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Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) entstand aus der Fusion der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche zu Pfingsten 2012. Laut Verfassung gliedert sie sich in die drei Sprengel Hamburg und Lübeck, Mecklenburg und Pommern sowie Schleswig und Holstein. Jeder Sprengel steht unter der geistlichen Leitung einer Bischöfin oder eines Bischofs.
 
Die Sprengel sind in dreizehn Kirchenkreise unterteilt. Im Sprengel Mecklenburg und Pommern gibt es zwei Kirchenkreise: den Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg und den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis. Im Kirchenkreis sind die Kirchengemeinden sowie die Dienste und Werke einer Region zu einer kirchlichen Einheit zusammengeschlossen. Der Kirchenkreis nimmt Aufgaben wahr, die den Bereich einer Kirchengemeinde vor Ort überschreiten.

Nachrichten

Vorstellungsgottesdienst

Ökumene-Pastor Tilman Jeremias stellt sich als Bischofskandidat vor

10.02.2019 ǀ Greifswald.  Der Rostocker Ökumene-Pastor Tilman Jeremias (52) hat sich am Sonntag im Greifswalder Dom als Kandidat für das Amt des Bischofs im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche vorgestellt. Die Wahl für die Nachfolge des Schweriner Bischofs Andreas von Maltzahn und des Greifswalder Bischofs Hans-Jürgen Abromeit soll am 1. März im Greifswalder Dom stattfinden. Gegenkandidat von Jeremias ist der Dresdner Superintendent Christian Behr (57).

In seiner Predigt rief Jeremias dazu auf, daran zu glauben, dass Wunder möglich sind. Er wage zu behaupten, "Wunder haben schon alle von uns erlebt, eine unerwartete plötzliche Fügung, eine für unmöglich gehaltene Heilung, eine Versöhnung aus dem ärgsten Streit".

Zwar sei glaubenden Menschen nicht versprochen, dass es keine Stürme in ihrem Leben gebe. "Es ist uns jedoch versprochen, dass wir nicht allein sind, selbst wenn es scheint, dass unser Rufen verhallt." Jeremias ermutigte dazu, auch in Zeiten, in denen einem Gott persönlich fern scheine, an ihm festzuhalten.

Jeremias ist Pastor für Mission und Ökumene im Kirchenkreis Mecklenburg. Der gebürtige Mainzer wuchs in Gröbenzell (bei München) auf. Nach einem Jahr in einer Tagesstätte für psychisch kranke Kinder studierte er Theologie in München, Tübingen, Jerusalem und Leipzig. 1995 übernahm er die Pfarrstelle in Schwaan bei Rostock. 2001 bis 2002 gehörte er zu den Sprechern des "Worts zum Sonntag". 2003 wechselte Jeremias in die Innenstadtgemeinde Rostock. Seit 2016 ist er als Ökumenepastor verantwortlich für die Kontakte des Kirchenkreises zu seinen Partnerkirchen und für den interreligiösen Dialog. Jeremias ist geschieden und hat drei Kinder.

Die Bischöfe Abromeit und von Maltzahn haben während ihrer Amtszeit in der Nordkirche den Bischofsbezirk (Sprengel) Mecklenburg und Pommern gemeinsam geleitet. Bischof von Maltzahn wird im Mai 2019 aus dem Amt ausscheiden und wird Studienleiter im Pastoralkolleg Ratzeburg. Abromeit tritt im September 2019 in den Ruhestand.
Quelle: epd

Nordkirche

Susanne Sengstock neue Leiterin des Frauenwerks

08.02.2019 ǀ Kiel.  Pastorin Susanne Sengstock hat zum 1. Februar die Leitung des Frauenwerks der Nordkirche übernommen. Die 48-Jährige ist seit 2012 Referentin für Feministische Theologie und stellvertretende Leiterin des Frauenwerks. Außerdem leitete sie das Fernstudium "Theologie geschlechterbewusst".

Nach ihrem Studium der Theologie und Psychologie in Kiel, Basel und Hamburg unterrichtete Sengstock als Berufsschulpastorin im Kreis Segeberg und war in verschiedenen Funktionen der kirchlichen Erwachsenenarbeit tätig. Von 2005 bis 2012 war sie Gemeindepastorin in Heikendorf (bei Kiel).

Sengstock kündigte an, dass sich das Frauenwerk der Nordkirche auch in Zukunft an öffentlichen Diskursen beteiligen werde. „Sei es die Bewegung #MeTOO, die Diskussion um die Abschaffung von §219a StGB, die Frage nach Parität oder die Kopftuchdebatte. "Wenn Frauenanliegen und Geschlechterthemen im Fokus der Medienberichterstattung stehen, ist die öffentliche Debatte sehr kontrovers“, so die Pastorin. „Wir wollen die gesellschaftliche Auseinandersetzung als Stimme kirchlicher Frauen in der Gesellschaft nachhaltig mitprägen.“

Frauenwerk hat Brückenfunktion

Die Arbeit des Frauenwerks habe eine wichtige Brückenfunktion. „Zum einen geben wir unsere christliche Sicht in die nichtkirchliche Frauenarbeit in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein hinein", so Sengstock. „Zum anderen erweitern wir innerhalb der Nordkirche die Perspektiven und Ansätze durch die Erfahrungen, die wir mit Menschen und Einrichtungen machen, die ohne Kirche leben.“

Das Frauenwerk bietet frauenspezifische Erwachsenenbildung, Kampagnen und die Frauen-Reisen "Hin und weg" an. Es ist Trägerin des Ev. Kurzentrums "Gode Tied" im Nordseebad Büsum und von "contra", der Fachstelle gegen Frauenhandel in Schleswig-Holstein. Das Frauenwerk der Nordkirche unterhält auch ein Büro in Rostock.

Auf Kirchenkreisebene gibt es in MV zudem eine hauptamtliche Stelle für Frauenarbeit. Seit August 2016 ist Pastorin Christine Ziehe-Pfennigsdorf Referentin für die Arbeit mit Frauen in den Kirchenkreisen Mecklenburg und Pommern.
Quelle: epd/Frauenwerk der Nordkirche/kmv

Vorstellungsgottesdienst

Dresdner Superintendent Behr bewirbt sich als Bischof in MV

03.02.2018 ǀ Greifswald.  Der Dresdner Superintendent Christian Behr (57) hat sich am Sonntag im Greifswalder Dom als Kandidat für das Amt des Bischofs im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche vorgestellt. Die Wahl für die Nachfolge des Schweriner Bischofs Andreas von Maltzahn und des Greifswalder Bischofs Hans-Jürgen Abromeit soll am 1. März im Greifswalder Dom stattfinden. Gegenkandidat von Behr ist der Rostocker Ökumene-Pastor Tilman Jeremias (52).

Behr erinnerte in seiner Predigt daran, dass die Menschen in Deutschland viele Gründe hätten, dankbar zu sein. "Unserem Land geht es im Vergleich zu anderen Ländern sehr gut. In erster Linie ein Grund zur Dankbarkeit", so der Dresdner Pfarrer. "Und dann kann ich daran gehen, mitzuwirken, die Ungerechtigkeiten in unserem Land zu bekämpfen, mich für Klimagerechtigkeit einzusetzen oder eine andere friedliebende Gabe zu aktivieren, die Gott mir geschenkt hat."

Er selbst sei dankbar für "Christenmenschen, die sich um ihre Kirchen und auch um ein klares Bekenntnis mit diakonischem Handeln in ihren Gemeinden fröhlich bemühen". Ebenso gebe es Grund dankbar zu sein für Menschen, "die die Gabe haben, sich öffentlich zu äußern oder auch einzumischen, wenn aus christlicher Perspektive etwas schief läuft in unserer Gesellschaft."

Christian Behr ist gebürtiger Thüringer und absolvierte Ende der 1970er Jahre zunächst eine Lehre als Baufacharbeiter. Nach dem Theologie-Studium in Jena übernahm er seine erste Pfarrstelle 1989 in Kayna bei Zeitz (Sachsen-Anhalt), wo er auch als Kreisdiakoniepfarrer tätig war. 1994 wechselte Behr ins sächsische Grimma. Seit 2012 ist er 1. Pfarrer an der Kreuzkirche Dresden und Superintendent.

Behr arbeitet im Beirat für die geistliche Arbeit an der Frauenkirche und im Vorstand für das Ökumenische Informationszentrum. Er ist Gründungsmitglied des liberalen "Forums für Gemeinschaft und Theologie" und engagiert sich in einer Partnerschaft zur Lutherischen Kirche in Moskau. Er ist verheiratet, hat drei erwachsene Töchter und zwei Enkel.

Die Bischöfe Abromeit und von Maltzahn haben während ihrer Amtszeit in der Nordkirche den Bischofsbezirk (Sprengel) Mecklenburg und Pommern gemeinsam geleitet. Bischof von Maltzahn wird im Mai 2019 aus dem Amt ausscheiden und wird Studienleiter im Pastoralkolleg Ratzeburg. Abromeit tritt im September 2019 in den Ruhestand.
Quelle: epd
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