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Informationsschrift: Orakel: Wahrsagerei - nur ein harmloser Zeitvertreib?

 

Hannover (velkd). Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche (VELKD) hat ein Buch u.a. über Tarot, Handlesen, Runenorakel, Zahlenmystik und Gläserrücken veröffentlicht.

 

Für ca. ein Viertel der jugendlichen Schülerinnen und Schüler gehören Pendeln, Kartenlegen und Gläserrücken zum Alltag. Jeder zweite Jugendliche hat bereits Erfahrungen mit diesen Praktiken gemacht. Diese Einschätzung vertritt Dr. Hartmut Zinser, Professor für Religionswissenschaft an der Freien Universität Berlin, in dem gerade von der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) herausgegebenen Buch "Orakel: Wahrsagerei - nur ein harmloser Zeitvertreib?" (Gütersloher Verlagshaus, 96 Seiten, zahlr. Abb., 8,95 Euro). Mädchen und junge Frauen sind deutlich häufiger an solchen Verfahren beteiligt als Jungen und junge Männer. Die persönliche Betroffenheit lasse sich mit diesen empirischen Erhebungen jedoch nicht eindeutig ermitteln. Als Gründe für die Beschäftigung würden am häufigsten Neugier, Interesse am Außergewöhnlichen, Unterhaltung und Zeitvertreib angegeben.

 

Das vom Arbeitskreis Religiöse Gemeinschaften der VELKD und des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) herausgegeben Buch bietet Informationen über Orakel, I Ging, Tarot, Handlesen, Runenorakel, Zahlenmystik, Astrologie sowie spiritistische Praktiken wie etwa Gläserrücken.

 

In seinem Vorwort schreibt der Vorsitzende des Arbeitskreises, Landessuperintendent Dr. Matthias Kleiminger (Rostock): "Aus der Erfahrung in der Beratungstätigkeit können wir nur raten, sich den Einflüssen, die sich beim Praktizieren der verschiedenen Wahrsagetechniken bemerkbar machen, nicht auszusetzen. Auf komplizierten Wegen in der Psyche des Menschen wird häufig aus einem Spiel Abhängigkeit. An sich harmlose Praktiken können ein Eigenleben entwickeln und zu kleinlichen oder ängstlichen Lebensvollzügen führen." (21.4.2005)


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