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Gemeinsame Konsultation

Nordkirche trifft polnische Partnerkirche in Danzig

27.11.2018 ǀ Schwerin/Danzig.  Vertreter der Nordkirche und der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen sind in Danzig zu dreitägigen Beratungen zusammen gekommen. Dabei erinnerte Landesbischof Gerhard Ulrich an die gemeinsame Verantwortung der Kirchen für ein friedliches Miteinander der Völker, wie die Nordkirche mitteilte. "Das ist umso wichtiger, als gegenwärtig auch in unseren Ländern wieder nationalistische Stimmen laut werden und die Idee eines vereinten, dem Frieden und der Demokratie verpflichteten Europas infrage stellen."

Der Greifswalder Bischof Hans-Jürgen Abromeit betonte, beide Kirchen ließen sich "auch von zum Teil gegenläufigen Interessen aktueller Regierungen nicht auseinanderbringen". Auf dem Programm stehen Berichte über die Situation in den jeweiligen Partnerkirchen, gemeinsame Andachten und Gottesdienste. Außerdem besuchen die Teilnehmenden das erst vor kurzem eröffnete "Museum des Zweiten Weltkrieges" und sprechen mit Experten über die Lage der evangelischen Kirche in Polen unter der kommunistischen Verfolgung.

Gemeinsam mit den beiden leitenden Geistlichen sind auch die Europareferentin im Zentrum für Mission und Ökumene in der Nordkirche, Pastorin Christa Hunzinger, der Pastor der Ökumenischen Arbeitsstelle des Kirchenkreises Pommern, Matthias Tuve, sowie Mitglieder der Ersten Kirchenleitung der Nordkirche, des pommerschen Kirchenkreisrates und der deutsch-polnischen Arbeitsgruppe nach Danzig gereist.

Hintergrund

Die Partnerschaft zwischen der ehemaligen Pommerschen Evangelischen Kirche (PEK) und den Diözesen Wrocławska (Breslau) und Pomorsko-Wielkopolska (Pommern-Großpolen) der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen besteht seit vielen Jahren. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg stand für die pommersche Kirche vor allem die Betreuung der im ehemaligen Hinterpommern und in Stettin verbliebenen deutschen Gemeindeglieder im Vordergrund. Darüber wurde regelmäßig auf den Tagungen der Landessynode berichtet. In den 1970er-Jahren erfuhren die Beziehungen neue Impulse. Dabei standen der Wunsch nach Versöhnung und die Förderung neuer, friedensstiftender Beziehungen zwischen beiden Völkern im Vordergrund.

Dieses Bemühen und die daraus erwachsenen Beziehungen wurden am 14. November 1999 durch einen Vertrag besiegelt. Die Kirchenpartnerschaft wird vor allem von den Gemeinden in Szczecin (Stettin), Koszalin (Köslin), Słupsk (Stolp) und Gorzów Wielkopolski (Landsberg an der Warthe) auf polnischer Seite und dem Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis auf Seite der Nordkirche gepflegt. Vertraglich festgelegt sind Treffen der Mitglieder der deutsch-polnischen Arbeitsgruppe halbjährlich und zwischen den Diözesanräten und der Kirchenleitung alle zwei Jahre.
Quelle: Nordkirche/epd

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