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Ein Ort für Gottesdienst und Gespräche, für Besinnung und Einkehr

Ökumenische Kapelle in der JVA Waldeck eingeweiht

Reihe von Holzschnitten auf Glas für den Andachtsraum in der JVA Waldeck
03.04.2018 ǀ Rostock.  In der Justizvollzugsanstalt (JVA) Waldeck (Dummerstorf bei Rostock) ist am Ostermontag die neu gestaltete ökumenische Kapelle eingeweiht worden. Gefangene und Bedienstete der JVA feierten gemeinsam mit Vertretern der Nordkirche, des Erzbistums Hamburg und des Justizministeriums Mecklenburg-Vorpommerns einen ökumenischen Gottesdienst. Landesbischof Gerhard Ulrich nannte die Kapelle "einen schützenden Ort - wie eine Arche". Der katholische Weihbischof Horst Eberlein sagte, eine Kapelle in einem Gefängnis sei "genauso eine Notwendigkeit wie ein Gebetsraum in einem Krankenhaus".

"In einer Kapelle kommt fast jeder zum Nachdenken", sagte Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU). Das sei entscheidend auf dem Weg der Resozialisierung". Glaube und Seelsorge leisteten einen wichtigen Beitrag zum Opferschutz. "Kirche soll allen Halt geben, die aufgefangen werden wollen, auch hinter Gittern. Gebetsräume sind dabei unverzichtbar", sagte sie.

Die JVA hatte den Raum bereits 2014 für seelsorgerliche Gespräche zur Verfügung gestellt. Seitdem wurde er auch als Kapelle genutzt. Unter der künstlerischen Leitung der mecklenburgischen Bildhauerin und Holzschneiderin Barbara Wetzel begannen Gefangene Ostern 2017 damit, Pläne zur Gestaltung zu entwerfen. Die Arbeiten an den Außenfenstern übernahm die Schlosserei der JVA Waldeck, der Altar wurde in der Tischlerei gefertigt. Unterstützt wurde das Projekt von der Landesregierung, der JVA Waldeck, den Kirchen sowie der Stiftung "Kirche mit Anderen in Mecklenburg-Vorpommern" und dem Bonifatiuswerk.
Quelle: epd

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