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Ökumenischer Gottesdienst in Ludwigslust

Bischof von Maltzahn: Christlichen Glauben gemeinsam ins Gespräch bringen

21.05.2015 ǀ Ludwigslust.  Zu einem Ökumenischen Gottesdienst hatten am heutigen Donnerstag Weihbischof Norbert Werbs und Bischof Dr. Andreas von Maltzahn nach Ludwigslust eingeladen. Zuvor trafen sich dort katholische und evangelische Theologinnen und Theologen aus Mecklenburg, um sich auszutauschen, wie das Reformationsgedenken 2017 ökumenisch gefeiert werden könnte.

In seiner Predigt in der katholischen Kirche St. Helena/ St. Andreas erinnerte der evangelische Bischof von Maltzahn daran, dass katholische und evangelische Christinnen und Christen in Mecklenburg-Vorpommern einander brauchen, um das Evangelium glaubwürdig gemeinsam zu bezeugen. Man sei Kirche in einem Bundesland, so verdeutlichte der Bischof, „in dem so viele Menschen Gott noch nicht für sich entdeckt haben.“

"Taufe ist Sakrament der Einheit“

In Bezug auf die biblische Geschichte von Jesus und der Samariterin am Brunnen (Joh 4, 1-42) stellte Andreas v. Maltzahn die Taufe heraus. In ihr seien Christinnen und Christen – gleich welcher Konfession – miteinander verbunden. „Sie ist das Sakrament der Einheit“, so der evangelische Theologe und ergänzte: „Durch die Taufe sind wir eins in Christus. Das stärkt unsere Sehnsucht nach voller Gemeinschaft.“

Zugleich wünschte sich der Schweriner Bischof, dass es evangelischen und katholischen Christen gemeinsam gelingt, ihren Glauben so zu leben, dass Menschen erkennen: „Christus ist der Retter!“ Der 500. Jahrestag der Reformation sei „eine vorzügliche Gelegenheit, die Schönheit und Lebenskraft des christlichen Glaubens ins Gespräch unserer Gesellschaft zu bringen“, so Andreas v. Maltzahn. Seine eigene evangelische Kirche rief er dazu auf, dieses Jubiläum nicht in Abgrenzung zu den katholischen Geschwistern zu begehen. „Es geht ums Evangelium – nicht um uns Evangelische!“, so der Bischof in seiner Predigt. Vielmehr sollte man sich gemeinsam bemühen, „das Evangelium von Jesus, dem Christus, so glaubwürdig und lebensnah wie möglich zur Sprache zu bringen und zu bezeugen!“

Hintergrund

Traditionell am Donnerstag vor Pfingsten laden in Mecklenburg der evangelische Bischof und der katholische Weihbischof zu einem ökumenischen Gottesdienst ein – immer abwechselnd in eine katholische oder evangelische Kirche, in der dann der jeweils konfessionell andere predigt.
Quelle: Bischofskanzlei Schwerin (cme)