Menu

Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) entstand aus der Fusion der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche zu Pfingsten 2012. Laut Verfassung gliedert sie sich in die drei Sprengel Hamburg und Lübeck, Mecklenburg und Pommern sowie Schleswig und Holstein. Jeder Sprengel steht unter der geistlichen Leitung einer Bischöfin oder eines Bischofs.
 
Die Sprengel sind in dreizehn Kirchenkreise unterteilt. Im Sprengel Mecklenburg und Pommern gibt es zwei Kirchenkreise: den Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg und den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis. Im Kirchenkreis sind die Kirchengemeinden sowie die Dienste und Werke einer Region zu einer kirchlichen Einheit zusammengeschlossen. Der Kirchenkreis nimmt Aufgaben wahr, die den Bereich einer Kirchengemeinde vor Ort überschreiten.

Nachrichten

Nordkirche

Neue Pastorin für Nachwuchsförderung

03.07.2018 ǀ Ratzeburg.  Die Nordkirche will verstärkt junge Menschen für den Pastorenberuf gewinnen. Im Ratzeburger Dom ist am Montag (2. Juli) Jil Becker (34) als Pastorin für Nachwuchsförderung und Studierendenbegleitung eingeführt worden. Sie wird unter anderem "Wegweiserwochenenden" für Schüler, kirchliche Schulpraktika und "Theologische Tage" für Jugendliche organisieren, kündigte die kirchliche Pressestelle an. Dabei werde sie eng mit den Universitäten im Norden zusammenarbeiten und den Austausch über soziale Medien weiterentwickeln.

Hintergrund ist, dass die geburtenstarken Jahrgänge in den nächsten 15 Jahren das Ruhestandsalter erreichen. Die Nordkirche hat daher die Kapazitäten für den Vorbereitungsdienst zum Pfarramt (Vikariat) erhöht. Jährlich können nun 40 Theologen nach ihrem Studium die zweieinhalbjährige Ausbildung beginnen.

Becker ist in Unna aufgewachsen. Während des Studiums in Münster wechselte sie in die damalige Nordelbische Kirche und absolvierte ihr Vikariat in Hamburg Farmsen-Berne. Danach übernahm sie ihre erste Pfarrstelle an der Kreuzkirche Wandsbek und einen Dienstauftrag in der damaligen Jugendkirche Hamburg-Ost. Ihren Dienst am Prediger- und Studienseminar in Ratzeburg hat sie bereits im März angetreten.

Becker sei eine Idealbesetzung für diese Stelle, sage der Greifswalder Bischof Hans-Jürgen Abromeit. Sie habe einen kurzen Draht zu jungen Leuten, sowohl im Liveauftritt als auch in den sozialen Medien. Durch ihre guten Kontakte zu Schülern und Studierenden werde sie die nächste Generation von Pastorinnen und Pastoren mitprägen.
Quelle: epd

"Alles Wirtschaften dient dem Sozialen"

Spitzentreffen von Nordkirche und Wirtschaft

27.06.2018 ǀ Lübeck.  Nordkirchen-Landesbischof Gerhard Ulrich hat an die evangelischen Wurzeln der Sozialen Marktwirtschaft erinnert. Ihre Stärke liege in ihrer hoch entwickelten Verhandlungs- und Verabredungskultur, sagte Ulrich am Dienstag vor rund 80 Vertretern von Kirche und Wirtschaft in Lübeck. Dazu zähle das ständige Bemühen um einen sorgfältigen Interessensausgleich zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, den sozialen Schichten und auch zwischen den Bundesländern. "Alles Wirtschaften dient dem Sozialen, der Gemeinschaft also."

Nach den Worten von Friederike C. Kühn, Präses der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Lübeck, können freier Wettbewerb und eine solide Marktwirtschaft nur gedeihen, wenn sie keinen ideologisch motivierten Regeln unterworfen seien. Sie begrüße es, dass die Kirche bei allen Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft den Menschen im Blick behalte.

Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord, mahnte eine "Sozialpartnerschaft auf Augenhöhe" an. Auch die Finanzkrise habe damit bewältigt werden können. Derzeit würden sich aber immer mehr Unternehmen von diesem Sozialpartnermodell verabschieden und auf Leiharbeit, Werkverträge, Befristungen und Minijobs setzen.

Zum vierten Mal hatte der Landesbischof mit dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Kirche zum Austausch eingeladen. Erstmals fand das Treffen in Lübeck statt.
Quelle: epd

Nordkirche

"Kirche im Dialog" nimmt Arbeit im September auf

19.06.2018 ǀ Hamburg.  Das von der Nordkirche eingerichtete Werk "Kirche im Dialog" nimmt am 1. September im Hamburger Dorothee-Sölle-Haus seine Arbeit auf. Die Einrichtung solle Haupt- und Ehrenamtliche in der Nordkirche auf allen Ebenen in ihrem Kontakt mit Menschen mit säkularer Lebenshaltung unterstützen, teilte die Nordkirche am Dienstag mit. Außerdem sollen neue Kommunikationsformate, Angebote und Formen des Miteinanders entwickelt werden.

Dazu werden Erfahrungen aus der gesamten Nordkirche gesammelt und ausgewertet. Kirchliche Erfahrungen im säkularen Umfeld in der Zeit der DDR sollen ebenso verarbeitet werden wie der Umgang mit "Konfessionslosigkeit" in den Kirchen europäischer Nachbarländer. Vorgesehen sind auch Fachtage, Kongresse und Publikationen. Es gehe um Kontakt mit Menschen, die nicht getauft oder nicht mehr Mitglied der Kirche sind oder eine andere Lebenshaltung haben, hieß es.

Zur Leiterin des Werks ist die angehende Pastorin Emilia Handke (32) berufen worden. Der Germanist und Soziologe Dennis Bock (37) wird als Referent tätig sein. Die Landessynode der Nordkirche hatte 2017 beschlossen, ein landeskirchliches Werk "Kirche im Dialog" zu errichten. Damit soll zugleich die Tätigkeit der Arbeitstelle "Kirche im Dialog" weiterentwickelt werden, die 2011 bis 2016 in Rostock bestand. Das rechtlich unselbstständige Werk wird von einem Fachgremium begleitet und unterstützt, dem neben haupt- und ehrenamtlichen Vertretern der Nordkirche auch Menschen ohne konfessionellen Bezug beziehungsweise mit säkularer Lebenshaltung angehören.
Quelle: epd/Nordkirche
Weitere Meldungen
www.nordkirche.de