scheint also eine Frage des Horizontes zu sein – aber ist das ausreichend zur Beurteilung der kommenden Gespräche der beiden Landeskirchen? Der Synodale Heyen fragte nach Entscheidungsparametern bei diesem Vorgang. „Welche Probleme können mit unserer Kirche nicht zufriedenstellend gelöst werden?“ Darauf gab Bischof Dr. Abromeit klare Antworten: Schon jetzt sei die Arbeitsfähigkeit der Landeskirche infrage gestellt: „Wir machen zuviel für die, die wir eigentlich sind.“ Und er stellte einen Horizont vor, der für die Gespräche leitend sein kann: „Wie kann das Evangelium in Wort und Tat einladend verkündigt werden?“ Hier ist nicht mehr von Recknitz und Tradition die Rede, sondern von der Mitte unseres Glaubens. Dies allein und die Bedürftigkeit der Welt ist der Horizont vor dem die Gespräche über eine Gemeinsame Kirchengestalt – dies ist ein Begriff, der alles noch offen läßt – zu führen sind. Um der Menschen willen!

In der Aussprache wurde vom Synodalen Prof. Onnasch auch auf die Vereinbarung von 2000 der drei Nordkirchen für eine stärkere Zusammenarbeit verwiesen. Dr. Abromeit sagte deutlich, daß er eine gemeinsame Nordkirche von Nordelbien, Mecklenburg und Pommern als eine für Jahrzehnte tragfähige Lösung halte, die aber zur Zeit nur wenig Unterstützung erhielte. Daher seien die Gespräche mit der – wie es Superintendent Höflich formulierte – „Nachbar-, Schwester-, Partnerkirche“ das gegenwärtige Thema, wobei Pommern in einem kürzeren Zeitrahmen denke als die Mecklenburgische Landeskirche.

Also eine Frage des Horizontes. Da haben die beiden Landeskirchen vieles gemeinsam: Gleiche Herausforderungen von unausgeglichener Altersbilanz, geringen Taufzahlen, wenigen oder keinen Konfirmanden, Wegzug der jungen Generation und geringer werdende Finanzen. Bischof Dr. Abromeit zeigte auf, wie es werden könne bei Erhaltung der Identität: eine gemeinsame Synode (evtl. mit Untersynode für jede Landeskirche), eine gemeinsame Kirchenleitung und Grundordnung. Dies böte Einsparpotential und Qualitätssicherung an. Polizeipfarrer A. Schorlemmer, für beide Landeskirchen zuständig und daher „ein Wanderer zwischen zwei Welten“ meinte, daß man mit kleinkirchlicher Staaterei nicht weiterkomme. Die „Region“ in größeren Strukturen gewinne immer mehr Bedeutung.

Also alles eine Frage des Horizontes und es fragt sich, ob beide Seiten für die Erhaltung ihrer Identität eine eigene Landeskirche brauchen oder ob sie ihre Identität nicht darin finden, das Evangelium in Wort und Tat einladend zu verkünden. Dies ist wohl die Frage, die in dieser Zeit mit soviel Not der wirkliche Horizont ist.

 

Rainer Neumann

(14.3.2004)


[img]