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Pommersche Synode nimmt Angebot über Gespräche zur Bildung einer Nordkirche an

Züssow (ran). Die Pommersche Synode hat mit knapper Mehrheit die sofortige Aufnahme von Verhandlungen über einen Beitritt der Pommerschen Evangelischen Kirche zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) abgelehnt. Von 57 Synodalen stimmten am Sonnabendnachmittag in geheimer Abstimmung 27 für einen Beitritt und 30 gaben ihre Stimme dagegen ab.

 

In einer nachfolgenden Abstimmung fand die Vorlage der Kirchenleitung eine Mehrheit, die der Berliner Kirchenleitung und dem Konsistorium „für die Aufgeschlossenheit und die freundliche Gesprächsbereitschaft“ dankte und nach der zur Zeit keine Verhandlungen aufgenommen werden sollen. Die Bedenken, die in den Sondierungsgesprächen mit der EKBO noch nicht ausgeräumt werden konnten, sollen in den ständigen Ausschüssen der Landessynode behandelt werden. Außerdem soll es bei einem möglichen Beitritt zur EKBO eine Bestandsgarantie für den Sprengel Pommern geben und Dienste auch ihren Sitz in Greifswald haben. Übergemeindliche Dienste wie u.a. Urlauberseelsorge, das Kirchenmusikinstitut, die Greifswalder Bachwoche, die Partnerschaften und die Kooperation mit Mecklenburg, die Diakonie, der Regionalkirchentag mit Mecklenburg, die Sonderseelsorge und das Frauenwerk werden als wichtig für die Kirche angesehen.

 

Mit deutlicher Mehrheit nahm die Synode schließlich das Angebot der Kirchenleitung der Nordelbischen Kirche an, in Sondierungsgespräche über die Bildung einer evangelischen Kirche im Norden einzutreten. Sie bittet die Kirchenleitung, entsprechende Gespräche möglichst bald aufzunehmen und erwartet zur Herbstsynode 2007 einen Bericht über die absehbaren Konsequenzen einer möglichen Fusion mit der Nordelbischen und der Mecklenburgischen Landeskirche sowie einen konkreten Zeitplan und hofft, daß die mecklenburgische Synode in 14 Tagen auf dieses Angebot aus Nordelbien in gleicher Weise eingeht und in Gespräche über die Bildung einer Nordkirche eintreten wird.

 

Die Synode dankte der Kirchenleitung, dem Konsistorium und der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs für die Erarbeitung der „Prinzipien und Ziele“ und des Rahmenvertrages. Unter Berücksichtigung des hier Erarbeiteten sollten die zukünftigen Gespräche zur Bildung einer Nordkirche stattfinden. (17.3.2007)

 


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