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Winternothilfe

Nordkirche spendet 80.000 Euro für Irak-Flüchtlinge

11.01.2019 ǀ Schwerin/Hamburg.  Die evangelische Nordkirche spendet 80.000 Euro für die Winternothilfe im Nordirak. Unterstützt werden sollen damit vor allem geflüchtete Christen und Jesiden. Rund 500 Familien sollen Kerosinheizungen, Solarlampen und Bodenbelägen erhalten. Außerdem sollen 140 Schulen und Gemeindezentren der Region, in denen Flüchtlingskinder unterrichtet werden, mit Heizmaterial versorgt werden.

Die Situation der Flüchtlinge im Nordirak sei nach wie vor äußerst bedrückend, sagte Landesbischof Gerhard Ulrich. "Die Menschen kämpfen um ihr Überleben und für eine Zukunftsperspektive in ihrer zerstörten Heimat." Sie seien dringend auf Unterstützung angewiesen.

Die meisten Wohnhäuser der Menschen, die vor der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in die Ninive-Ebene geflohen sind, seien noch immer weitgehend zerstört, sagte Hanna Lehming vom Ökumenezentrum der Nordkirche. Lehming hatte im Sommer 2018 die Region bereist. "Viele Flüchtlinge leben noch immer in Lagern, Blechhütten und sogar Zelten. Selbst Familien, die in feste Rohbauten zurückkehren konnten, müssen ohne Heizung, Bodenbeläge oder Licht auskommen."  

Im Nordirak leben etwa 450.000 Binnenflüchtlinge. Die meisten von ihnen flohen im Sommer 2014. Damals begann der IS, systematisch Christen, Jesiden und andere Minderheiten zu vertreiben. Die Nordkirche unterstützt im Nordirak eine lokale Hilfsorganisation, mit der auch der Lutherische Weltbund zusammenarbeitet.
Quelle: epd

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