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Auszeichnungen für Flüchtlingsinitiativen und Fundraising-Projekte

Nordkirche zeichnet Parchimer "M41-Haus der Begegnung" aus

03.03.2017 ǀ Lübeck-Travemünde.  Erstmals sind am Freitag drei evangelische Kirchengemeinden für ihre Flüchtlingsprojekte mit dem "Nordstern" und jeweils 1.000 Euro ausgezeichnet worden. Geehrt wurden das "M41-Haus der Begegnung" in Parchim, das "Gemeindefrühstück" in Wyk auf Föhr, und die "Rückzugsräume" des Hamburger Kita-Werks Altona-Blankenese.

Die Fundraising-Preise gingen an die Hamburger Gemeinde St. Georg-Borgfelde, die Greifswalder Marien-Gemeinde, die Gemeinde Seester (bei Elmshorn) und den Kirchenkreis Nordfriesland. Übergeben wurden die Auszeichnungen während der Landessynode in Lübeck-Travemünde.

Das "Gemeindefrühstück" in Wyk auf Föhr versammelt seit zwei Jahren monatlich rund 40 Einheimische und Flüchtlinge im Gemeindehaus. Das "M41-Haus der Begegnung" in Parchim ist ein umgebautes Pfarrhaus, in dem Sprachkurse, Café und Kochabende angeboten werden. In dem Projekt "Kita-Rückzugsräume" öffnen einmal pro Woche fünf Kitas ihre Türen für Frauen und Kinder aus den nahegelegenen Flüchtlingsunterkünften.

Die Gemeinde St. Georg-Borgfelde hat mit "St. Georg hilft" über einen Weblog erfolgreich Spenden eingeworben, um Transitflüchtlinge am Hauptbahnhof zu unterstützen. Ausgezeichnet wurde die Greifswalder St. Mariengemeinde für das Projekt "1000x1000 Ideen", mit dem Geld für die Kirchensanierung aufgebracht wird. Unter dem Motto "Löcher stopfen in der St. Johannis-Kirche" wurde in Seester ein 90 Meter langer Schal gestrickt, der die Kirche umrundet.

Den Sonderpreis für die beste Fundraisingkampagne erhielt der Kirchenkreis Nordfriesland für das Projekt "Eine Rose für die Erinnerungskultur". Dafür wurde eigens die Rose "Friedenslicht" gezüchtet. Zehn Jahre lang wird mit jeder verkauften Rose ein Euro gespendet. Bei den prämierten Fundraising-Projekten zahlt die Nordkirche einen Euro, wenn fünf Euro eingeworben wurden.
Quelle: epd