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Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) entstand aus der Fusion der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche zu Pfingsten 2012. Laut Verfassung gliedert sie sich in die drei Sprengel Hamburg und Lübeck, Mecklenburg und Pommern sowie Schleswig und Holstein. Jeder Sprengel steht unter der geistlichen Leitung einer Bischöfin oder eines Bischofs.
 
Die Sprengel sind in dreizehn Kirchenkreise unterteilt. Im Sprengel Mecklenburg und Pommern gibt es zwei Kirchenkreise: den Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg und den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis. Im Kirchenkreis sind die Kirchengemeinden sowie die Dienste und Werke einer Region zu einer kirchlichen Einheit zusammengeschlossen. Der Kirchenkreis nimmt Aufgaben wahr, die den Bereich einer Kirchengemeinde vor Ort überschreiten.

Nachrichten

Osterbotschaft von Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt

"Ostern als Wegweiser der Hoffnung leben“

20.04.2019 ǀ Schwerin.  „Das Leben beginnt – Christ ist erstanden. Der Tod ist besiegt – Christ ist erstanden. Das Leben beginnt.“ Diese Liedzeilen besingen die Osterbotschaft, die einzigartige Hoffnungsbotschaft gegenüber allen Mächten des Todes, gegenüber Angst und Verzweiflung.

„Das Leben beginnt – Christ ist erstanden.“ Die Osterbotschaft ist so grundstürzend neu, dass es schwerfallen mag, ihr zu vertrauen. Selbst wenn man sie noch so oft gehört und besungen hat. Denn anderes steht vor Augen: Tagtäglich bekämpfen und töten Menschen einander irgendwo auf dieser Erde. Kinder sterben an Hunger und Durst. Elendig und grausam gehen Menschenleben zu Ende.

Auch Christus am Kreuz stirbt einen grausamen Tod. Mit weit ausgebreiteten Armen. Er umarmt alle, die Opfer von Gewalt, Hass und Unbarmherzigkeit werden. Er umarmt alle, die sterben. Er schließt sie in seine Arme. Nimmt Leid und Tod in sich hinein. Und Gottes Liebe verwandelt sie in seinem Sterben und seiner Auferweckung in neues Leben. Verwandelt Tod in Leben, Schmerz in Hoffnung, Schuld in Vergebung. Lässt so ein anderes, von Grund auf neues Leben beginnen. Von dieser verwandelnden Liebe und diesem neuen Leben erzählen die Ostergeschichten der Bibel.

Ostern erzählt davon, wie Gottes verwandelnde Liebe zu einer Lebenskraft wird. Einer Kraft für alle, die ihr vertrauen. Einer Kraft, die sehen lässt, was möglich sein könnte, wenn wir uns an Gottes Liebe zu uns Menschen orientieren und ihr entsprechend leben. Nicht mehr die angeblich normative Kraft des Faktischen muss der Maßstab unseres Lebens sein. Sondern umgekehrt: Das, was möglich sein könnte, wenn wir uns an Gottes Liebe zu uns Menschen orientieren und ihr entsprechend leben – das wird zum Maßstab des Wirklichen. Es könnte also ganz anders zugehen unter uns: Barmherziger, gerechter, friedlicher. Und auch wir selbst könnten ganz anders sein: zugewandter, liebevoller, mitmenschlicher.

Ostern macht uns deshalb reich: Reich an Hoffnung, reich an Möglichkeiten. Und wer reich an Hoffnung und Möglichkeiten ist, gewinnt neue Spielräume zum Handeln. Spielräume, die wir in den Herausforderungen unserer Zeit so dringend benötigen. Um uns einzusetzen für Menschen in Angst und Not. Für die Würde aller Menschen. Für ein demokratisches und vereintes Europa. Für eine friedliche und gerechte Welt. Für Gottes bedrohte Schöpfung.  

Reich an Hoffnung, können Christenmenschen leben als Wegweiser der Hoffnung. Denn Ostern macht uns unendlich frei: Frei für Barmherzigkeit. Frei für ein Leben, das sich orientiert an Gottes Liebe zu allen Menschen und seiner Schöpfung. Heute und in Ewigkeit. – Deshalb: Frohe und gesegnete Ostern!“

Kristina Kühnbaum-Schmidt
Landesbischöfin der Nordkirche

Katastrophenhilfe

Nordkirche spendet 15.000 Euro für Zyklon-Opfer

02.04.2019 ǀ Hamburg.  Die Nordkirche stellt 15.000 Euro Soforthilfe für die vom Zyklon Idai betroffenen Menschen in Mosambik, Malawi und Simbabwe zur Verfügung. Damit unterstützt die Nordkirche aktuelle Hilfsmaßnahmen der Diakonie Katastrophenhilfe und ihrer Partnerorganisation. So sichern Hilfspakete für Familien in der stark betroffenen Region Sofala das Überleben der Menschen für zwei Monate. Neben Lebensmitteln wie Mais und Bohnen enthalten sie Moskitonetze, Wasserreinigungssets, Hygieneartikel und Material zum Kochen.

Mosambik sei eines der ärmsten Länder der Erde, sagte Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt. Hunderttausende seien dort durch den Wirbelsturm und die anschließenden Überschwemmungen obdachlos geworden. Mittlerweile sei auch die Cholera ausgebrochen. "Die Menschen in Mosambik sind jetzt dringend auf unsere Hilfe angewiesen."

Zwei Wochen nachdem der Zyklon Idai in Mosambik schwere Überflutungen verursacht hat, sind mehrere Hundert Todesopfer in Mosambik offiziell bestätigt. Insgesamt sind dort nach UN-Angaben etwa 1,85 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen. In den Nachbarstaaten Simbabwe und Malawi sind mindestens 200 Menschen ums Leben gekommen.
Quelle: epd

Neue Aufgabe für Michael Stahl bei "Brot für die Welt“

Wechsel an der Spitze der Öffentlichkeitsarbeit in der Nordkirche

02.04.2019 ǀ Hamburg.  An der Spitze der Öffentlichkeitsarbeit der Nordkirche steht ein Wechsel bevor. Pastor Michael Stahl (56), Sprecher des Hauptbereiches Medien und Leiter des Amtes für Öffentlichkeitsdienst (AfÖ), wird eine neue Aufgabe bei "Brot für die Welt" in Berlin übernehmen, teilte die Nordkirche am Dienstag mit. Stahl wird dort ab 1. Mai als "Direktor Kommunikation und Engagement" die Abteilungen Politik, Bildung sowie Kommunikation und Fundraising leiten.

Das Amt für Öffentlichkeitsdienst der Nordkirche ist unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit und für publizistische Angebote in der Nordkirche, für digitale Kommunikation, Fundraising sowie für die Evangelische Medienakademie zuständig. Michael Stahl studierte Theologie in Göttingen und Hamburg und assistierte anschließend im Kirchenzentrum der Vereinten Nationen in New York. Bis 2002 war er Gemeindepastor in Hamburg und wechselte dann in die Öffentlichkeitsarbeit.

Er ist Mitglied der Landessynode der Nordkirche sowie der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und stellvertretendes Mitglied der Konferenz für Diakonie und Entwicklung (KDE). Michael Stahl wird am 25. April in Hamburg aus seinem Dienst verabschiedet. Die Leitungsaufgabe im Amt für Öffentlichkeitsdienst wird bis auf weiteres dessen stellvertretende Leiterin, Anne Christiansen, übernehmen.
Quelle: epd/Nordkirche
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