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Pommern: Offener Brief der Kammer für Kirchenmusik zu Kirchenfusion

 

Greifswald (fd). Offener Brief der Kammer für Kirchenmusik und des Landeskirchenmusikdirektors der Pommerschen Evangelischen Kirche zur Veröffentlichung eines geplanten Synodalantrags der Pfarrkonvente Greifswald Stadt und Usedom zur Aufnahme von Sondierungsverhandlungen mit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO):

 

Vor wenigen Tagen wurde in einer Verhandlungsrunde zwischen Vertretern der Kirchenmusik in Pommern und Mecklenburg an einer Harmonisierung der Ausbildung im “Grundkurs Kirchenmusik” (D-Kurs) in beiden Landeskirchen gearbeitet. Dabei wurde eine gute und konstruktive Lösung erzielt. Wir schicken dies unserer Erwiderung auf den von den Pfarrkonventen Greifswald Stadt und Usedom formulierten Synodenantrag vom 26.09.2006 voraus, um deutlich zu machen, dass wir nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der kirchenmusikalischen Praxis schon lange auf einem gemeinsamen Weg sind.

 

Dazu zählen neben vielem anderen gemeinsame Chorfeste, Konzerte, Konvente, die Ausbildung neben- und ehrenamtlicher Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker, Fortbildungen und eine gemeinsame Internet-Seite für Kirchenmusik. Das bedeutet nicht, dass regionale Besonderheiten eingeebnet werden. Die bisher gefundenen Kompromisse sind jedoch immer mit dem Ziel einer Optimierung und Vereinfachung von Strukturen, Gesetzen und Verordnungen geführt worden. Zum 1. Juli 2006 sind z.B. beide Posaunenwerke in einem gemeinsamen Posaunenwerk aufgegangen. Weitere Schritte sollen folgen.

 

Vor diesem Hintergrund ist der Antrag zur Sondierungsverhandlungen mit Berlin-Brandenburg alles andere als hilfreich, da er den in der Kirchenmusik bisher erreichten Vereinbarungen die Basis zu entziehen droht. Wir warnen zudem vor einer Verunsicherung der kirchlichen Mitarbeitenden und einer Gefährdung des Fusionsprozesses zwischen Pommern und Mecklenburg.

 

Den Synodalen wünschen wir die nötige Geduld und Zuversicht, um den von beiden Landessynoden beschlossenen Weg mit Vernunft und Augenmaß fortzusetzen.

 

gez.

Thomas Beck,

Vorsitzender der Kammer für Kirchenmusik in der PEK

 

Frank Dittmer

Landeskirchenmusikdirektor

 

Zur Meldung über den Antrag und zum Wortlaut: Antrag

 

(6.10.2006)

 


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