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Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) entstand aus der Fusion der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs, der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und der Pommerschen Evangelischen Kirche zu Pfingsten 2012. Laut Verfassung gliedert sie sich in die drei Sprengel Hamburg und Lübeck, Mecklenburg und Pommern sowie Schleswig und Holstein. Jeder Sprengel steht unter der geistlichen Leitung einer Bischöfin oder eines Bischofs.
 
Die Sprengel sind in dreizehn Kirchenkreise unterteilt. Im Sprengel Mecklenburg und Pommern gibt es zwei Kirchenkreise: den Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg und den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis. Im Kirchenkreis sind die Kirchengemeinden sowie die Dienste und Werke einer Region zu einer kirchlichen Einheit zusammengeschlossen. Der Kirchenkreis nimmt Aufgaben wahr, die den Bereich einer Kirchengemeinde vor Ort überschreiten.

Nachrichten

Ehrendoktorwürde

Doktortitel für Landesbischof Gerhard Ulrich

18.01.2019 ǀ Kiel.  Der Landesbischof der Nordkirche darf sich zum Ende seiner Amtszeit "Dr. Gerhard Ulrich" nennen. Die Theologische Fakultät der Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU) verleiht ihm am 1. Februar die Ehrendoktorwürde. Die Universität würdigt damit nach eigenen Angaben Ulrichs engagierten Einsatz für Kirche und Theologie in einer modernen Gesellschaft und die besondere Qualität seiner theologischen Aussagen. Die Laudatio hält Hartmut Rosenau, Professor für Systematische Theologie an der CAU, im Kieler Landeshaus. Ulrichs Amtszeit endet am 31. März.

Ulrich sei ein "herausragender Botschafter für Kirche und Theologie" und habe das Theologiestudium in besonderer Weise gefördert, heißt es in der Begründung der CAU. Die Theologische Fakultät habe sich stets in besonderer Weise durch ihn unterstützt gefühlt. Ulrich habe sich immer auch als Botschafter der theologischen Forschung verstanden, hieß es weiter. Seine Publikationen zeugten "von einem hohen theologischen Niveau". Zudem habe er sich aktiv für die Aufnahme der drei Fakultäten und des Hamburger Fachbereichs in die Nordkirchen-Verfassung eingesetzt.

Den Beschluss fasste der Konvent der Fakultät bereits am 23. Mai vergangenen Jahres. Ulrich wurde im Februar 2013 zum Landesbischof der neu gegründeten Nordkirche gewählt. Während des Fusionsprozesses der drei Landeskirchen Nordelbien, Mecklenburg und Pommern war er Vorsitzender der Kirchenleitung. Bis November 2018 war er im Nebenamt auch Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).
Quelle: epd

Bischof Abromeit: Kirche muss im Konzert der Stimmen gehört werden

Neustart der Evangelischen Medienakademie in Hamburg

17.01.2019 ǀ Hamburg.  Die Evangelische Medienakademie geht in Hamburg neu an den Start. Mit einer Feierstunde im Kirchen- und Diakoniezentrum "Dorothee-Sölle-Haus" wurde die journalistische Aus- und Fortbildungsstätte am Donnerstag offiziell eröffnet. Professionelle Medienarbeit sei Grundvoraussetzung dafür, "dass wir im Konzert der unterschiedlich lauten Stimmen gehört werden", sagte der Greifswalder Bischof Hans-Jürgen Abromeit, der in der Nordkirche für Medien zuständig ist. Gefragt seien "Geschichten, die neugierig machen auf unsere Kirche". Evangelische Medienarbeit solle dafür "alle verfügbaren Kanäle nutzen, aber niemals beliebig werden".

Die neue Evangelische Medienakademie bietet mehr als 100 Kurse zum Thema Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit. Die meisten sind auf die Vermittlung von journalistischen Kompetenzen in der digitalen Kommunikation ausgerichtet. Themen sind die Arbeit mit sozialen Medien, Suchmaschinen-Recherche und multimediales Storytelling. Evangelisches Profil zeigt die Medienakademie durch Kurse zu ethischen Grundsätzen im Journalismus oder zum Umgang mit Hass-Botschaften im Netz. Das neue Programm findet sich unter www.evangelische-medienakademie.de.

Die Evangelische Medienakademie wurde 1950 als Christliche Presse Akademie in Bad Boll gegründet. Nach mehreren Umzügen war sie von 2009 bis 2015 in Düsseldorf angesiedelt. Nun wandert die Marke unter das Dach des Amtes für Öffentlichkeitsdienst (AfÖ) der Nordkirche in Hamburg. Dort verbindet sie die journalistischen Fortbildungsangebote des bisherigen "Medienbüros Hamburg" mit dem "Studiengang Öffentlichkeitsarbeit" und den Fortbildungen für Öffentlichkeitsarbeit in der Nordkirche.

Die Sorge um die Freiheit sei 1950 Antriebsfeder für die Gründung der Christlichen Presse Akademie gewesen, sagte Jörg Bollmann. "Die Sorge um die Freiheit ist heute aktueller denn je", so der Direktor des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP). Die Öffentlichkeitsarbeit und der Journalismus brauchten neue Standards, forderte Matthias Gülzow, Geschäftsführer des Evangelischen Presseverbands Norddeutschland (epn). Es müssten sich kreative, junge und inhaltlich gute Formate entwickeln.
Quelle: epd/Nordkirche

Winternothilfe

Nordkirche spendet 80.000 Euro für Irak-Flüchtlinge

11.01.2019 ǀ Schwerin/Hamburg.  Die evangelische Nordkirche spendet 80.000 Euro für die Winternothilfe im Nordirak. Unterstützt werden sollen damit vor allem geflüchtete Christen und Jesiden. Rund 500 Familien sollen Kerosinheizungen, Solarlampen und Bodenbelägen erhalten. Außerdem sollen 140 Schulen und Gemeindezentren der Region, in denen Flüchtlingskinder unterrichtet werden, mit Heizmaterial versorgt werden.

Die Situation der Flüchtlinge im Nordirak sei nach wie vor äußerst bedrückend, sagte Landesbischof Gerhard Ulrich. "Die Menschen kämpfen um ihr Überleben und für eine Zukunftsperspektive in ihrer zerstörten Heimat." Sie seien dringend auf Unterstützung angewiesen.

Die meisten Wohnhäuser der Menschen, die vor der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in die Ninive-Ebene geflohen sind, seien noch immer weitgehend zerstört, sagte Hanna Lehming vom Ökumenezentrum der Nordkirche. Lehming hatte im Sommer 2018 die Region bereist. "Viele Flüchtlinge leben noch immer in Lagern, Blechhütten und sogar Zelten. Selbst Familien, die in feste Rohbauten zurückkehren konnten, müssen ohne Heizung, Bodenbeläge oder Licht auskommen."  

Im Nordirak leben etwa 450.000 Binnenflüchtlinge. Die meisten von ihnen flohen im Sommer 2014. Damals begann der IS, systematisch Christen, Jesiden und andere Minderheiten zu vertreiben. Die Nordkirche unterstützt im Nordirak eine lokale Hilfsorganisation, mit der auch der Lutherische Weltbund zusammenarbeitet.
Quelle: epd
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www.nordkirche.de